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Bitcoin auf Rekordwert: Digitalwährung 1.480 Dollar wert

Martin Hill, 2. Mai 2017, Wirtschaft

Startet der Bitcoin bei Amazon durch? (Bildquelle)

Die virtuelle Währung Bitcoin ist aktuell in den Schlagzeilen. Denn eine neue Rekordmarke ist geknackt. Nach aktuellem Kurswert wird eine Einheit Bitcoin derzeit mit 1.480 US-Dollar beziffert. Der Anstieg hat natürlich einen konkreten Grund: Die Kryptowährung wurde in Japan zugelassen. Dort darf sich Bitcoin jetzt offizielles Zahlungsmittel nennen. Ein großer Sprung für die Währung, welche seit 2009 existiert.

Von der D-Mark, über den Euro, zum Bitcoin – ist diese Entwicklung denkbar? Einige Experten prophezeien den Umstieg auf digitale Zahlungsmittel in der Zukunft. Wenngleich Bitcoin nicht die einzige Kryptowährung auf dem Markt ist, so handelt es sich doch um eine sehr durchdachte Art bargeldlos zu bezahlen.

Japan erkennt Kryptowährung seit April 2017 an

Japan hat den Bitcoin als Zahlungsmittel anerkannt. Allerdings ist es nicht die Ausnahme von der Regel. Denn sämtliche Kryptowährungen sind seit über einem Monat erlaubt. Die gesetzliche Regelung kommt nicht von Ungefähr.

Japan ist schon vor der staatlichen Legalisierung der zweitstärkste Markt des Bitcoin Jetzt hat die Politik ein Gesetz geschaffen, wonach Internetwährungen legal Verwendung finden dürfen. Die Regulierung findet von den Behörden des Landes statt.

Demnach können Geschäfte jetzt ganz offiziell über die Bitcoins geregelt werden. Allerdings hat der Staat Auflagen geschaffen, welche einzuhalten sind. Dazu zählen strikte Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche durch Bitcoin-Börsen und Unternehmen. Eine Meldung beim Staat ist ebenso erforderlich, um Kunden rückwirkend identifizieren zu können. Börsenschulungen, Bestimmungen zum Grundkapital und der Cybersicherheit sind ebenfalls gesetzlich verankert.

Japan legalisiert einen ohnehin vorhandenen Markt, welcher dadurch weiter wachsen wird. Strenge Regeln sollen kriminellen Handlungen einen Riegel vorschieben. Ein Hauptargument des Bitcoins geht durch diese Regelung jedoch verloren: Anonyme Zahlungen sind praktisch unmöglich. Fraglich ist zudem die korrekte Bilanzierung der Digitalwährung. An diesem Problem arbeitet das Accounting Standards Board of Japan aktuell.

Die Legalisierung des japanischen Marktes hat die Stimmung rund um den Bitcoin ansteigen lassen.

Bitcoin Kurs erreicht neuen Höchststand

Werfen wir einen Blick auf die Handelsplattform BitStamp, sehen wir den Bitcoin mit 1.480 US-Dollar gelistet. So viel war die Digitalwährung noch nie zuvor wert.

Der Bitcoin hat derzeit einen höheren Wert, als eine Feinmünze aus Gold mit 31,1 Gramm. Der Unterschied liegt bei stolzen 200 US-Dollar.

Der Rückschluss vom Rekordhoch zur Legalisierung in Japan lässt sich mit Fakten belegen. Denn der Kurshandel aus den vergangenen Stunden beziffert sich hauptsächlich zwischen Bitcoin und japanischem Yen. Zudem gibt es weitere positive Meldungen. Wurde im März 2017 noch ein Antrag auf einen Bitcoin Indexfonds (ETF) von der Börsenaufsicht in Amerika abgelehnt, steht jetzt eine erneute Prüfung bevor. Bis Mitte Mai gehen Stellungnahmen ein, die sich pro oder contra eine Zulassung des börsengehandelter Fonds niederschlagen.

Im Hintergrund des Bitcoins stehen keine Geldinstitute und auch keine Zentralbank. Die Währung wird auf speziell eingerichteten Börsen als virtuelle Währung eingetauscht. Der Kursstand richtet sich einzig und allein nach dem Konzept von Angebot und Nachfrage.

Dabei kam der sprunghafte Kursanstieg doch überraschend. Denn im März fiel der Bitcoin-Kurs noch unter 1.000 US-Dollar je Einheit. Knapp zwei Monate später hat sich der Wert um fast 50 Prozent gesteigert.

Wo ist der Bitcoin akzeptiert?

Bitcoin überflügelte 2017 den Gold-Kurs (Bildquelle)

Diese Liste wäre sowohl nach Ländern, als auch nach Standorten in Deutschland sehr lang. Dennoch möchten wir einen Eindruck verschaffen. Nähere Einblicke gibt es beim Bitcoin Echo, wo die Akzeptanzstellen aufgelistet werden.

In Deutschland ist das Bezahlen mit Bitcoin auf der Computerspieleplattform Steam möglich. Spenden bei Wikipedia dürfen eingehen und auch die Naturschützer von Greenpeace verschließen sich der Kryptowährung nicht. Mit Mozilla, Microsoft und Dell sind weitere große Namen vertreten. Aber auch im Kleinen gibt es zahlreiche Akzeptanzstellen. Dazu gehört nur beispielhaft das Computerspielemuseum in Berlin, aber auch das ein oder andere Weingut, eine Naturheilpraxis oder Rechtsanwaltskanzlei. Auch Online-Casinos liebäugeln immer mal wieder mit dem Bitcoin.

Interessant ist zudem ein Blick auf Länder, wo der Bitcoin kategorisch verboten ist. Wenngleich in China ein großes Handelsvolumen mit der Digitalwährung vorhanden ist, hat die Regierung ein Verbot ausgesprochen. Tatsächlich ist die Zusammenarbeit mit Bitcoin-Unternehmen strikt untersagt. Der private Handel ist hingegen erlaubt. Auch in Russland hat die Zentralbank eindeutig erklärt, dass es neben dem Rubel keine weitere legale Währung innerhalb der Landesgrenzen gibt. Eine vorübergehende Sperrung der Bitcoin-Homepages konnte gerichtlich aufgehoben werden. In Thailand ist ebenso ein Verbot ausgesprochen, wenngleich die Durchsetzung wohl nicht sehr eng gesehen wird. Schlussendlich begründete Vietnam einen Ausschluss des Bitcoins durch das erhöhte Risiko für Investoren. Allerdings ist hier, ebenso wie in China, der private Handel legal.

Dass der Bitcoin immer mehr Beachtung findet, wird im Kleinen deutlich. Allein in den letzten Tagen haben sich zwei kleinere Standorte zur digitalen Zahlmethode bekannt. In Antigua und Barbuda soll innerhalb der kommenden Monate ein Gesetz zur Regulierung des Bitcoins geschaffen werden. In Botswana ist eine Klinik auf die Kryptowährung umgestiegen. Gerade weil der Zugang zu Banken und Finanzdienstleistern fehlt, ist der Vorteil vor Ort offensichtlich. Vielleicht tut sich in näherer Zukunft auch etwas in Sachen EU und Bitcoin-Regulierung.

Bitcoin auf Rekordwert: Digitalwährung 1.480 Dollar wert 300 250 2017-05-02 16:45:58 Online-Casino.de

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