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Atlantic City: Trumps Beteiligung am Untergang

Martin Hill, 25. März 2016, Wirtschaft

Atlantic City hat eine Pechsträhne, die schon viele Jahre zurückreicht. Als Glücksspiel-Metropole unweit von New York waren die Zeichen auf Erfolg gestellt. Jetzt ist Atlantic City pleite. Dieses Thema wird derzeit umso höher gehängt, weil Donald Trump sich über viele Jahre vergeblich bemüht hat das Glücksspiel vor Ort zu beleben.

In Atlantic City sind viele Einwohner jedoch der Meinung, dass Trump für den Untergang der Stadt verantwortlich ist. Da Trump als Kandidat der Republikaner für das Amt des Präsidenten antreten möchte, werden seine Fehler jetzt mehr denn je an die Öffentlichkeit gebracht.

Donald Trump und Atlantic City

Eine vielversprechende, aber doch erfolglose Verbindung hat zwischen diesen beiden Parteien stattgefunden. Der Milliardär hat sich mehrfach in den Casinos der Stadt engagiert und ist gescheitert.

Das Trump Plaza Casino wurde sogar nach ihm benannt. Seit Herbst 2014 steht es leer. Aber das Engagement Trumps begann bereits in den 80er Jahren. Seine Fühler streckte er zunächst nach dem Hilton und dem Holiday Inn aus. Diese Beteiligungen reichten ihm jedoch nicht. Nach Aussage seiner ehemaligen Frau, wollte er etwas Großes vollbringen, um seinen Vater mit Stolz zu erfüllen. Sein Vater hatte sich als erfolgreicher Bauherr großen Erfolg und Kapital verdient.

Trump baute sein eigenes Casino, das Taj Mahal. Es war die größte Spielhalle der Welt. Mit 200 Metern in die Höhe und einer Gesamtfläche von 70.000 Quadratmetern kam keine andere Spielstätte auch nur zur Hälfte an dieses Monument heran. Steve Wynn, ein Casino-Unternehmer, hat unlängst gesagt, dass jedes Casino, welches auch nur die Hälfte der Größe besessen hat, nicht wirtschaftlich arbeiten konnte. Seine Aussage: „Es war von Beginn an zum Scheitern verurteilt.“

Tatsächlich musste Trump Bankrott anmelden. Die Schulden betrugen jährlich 95 Millionen US-Dollar an Zinsen. Sein Vater schoss einmalig Bargeld hinein, was den Untergang des eigenen Projekts aber bestenfalls hinauszögerte. In den 90ern kontrollierte Trump dennoch ein Viertel der Casino-Projekte von Atlantic City.

Im Anschluss musste er noch zweifach Bankrott anmelden. In den Jahren 2004 und 2009 waren seine Gesellschaften am Ende. Dieses Aus hat vielen Einwohnern ihre Arbeit gekostet, weshalb diese auch ihn für die Pleite der Stadt verantwortlich machen.

Trumpf spricht in Bezug von Atlantic City davon, dass er stolz auf seine Leistung ist. Er hat „einen Haufen Geld“ gemacht. Die Casino-Kontroll-Kommission von New Jersey spricht hingegen davon, dass er viel Schaden anrichtete und sich anschließend aus der Stadt verabschiedet hat. Die Bürger von Atlantic City teilen diese Einschätzung.

Atlantic City: Trumps Beteiligung am Untergang 900 426 2016-09-30 07:14:04 Online-Casino.de

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