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Binäre Optionen: Anbieter geraten unter Druck

Martin Hill, 11. Februar 2017, Recht & Gesetze

Binäre Optionen - Spekulation auf kurzfristige Entwicklungen (Bildquelle)

Glücksspiel ist heutzutage nicht mehr nur auf entsprechende Automaten, Tischspiele und Rubbellose beschränkt. Mit den binären Optionen erreicht das Spiel um Geld die Aktienwelt in einer vollkommen neuen Dimension. Natürlich wird bei den Wertpapieren immer Geld auf deren Anstieg gesetzt. Dieses ist beim Abschwung jedoch nicht in voller Höhe verloren. Bei der binären Option besteht jedoch eine gewisse Wahrscheinlichkeit auf Verlust.

Bei den binären Optionen ist es möglich auf einen künftigen Kurs einer Aktie zu wetten. Ein Anstieg ist nicht zwingend erforderlich. Auch auf den Abschwung kann gesetzt werden. Zwei Varianten sind denkbar.

  • Erstens: Das Ereignis tritt ein und es kommt zur Gewinnausschüttung.
  • Zweitens: Das Ereignis tritt nicht ein und der Einsatz ist verloren.

 

Eine Wette! Ganz klar und offensichtlich so wie z.B. der Einsatz auf Rot oder Schwarz am Roulette Tisch mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Auszahlungsquote meist deutlich schlechter bei binären Optionen ist.

Verbraucherschutz warnt vor binären Optionen

Steigt eine Aktie oder fällt diese? Langfristig sind Wertpapierentwicklungen durchaus abzusehen. Auf kurze Dauer ist es jedoch fraglich, ob der Kurs weiter ansteigt oder vorab einen kurzen Knick nach unten einlegt. Binäre Optionen zielen jedoch auf eine kurzfristige Entwicklung ab. Diverse Verbraucherschützer warnen daher vor einer Geldanlage.

Diese Art von Geschäft wird als „hochriskant“ genannt. Während bei herkömmlichen Aktien auch Durststrecken mit dem Unternehmen durchgehalten oder gegebenenfalls eine neue Strategie gewählt werden kann, ist der Totalverlust eine absolut realistische Möglichkeit bei binären Optionen. Es handelt sich immerhin um eine Wette mit nur zwei Spielausgängen.

Ein Problem stellt hierbei die Erreichbarkeit der Anbieter dar. Denn diese sitzen häufig im Ausland und sind im Falle einer Reklamation oder Forderung nicht immer zu erreichen. Verbraucherschützer sprechen bereits von vielen „schwarzen Schafen“ auf dem Markt.

Gegner dieser Art von Finanzwetten sprechen sogar davon, dass langfristig nur Verluste möglich sind. Besonders im Blickpunkt steht diese Art der „Geldanlage“ in Bezug auf die Eigenvermarktung. Denn für den Verbraucherschutz handelt es sich eben nicht um eine Geldanlage, sondern um eine Wette!

Führt Werbung in der Branche „binäre Optionen“ in die Irre?

Während herkömmliche Aktien oftmals Zeit brauchen um sich zu entfalten, sind bei binären Optionen schnelle Gewinne möglich. Nur ein paar Mal muss geklickt werden, um hohe Renditen einzustreichen. Und natürlich ist dieses Konzept von jedermann anzuwenden. Aber wie immer wenn schneller Reichtum vorgegaukelt wird, ist eine gehörige Portion Skepsis angebracht. Experten der Finanzbranche warnen daher vor entsprechender Werbung, welche die Wahrheit verschleiert.

Aber wie nah ist diese Art der Werbung an der Realität? Bei den herkömmlichen binären Optionen wird ein Anstieg oder Abfall prognostiziert. Im Blickpunkt stehen Aktien, aber auch Marktindizes, Anleihen, Devisen und Rohstoffe. Der Nutzer stellt sich vorab die Frage: Steigt der Kurs oder fällt dieser? Anschließend wird ein Zeitraum bestimmt.

Ein Blick auf Gewinn- und Verlustprognose bringen das Problem näher:

Bei den binären Optionen wird eine Wette abgeschlossen. Der „Spieler“ darf beispielsweise auf einen Anstieg des Deutschen Aktienindex (DAX) setzen. Ein recht kurzer Zeitraum von einer Stunde wäre eine mögliche Option. Die Höhe des Anstiegs hat jedoch nix mit der Rendite zu tun. Diese wird beispielsweise auf einen Wert von bis zu 90 Prozent des Kapitaleinsatzes festgelegt. Gewinnt der Anwender, so erhöht er seinen Einsatz um 90 Prozent. Verliert der Nutzer, so ist das Geld weg!

Angenommen der Anbieter von binären Optionen gibt auf die gleiche Wette (Kurs fällt und steigt) jeweils einen Gewinn von 90 Prozent und kann seine Kunden gleichmäßig auf diese Optionen verteilen, so hat zumindest einer immer gewonnen!

Über die Seriosität von Unternehmen der Branche Binäre Optionen

Binäre Optionen: Wetten auf steigenden oder fallenden Kurs (Bildquelle)

Gehäufte Beschwerden über unseriöse Geschäftspraktiken, unerreichbare Firmen, das einbehalten von Einlagen und der ausbleibenden Auszahlung von Gewinnen, hat einige Anbieter in den Fokus der Verbraucherzentrale Bundesverband gerückt. Die Folge waren stichprobenartige Überprüfungen.

Die Finanzwächter haben erkannt, dass Seriosität oftmals vorgespielt wird. Hierbei wird besonders auf gefälschte Nachrichten (Fake News) im World Wide Web verwiesen. Verbraucher haben zudem berichtet, dass Unternehmen Werbeanrufe starten. Dieses Vorgehen ist heutzutage nicht mehr erlaubt.

Eine Detailüberprüfung ergab, dass Angaben im Impressum häufig unvollständig ausgefüllt sind. Fehlende Kontaktinformationen, schlecht übersetzte Allgemeine Geschäftsbedingungen, die in Deutschland zudem vor dem Gesetz nicht standhalten würden, wurden vorgefunden.

Banc de Binary gibt freiwillig seine Lizenz zurück

Banc de Binary ist ein Anbieter von binären Optionen, welcher seine Konzession zurückgegeben hat. Entgegen dem eigentlichen Namen des Unternehmens handelt es sich jedoch nicht um eine Bank. Sogar als Hauptsponsor von Southampton aus der britischen Premier League trat die Firma auf, wenngleich nur über einen sehr kurzen Zeitraum. Denn der professionelle Fußballverein hat wohl schnell erkannt, dass man an ein dubioses Unternehmen geraten ist.

Die Lizenz aus Belize wurde Banc de Binary im Oktober 2016 entzogen. In den USA wurden Strafen im Millionenhöhe gezahlt, da dort das Anbieten der Optionen gar nicht gestattet war. Die Aufsicht CySec hat inzwischen mitgeteilt, dass die Lizenz aus Zypern, welche für die EU Gültigkeit besitzt, freiwillig zurückgegeben wurde. Was bleibt ist die Konzession von der Karibik-Insel St. Vincent and Granada. Die Tätigkeit wird freilich nicht eingestellt, Kunden aus der Europäischen Union können sich jedoch auf keine Aufsichtsbehörde mehr berufen.

Binäre Optionen: Anbieter geraten unter Druck 300 250 2017-02-11 10:22:29 Online-Casino.de

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