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Bieterstreit: GVC gewinnt rennen um bwin.party

Martin Hill, 7. September 2015, Wirtschaft

Das Online-Glücksspiel ist ein Business. Die Übernahmen haben in letzter Zeit zugenommen. Im Wachstumsmarkt Casino-Spiele und Sportwetten wollen die Anbieter wettbewerbsfähig bleiben und ihre eigene Zukunft sichern. Gleichzeitig sollen das Angebot erweitert und die Gewinne maximiert werden.

Bwin.party steht schon länger im Fokus mehrerer Konkurrenten. Nachdem offiziell angemeldet wurde, dass ein Verkauf angestrebt wird, haben insbesondere die 888 Holding und GVC für das Online-Spiele Portal geboten. Jetzt hat das virtuelle Tauziehen anscheinend ein Ende. Es gibt nach Medienberichten eine Einigung zwischen GVC und bwin.party.

GVC gewinnt mit verbessertem Angebot

Geld regiert den Markt. Nachdem GVC sein Angebot auf ungefähr 1,45 Milliarden Euro aufgestockt hatte, sind sich beide Vertragsparteien einig geworden. 888 Holdings schieden aus dem Bieterrennen aus. Medien berufen sich auf eine Person, die mit den Vorgängen vertraut ist. Die Verhandlungen zwischen bwin.party und den beiden Interessenten hat sich über Monate gezogen.

Schon 2014 hat Bwin seine Party-Spiele eigenständig zum Verkauf angeboten. Die Entstehung geht dabei auf eine eigene Fusion zurück. Hier hat sich Bwin das Party-Gaming angeeignet. Insbesondere wegen des Rückgangs beim Online-Poker hat die Sparte immer mehr nachgelassen. Im Zuge der aktuellen Einsparungspolitik soll bwin.party abgestoßen werden.

Das Ziel ist jetzt in Reichweite und wird sich finanziell für Bwin lohnen.

888 Holdings wurden überboten

Die 888 Holdings, bekannt von den 888 Casinos, hat lange Zeit mitgeboten. Jetzt scheinen sie die Segel gestrichen zu haben. Dabei war bwin.party sich angeblich bereits einmal mit 888 einig. Die Übernahme von GVC wurde seinerzeit als zu kompliziert bewertet.

Schlussendlich hatten sowohl 888 Holdings, als auch GVC ihr Angebot nachgebessert. Insider berichten von einer Differenz, die zum aktuellen Stand geführt hat. Angeblich soll die Offerte von GVC das Gebot von 888 um 12,9 Prozent überboten haben.

Das Geschäft sieht eine Barzahlung von 400 Millionen Euro vor. Weitere 150 Millionen Euro werden, durch die Ausgabe neuer Aktien, kalkuliert. Dieses Geld wird jedoch nicht für die Transaktion genutzt. Damit sollen die neuen Strukturen geschaffen werden, welche weiterhin für einen erfolgreichen Betrieb notwendig sind.

Das letzte Wort haben die Aktionäre

Die Wertpapierhalter von Bwin sollen nach der Fusion 66,66 Prozent des neuen Unternehmens halten. Die Androsch Privatstiftung und Henderson Global Investors halten 9,1 Prozent der Aktien. Hier wurde schon die Zustimmung zum Deal bekundet. Die Direktoren halten selber 1,7 Prozent und werden sich natürlich nicht selber behindern.

Damit liegt die Zustimmung schon bei 10,8 Prozent. Um das Geschäft zu finalisieren müssen 75 Prozent der Aktionäre ihre Zustimmung geben. Bei GVC haben immerhin schon 23,8 Prozent den Deal abgesegnet.

Bieterstreit: GVC gewinnt rennen um bwin.party 300 200 2016-09-23 17:12:42 Online-Casino.de

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