Betrug in Oberhausen

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Betrug in Oberhausen

Christian Webber, 21. August 2015, Unterhaltung

Klagen zwischen Spielern und Spielhallenbetreibern sind inzwischen das tägliche Brot vieler Gerichte. Ständig kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Beteiligten – jetzt auch in Gelsenkirchen. Hier geht es um ein Betrugsverfahren gegen das Casino Royal, das angeblich manipulierte Spielautomaten betreiben soll. Deshalb haben sich Spieler dazu entschieden, Klage einzureichen. Sie fordern das Unternehmen auf, ihnen die verspielten Gelder zu erstatten. Die Rede ist von immerhin mehr als 50.000 Euro.

Gelsenkirchener Anwalt reicht Klage ein

Das Casino, das in diesen Fall involviert ist, hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden. Hier haben sich deutsche Spieler aufgehalten und viel Geld verloren – offensichtlich aufgrund einer manipulierten Software der Spielautomaten. Bei den Klägern handelt es sich um insgesamt vier Spieler, die aus Münster, Darmstadt, Herne und Oberhausen kommen. Die Klage wird aktuell durch einen Anwalt aus Gelsenkirchen, Arndt Kempgens, vorbereitet. Er fordert mehr als 50.000 Euro von dem Casino – nun muss allerdings das Gericht den Fall prüfen. Das Verfahren wegen Betrugs läuft bereits vor dem Landgericht in Essen. Aufgefallen sei die Manipulation im Zuge von Razzien. Auch in den Niederlanden werden Glücksspielbetreiber nämlich explizit kontrolliert. Wer dann betrügt, kann schnell mit dem Gesetz zu tun kriegen.

Verfahren noch im Gang

Der Hauptangeklagte lebt in Gelsenkirchen. Er ist der Sicherheitsbeauftragte des Casino Royal. Bei dem 54 Jahre alten Mann geht es jetzt darum, inwieweit er sich für die Erstattung der verlorenen Einsätze persönlich verantworten muss. Der Anwalt gab an: „Die Geräte, an denen meine Mandanten immer gespielt haben, sind im Zuge der Ermittlungen verplombt und auch abtransportiert worden. Durch jeden Geldeinwurf hat der Spieler einen Spielvertrag mit dem Betreiber geschlossen.“ Diese Verträge wurden nun durch den Anwalt angefochten. Das Casino wurde außerdem aufgefordert, die Einsätze ohne Verfahren zu erstatten. Weil dies auch bis zur Frist Ende Mai nicht passiert ist, bleibt den Klägern nun nur der Weg zum Gericht.

Einsätze müssen nachweisbar sein

Anspruch auf Erstattung haben die Kläger erst, wenn sie ihre verspielten Einsätze nachweisen können. Sie müssen exakt angeben, wann, wo und wie oft sie welche Summen gesetzt haben. Sollte sich dies nicht lückenlos nachweisen, kann es laut Rechtsanwalt zu einem Vergleich kommen. Einer hat damit wohl weniger Probleme, denn der an Spielsucht leidende Jurist – einer der Kläger – konnte nachweisen, dass er verschiedene Beträge abgeholt und gleich im Casino Royal Oberhausen verzockt hatte.

Betrug in Oberhausen 300 200 2016-09-23 17:03:45 Online-Casino.de

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