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Zanoni: Trotz Druck bleiben Concord Card Casinos geöffnet

Martin Hill, 23. Dezember 2019, Recht & Gesetze

Das Spiel in den Concord Card Casinos läuft weiter. (Bildquelle)

Österreichs Poker- und Casino-König Peter Zanoni setzt seinen Kampf gegen die österreichischen Behörden fort. Schon 2013 sorgte eine Gesetzesanpassung dafür, dass Zanoni und seinen Concord Card Casinos eine finanzielle Schieflage drohte. Die hat sich in den letzten Jahren auch deshalb bestätigt, weil der Firmenchef Millionen Euro für rechtlichen Beistand genutzt hat. Immerhin gibt es jetzt aber einen kleinen Teilerfolg zu vermelden.

Zumindest vorerst können die Concord Card Casinos laut einer offiziellen Mitteilung von Zanoni weiterhin ihr Angebot zur Verfügung stellen. Allerdings droht dem Poker-Mogul an ganz anderer Stelle Ärger. So berichten österreichische Medien davon, dass Zanoni möglicherweise auch in die sogenannte „Ibiza-Affäre“ rund um Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache verwickelt sein könnte.

Concord Card Casinos machen auch nach dem 1. Januar weiter

Es scheint so, als würden sich die juristischen Mühen für Poker-König Peter Zanoni endlich einmal auszahlen. Der Besitzer und Gründer der Concord Card Casinos konnte mit seinem Verfahren vor Gericht jetzt zumindest verhindern, dass seine Casinos zum 1. Januar 2020 geschlossen werden müssen. Genau das hatten eigentlich die österreichischen Behörden gefordert, da Pokerspiele künftig nur noch unter dem Dach der staatlichen Casinos Austria AG gespielt werden dürfen. Zanoni allerdings erklärte auch schon vor einiger Zeit, dass er hier nicht mitspielen würde.

Schon im November dieses Jahres erklärte der Poker-König, dass er nicht vorhabe, seine Geschäfte zum 1. Januar 2020 ruhen zu lassen. Jetzt hat der Geschäftsmann noch einmal nachgelegt und ein frohes Statement über die Webseite der Concord Card Casinos vermelden lassen. Hierin erklärt der Chef, dass der aktuelle Status der Verfahren bei den Gerichten keine Schließung durch die österreichischen Behörden zulassen würde. Konkret heißt es hierzu in der Mitteilung:

“Es ist uns eine besondere Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung in den derzeit beim Verfassungsgericht und den Europäischen Gerichten anhängigen Verfahren ein Zustand eingetreten ist, der den Fortbetrieb der Concord Card Casinos und der damit verbundenen Filialen über den Jahreswechsel hinaus sichert. Die Erfolgsgeschichte unter dem Motto „In den Concord Card Casinos gehen niemals die Lichter aus!“ wird fortgeschrieben.“

Keine endgültige Entscheidung: Zanoni um Sicherheit bemüht

Zanoni kämpft weiter vor Gericht. (Bildquelle)

Auch Peter Zanoni weiß allerdings, dass der aktuelle Zustand längst keine Dauerlösung sein kann. Tatsächlich ist der Fortbestand der Geschäfte aktuell nur aufgrund des schwebenden Verfahrens bei den Gerichten möglich. Sollte hier eine Entscheidung gefällt werden, könnte die Stimmung beim Poker-König auch schnell in die andere Richtung kippen. Damit die Gäste und Mitarbeiter den CC-Casinos aber weiterhin Vertrauen schenken, geht Zanoni auch auf die rechtliche Frage in seinem Statement zumindest in Teilen ein. So heißt es, dass sich die Gäste darauf verlassen können, mit dem gewohnten Service der Casinos empfangen zu werden.

Zusätzlich dazu versichert Zanoni den Gästen und Angestellten, dass weder der Besuch der Casinos noch die Beschäftigung für diese juristisch irgendwelche nachteiligen Folgen nach sich ziehen könnten. Auf diesen Gedanken könnten angesichts der derzeitigen Lage durchaus einige Besucher oder Angestellte kommen. Die Geschäftsleitung würde sich verantwortungsbewusst für die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter einsetzen, so das Statement. Geschlossen wird dieses mit ein paar dankenden Worten des Poker-Königs:

“Wir verbleiben für die unserem Haus entgegengebrachte Treue, das damit geschenkte Vertrauen und die zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung dankend Ihr Peter Zanoni und Team.

Zusätzlich sorgt die „Ibiza-Affäre“ für Kopfzerbrechen

Obwohl die Geschäfte also erst einmal weiterlaufen können, ist das alles für Zanoni kein wirklicher Grund zum Durchatmen. Die Concord Card Casinos stecken laut Behörden in einer enormen finanziellen Misere und sollen ein negatives Eigenkapital von rund 130 Millionen Euro angehäuft haben. Zusätzlich dazu steht auch noch eine Kriegsopferabgabe in Vorarlberg im Raum, wo rund 97,6 Millionen Euro gefordert wurden. Hiergegen wehrte sich Zanoni ebenfalls, konnte aber keinen Erfolg vorweisen. Eine weitere Drucksituation scheint jetzt zudem auch rund um die sogenannte „Ibiza-Affäre“ zu entstehen. Diese beschäftigt seit mehreren Wochen und Monaten die österreichischen Behörden. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass möglicherweise auch Zanoni zum „Dunstkreis“ dieses Skandals gezählt werden kann.

So berichten die österreichischen Medien zum Beispiel von mehreren Treffen zwischen Zanoni und dem Ex-Vizekanzler Strache. Geht es nach den Medien, soll Zanoni versucht haben, Strache zu zu „bezirzen“ und so politische Entscheidung zu den Gunsten von Zanoni zu fällen. Dafür spricht zum Beispiel, dass sich Strache während seiner Zeit als Minister für Sport und Beamte mehrfach dafür eingesetzt hat, dass Poker als offizielle Sportart in Österreich angesehen wird. So wäre der Weg für Zanonis Geschäfte auf jeden Fall frei gewesen. Beide Seiten wiesen die Vorwürfe bislang zurück. Treffen habe es zwar gegeben, allerdings habe Zanoni bei allen Parteien um Hilfe gebeten. Zudem erklärte Strache laut österreichischen Medien, dass es Zanonis Recht als Geschäftsmann sei, sich rund um die Gesetzeslage zu informieren und diese zu seinen Gunsten beeinflussen zu wollen. Ob dies von den österreichischen Ermittlern als Begründung akzeptiert wird, dürfte fraglich sein.

Zanoni: Trotz Druck bleiben Concord Card Casinos geöffnet 1200 1000 2019-12-23 07:39:18 Online-Casino.de

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