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Zanoni: Casinos in Österreich bleiben offen

Gerichte sind sich uneins im österreichischen Glücksspiel (Bildquelle)

Viele Medien titelten bereits, dass die 13 Poker-Casinos von Peter Zanoni geschlossen werden. Nicht zu begleichende Steuernachforderungen haben diese Darstellung logisch erscheinen lassen. Nicht zuletzt fasste der Masseverwalter Hödl dies folgendermaßen zusammen: „Ich werde nun den gesamten Betrieb schließen.“

Es gab praktisch keine Zweifel, wie es mit den zwölf Concord-Card-Casinos und dem Montesino weitergehen würde – nämlich gar nicht. Dies hätte auch die Kündigung von 650 Angestellten zur Folge gehabt.

Wird das Poker-Aus in Österreich abgewendet?

Die Zukunft für das Kartenspiel Poker sieht in Österreich nicht rosig aus. Die Finanz fordert angeblich von Zanoni 310 Millionen Euro als Steuernachforderung. Dies geht aus einem Bericht des Kurier hervor. In einer anderen Meldung heißt es, dass die Höhe der Nachforderung noch nicht vom Finanzamt festgestellt wurde.  Die eingereichte Beschwerde wurde vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen.

Wieso steht das Kapital nicht zur Verfügung? Eine einfache Rechnung macht die Differenz deutlich. Zanoni bekam von jedem getätigten Einsatz lediglich 3,5 Prozent ausbezahlt. An Steuern wird jedoch 16 Prozent je Einsatz gefordert. Den geforderten Nachzahlungsbetrag kann der Geschäftsmann nicht auftreiben.

Das Live-Pokern in Österreich wurde bereits für tot erklärt. Die Pokerclubs, welche über mehrere Jahre wie Pilze aus den Boden gekommen sind, haben alle Zanoni nachgeeifert. Gerichtlich ist inzwischen das Urteil gefallen. Auch von anderen Kleincasinos werden Steuern nachgefordert. Dies wird praktisch für alle kleinen Poker-Anbieter das Aus bedeuten.

Lediglich bei Casinos Austria wird das beliebte Kartenspiel, welches auch eine halbe Millionen Österreicher leidenschaftlich spielen, erhalten bleiben. Dort ist ein Spiel aber nur mit hohen Einsätzen möglich.

Warum bleiben Zanonis Casinos dennoch verschont?

Poker hat einen schweren Stand, aber eine Schließung der Casinos ist inzwischen kein Thema mehr. Masseverwalter Hödl hat zwar einen Antrag auf Schließung gestellt, dieser trifft aber nur auf die CBA Spielapparate- und Restaurantbetriebs GmbH zu. Da die Casinos von eigenständigen Unternehmen betrieben werden und nicht der Masse der CBA zuzuordnen sind, bleiben diese auch unberührt.

Die Casinos selber könnten nur geschlossen werden, wenn auch gegen die Betreiber ein Insolvenzantrag laufen würde. Dennoch ist es fraglich, wie es dauerhaft mit den Spielstätten weitergeht.

Des einen Leid könnte hier des anderen Freud sein. Die Casinos in der Schweiz haben zuletzt einen schweren Stand gehabt. Das Internet macht auch hier Konkurrenz. Zudem kamen früher mehr Kunden aus Italien. Dort wurde das Glücksspiel jedoch liberalisiert, so dass auch hier die Besucher ausbleiben. Je nach Entwicklung in Österreich, fahren vielleicht Spieler bald von dort in die Schweiz.

Bildquelle: Fotolia/ReneBerger123 (Bild-ID: #111092515)

Zanoni: Casinos in Österreich bleiben offen 300 200 2016-09-06 18:00:47 Online-Casino.de

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