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Bitcoin-Suche: 220 Millionen Euro auf Mülldeponie entsorgt

Martin Hill, 20. Januar 2021, Technik

Bitcoin: Wert hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht (Bildquelle)

Der Bitcoin hat in seiner relativ kurzen Vergangenheit schon zahlreiche Geschichten geschrieben. Da es mit der Kryptowährung eigentlich immer nur bergauf ging, sind es meist positive Nachrichten. Viele Investoren konnten ihr Vermögen vermehren. Doch gibt es ebenso Storys, die kannst du dir eigentlich gar nicht ausdenken. Aktuell liegen auf einer Mülldeponie Bitcoins im Wert von ungefähr 220 Millionen Euro. Wie es dazu gekommen ist? Ein Mann aus Wales entsorgte 2013 seine Festplatte samt den darauf gespeicherten Daten zu den Coins. Damals war der Wert bescheiden. Heute sind es viele Millionen.

Fakt ist, dass die Festplatte damals auf einer Mülldeponie entsorgt wurde. Freilich war die verbaute Festplatte damals vermutlich mehr wert als die darauf gespeicherten Bitcoins. Heute hat die Platte hingegen ihren Wert eingebüßt. Die Bitcoins sind jedoch schon seit Jahren durch die Decke gegangen. Aktuell ist ein Bitcoin sage und schreibe 28.829,52 Euro wert. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hätten Bitcoins für 0,08 Cent gekauft werden können. Der Waliser versucht jetzt mit Mühe und Not an seinen ehemaligen Besitz zu kommen. Doch die Verwaltung zeigt sich keineswegs einsichtig.

Festplatte mit Bitcoins: Darum darf der Waliser nicht danach suchen

7.500 Bitcoins liegen auf besagter Festplatte. Durch Multiplikation mit dem aktuellen Kurs wäre das Gerät vermutlich über 220 Millionen Euro wert. Doch gibt es ein paar Faktoren, die diesbezüglich nicht geklärt sind. Denn ob die Festplatte nach der Entsorgung noch funktionsfähig ist, ist nicht bekannt. Doch warum startet die Suche überhaupt erst im Jahr 2021? Tatsächlich war der Waliser James Howells der Überzeugung, er hätte eine Sicherheitskopie seiner Datei angefertigt. Doch das besagte Backup ließ sich nicht auffinden. Und plötzlich ist die Suche nach der Festplatte ungemein wichtig. Finanziell würde es sich lohnen – sofern das Gerät noch funktioniert. Howell würde es gerne darauf ankommen lassen. Doch die Stadtverwaltung in Newport hat sich dagegen ausgesprochen. Dabei setzte der vermeintliche Bitcoin-Millionär einen interessanten Finderlohn aus. Wenn die Festplatte gefunden wird und er auf die Daten zugreifen kann, wollte er 66 Millionen Euro an die Bevölkerung seines Heimatortes ausschütten. Dies entspräche 200 Euro für jeden der 300.000 Bürger.

Howells Ziel war es die gesamte Mülldeponie via Rastersystem umzugraben, um die Festplatte mit seinen Daten zu finden. Für die Grabung selber hatte er bereits Investoren gewonnen, die mit der Hälfte des Bitcoin-Wertes beteiligt wären. Faktisch müsste der Finder dann sogar noch Geld lockermachen, um sein Passwort wiederherzustellen. Entsprechende Firmen verlangen dann nochmal ungefähr 20 Prozent des Wertes. Kurz und knapp würde Howell einen Großteil seiner Bitcoins durch die Aktion verlieren. Millionär wäre er, so sein Vorhaben denn erfolgreich wäre, natürlich noch immer. Doch die Verwaltung will davon ohnehin nix wissen. Zu groß sei die Belastung für die Umwelt. Auch die Lagerung und die Behandlung des Abfalls würde Kosten aufwerfen. Und es ist dennoch nicht sicher, dass die Festplatte gefunden und samt Bitcoins funktionstüchtig geborgen werden kann. Kurz gesagt ist das Risiko zu groß. Genauer ist die Geschichte bei Business Insider geschildert.

20 Prozent aller Bitcoins weltweit verloren: Es ist eine grobe Schätzung. Aber grundsätzlich gilt ein Fünftel aller Bitcoins als unwiderruflich verloren. Der Wert aller „verschwendeten“ Coins beziffert sich folglich auf 116 Milliarden Euro. Häufig sind verlegte oder vergessene Passwörter der Grund.

Passwort Recovery: Der Weg zurück zum Bitcoin-Glück

Bitcoin überflügelte 2017 den Gold-Kurs (Bildquelle)

Tatsächlich fehlt auch James Howell sein Kennwort. Dennoch bleibt der Waliser optimistisch. Inzwischen sind es jedoch diverse Fakten, die irgendwo einem Glücksspiel gleichen. Erst muss die Festplatte gefunden werden, die früher einmal ihm gehört hat. Dann müssten die Daten noch vorhanden und abzurufen sein. Und zuletzt gilt es noch eine Firma dranzusetzen, die das Passwort knackt. Nur wenn alle drei Bestandteile erfüllt sind, wäre Howell Bitcoin-Millionär. Folglich könnte er seine Versprechen an die Stadt und seine Bürger, sowie an seine Investoren und die Passwort-Knacker auch nur dann einlösen. Das Unternehmen Wallet Recovery Services ist auf das Knacken von Kennwörtern spezialisiert und erhält täglich 70 Anfragen von potentiellen Kunden. Hier wird das Faktum, dass der Bitcoin eine dezentrale Währung ohne regulierende Behörde ist, zu einem Nachteil. Denn ohne Passwort und Datei ist das Guthaben unwiederbringlich verloren.

Weil der Bitcoin schwer bis gar nicht nachzuverfolgen ist, satteln immer mehr Betrüger auf diese Währung um. So ereignete sich ein Fall, wo ein 81-jähriger Rentner über 40.000 Euro wegen eines Betrugs verlor. Ein Broker der Coinibank verleitete ihm zum Kauf von Bitcoins. Angeblich stiegen diese stark im Wert. Für eine Auszahlung sollte der Kunde 27.000 Euro an Gebühren bezahlen. Später meldete sich noch ein angeblich israelischer Anwalt. Hier erstattete der Betrogene schließlich anzeige. Doch bis dahin investierte er bereits 40.500 Euro in angebliche Bitcoins und etwaige Gebühren für die Auszahlung. Das Geld ist verloren. Näheres berichtet der Nordkurier.

Bitcoin längst nicht mehr alleine: Kryptowährungen gibt es inzwischen recht viele. Ebenfalls sehr bekannt ist Ethereum. Diese virtuelle Währung hat kürzlich sein Allzeithoch geknackt. Vor drei Jahren stand der Kurs mal bei 1.400 US-Dollar. Kürzlich überschritt die Kryptowährung die Marke von 14.300 US-Dollar.

Bitcoin-Suche: 220 Millionen Euro auf Mülldeponie entsorgt 1200 1000 2021-01-20 15:32:20 Online-Casino.de

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