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Carl Icahn konnte das Taj Mahal von Trump nicht retten

Ralf Schneider, 12. Oktober 2016, Wirtschaft

Atlantic City im Sturzflug

Carl Icahn ist als Investor in den USA eine Legende. Er übernahm die letzten Anteile von Donald Trumps Glücksspielimperium, das Taj Mahal. Nach mehreren Monaten erklärte er die Sanierung jedoch für gescheitert und zog einen Schlussstrich.  Wir berichteten bereits im August, dass Trumps Taj Mahal vor der Schließung steht.

Carl Icahn hat inzwischen eingestanden, dass er bei dem Versuch der Sanierung 350 Millionen US-Dollar investiert hat. Es darf jedoch bezweifelt werden, ob dieses Investment dem Mogul ein großes Loch in die Tasche reißt.

Investment fehlgeschlagen: Icahn gesteht Pleite ein

Ein Kommentar zur Schließung des Taj Mahal ging am Montag von Icahn aus: „Heute ist ein trauriger Tag für Atlantic City“. Immerhin handelte es sich um eines der größten Glücksspieltempel der Geschichte. Auf 11.000 Quadratmetern konnten dort an Automaten, am Roulette und beim Blackjack gespielt werden. Ein Hotel war angeschlossen.

Vom pompösen Casino, welches bei der Eröffnung angepriesen wurde, ist freilich nicht viel geblieben. Der Schwarze Peter wird hier aber gerne weitergeschoben. Die Gewerkschaft soll den Weg in die Profitabilität geblockt haben. Tropicana Entertainment kommentiert dies folgendermaßen: „Es können eben nicht weiterhin zweistellige Millionenbeträge verbrannt werden“.

Die Mitarbeiter des Taj Mahal sehen die Lage ein wenig anders. Sie denken, dass Icahn nur die 3.000 Angestellten loswerden wollte, die jetzt ihren Job verloren haben. Mit ihnen ist auch die Gewerkschaft passe. Der Vorwurf: In kurzer Zeit wird Icahn das Casino-Geschäft mit Billigarbeitern fortführen. Ob sich dieses Gerücht bewahrheitet, bleibt abzuwarten.

Donald Trump: Von Casino-Pleite distanzieren

Der eigentliche Schöpfer des Trump Taj Mahal hat sich still und heimlich von seinem Bau verabschiedet. Zunächst standen vier Insolvenzen in seinem Casino-Imperium an. Im März dieses Jahres hat sich Donald Trump schließlich gänzlich zurückgezogen und Icahn das Feld überlassen. Tatsächlich hatte der Präsidentschaftskandidat seit 2009 nicht mehr viel mit dem Casino zu schaffen.

Vielleicht hat der Kandidat der Republikaner hier schon voraus gedacht. Weder die Verbindung zu Glücksspiel, noch zu den Insolvenzen in seiner Karriere stellen für die Bewerbung als Präsident der USA eine gute Werbung dar. Was war naheliegender als sich von dem ohnehin unprofitablen Geschäft zu verabschieden?

Gibt es einen Deal zwischen Donald Trump und Carl Icahn?

Bereits im letzten Sommer gab es ein öffentliches Angebot von Trump an Icahn. Dieser lehnte zunächst ab, machte aber einige Wochen danach wieder einen Rückzieher. So berichtete es auch Wallstreet-online. Jetzt kann sich Icahn angeblich doch vorstellen, als Finanzminister unter Trump tätig zu sein. Der Rückzieher vom Rückzieher ließ allerdings ebenfalls nicht lange auf sich warten.

Bildquelle: Fotolia/f11photo (Bild-ID: #94463545)

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