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Australisches Glücksspiel: Hunderennen vor dem Aus

Martin Hill, 11. September 2016, Sport & Spiel

Hunderennen werden in Australien wegen Tierquälerei verboten. Aber nicht das Glücksspiel und die eigentliche Durchführung selber werden hierbei angeprangert, sondern das Verhalten der Trainer und Hundebesitzer im Vorfeld einer solchen Veranstaltung. Sowohl Hunde, als auch Beutetiere sind die Leidtragenden der Entscheidung.

Nicht zuletzt müssen aber auch Hundetrainer, die sich immer an die Regeln gehalten und ihre Tiere wohlwollend behandelt haben, um ihre Existenz fürchten.

Rückblick: Hundetraining für die Rennbahn

Ähnlich wie sich Fußballer durch Training fit halten und ihre Leistungen verbessern, müssen auch Pferde und Hunde auf ihren Sport trainiert werden. In Australien stehen die Hunderennen mit den Windhunden (Greyhounds) jedoch am Pranger. Denn die Methoden beim Training und der Ausbildung der Hunde spotten des Tierschutzes.

Das Wochenblatt berichtete bereits im Februar von den Trainingsmethoden. Kaninchen und junge Ferkel werden hier lebendig über die Rennbahn gezogen, um den Hund zu besseren Leistungen zu animieren. Wird das Beutetier eingeholt, so sind die Zähne des Vierbeiners das Letzte was es sieht und fühlt. Beim Rennsport wird hier eine Attrappe genutzt.

Die Diskussion hat der australische Fernsehsender ABC in Gang gebracht, welcher die Methoden beim Training aufgedeckt und auch gefilmt hat. In Zusammenarbeit mit Polizei und Tierschutzorganisation RSPCA wurden in der Vergangenheit zumindest fünf Grundstücke aufgesucht, wo entsprechend „trainiert“ worden ist.

Der australische Rennhundeverband „Greyhounds Australasia“ hat bereits verkündet, dass 23 Menschen wegen dieser Praxis gesperrt worden sind. Gleichwohl wurde darauf verwiesen, dass nur eine geringe Anzahl der 30.000 Aktiven im Hundesport diese dubiosen Methoden nutzen. Weiterhin stand die Zucht der Hunde am Pranger. Viele Tiere wurden getötet, weil sie den Anforderungen nicht entsprachen.

Die Behörden wollen jetzt den ganzen Zweig zerschlagen und die Hunderennen in Australien verbieten.

Schonfrist für Hunderennen: Mitte 2017 ist Schluss

Ab Mitte 2017, so berichtet es das Handelsblatt, ist zumindest im Bundesstaat New South Wales Schluss mit den Hunderennen. Eine Untersuchungskommission kam zu dem Ergebnis, dass wohl ein Fünftel der Beteiligten im Hundesport die vorab vorgestellten Methoden verwenden. Damit sei der Sport nicht mehr zu kontrollieren.

Die Untersuchung hat weiterhin ergeben, dass in den vergangenen zwölf Jahren 72.000 Welpen und ausgewachsene Hunde getötet wurden.

Australien und das Glücksspiel: Eine Erfolgsstory?

Die Engländer gelten bereits als Verrückte, wenn es um Sportwetten geht. Australien hält hier mit. Denn mehr als 80 Prozent des Volkes hat bereits auf Hunde oder Pferde gesetzt, Roulette und Poker gespielt oder dem Automaten die Hand gereicht. Ein Sprecher für den Hunderennsport spricht die 335 Millionen Dollar an, welcher der Zweig in die Wirtschaft pumpt. Weiterhin wird derzeit eine Kampagne für die Windhunde und das Wetten abgehalten. Diese läuft unter dem Motto „Die Rennpferde für das gewöhnliche Volk“.

Bildquelle: Fotolia/pripir (Bild-ID: #99161375)

Australisches Glücksspiel: Hunderennen vor dem Aus 300 250 2016-09-11 16:02:27 Online-Casino.de

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