CASAG: Übernahme durch Tschechen angemeldet

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CASAG: Übernahme durch Tschechen angemeldet

Martin Hill, 25. Januar 2016, Wirtschaft

Es ist ein hin und her in Österreich. Ein Kräftemessen zwischen der Novomatic AG und einem Konsortium aus Tschechen findet statt, um sich die Mehrheit bei der Casino Austria AG zu sichern. Jetzt haben Karel Komarek und Jiri Smejc den nächsten Schritt unternommen und eine Übernahme bei der Bundeswettbewerbsbehörde in Österreich angemeldet.

Ziel sei es eine Mehrheit zu erringen. Es ist zu betonen, dass es sich nur um einen Versuch der Übernahme handelt. Diese ist noch nicht bestätigt. Sie ist aber auch noch nicht abgeschmettert. Die Austrian Gaming Holding (AGH) im Besitz der Tschechen möchte ihre Anteile um knapp 60 Prozent aufstocken.

So sind die CASAG Anteile derzeit verteilt

Derzeit befinden sich 29,63 Prozent der Aktien, über die Medial Beteiligungsgesellschaft, in den Händen der AGH. Dieser Bestand soll erweitert werden, so dass 59,26 Prozent der Medial gehalten werden. In diesem Fall hätten die Tschechen die Mehrheit an der Medial.

Die Medial kontrolliert 38,29 Prozent an der CASAG. Hier möchte die AGH Aktien vom CAME und anderen Unternehmen erwerben. Mit geschicktem Handel und falls die Wettbewerbsbehörde dies genehmigt, könnten die Anteile auf 50,82 Prozent ansteigen, was den Tschechen auch hier die Mehrheit einbringen würde.

Eine Übernahme ist noch nicht zustande gekommen

Bislang wurde nur ein Antrag auf Übernahme bei der Wettbewerbsbehörde eingereicht. Eine Kontrolle von Seiten der AGH liegt nicht vor. Ein bestehendes Vorkaufsreicht wird momentan, so berichtet es das Magazin Format, von der Medial GmbH blockiert. Hier besteht ein Veto-Recht, von welchem regelmäßig Gebrauch gemacht wird.

Der Finanzminister Österreichs hat sich für eine nationale Lösung stark gemacht. In diesem Fall könnte Novomatic von diesen Worten profitieren. Die Tschechen bemängeln aber, dass den Österreichern Vorteile verschafft werden. Aus diesem Grund hat das Konsortium bereits geklagt.

Es wird gemunkelt, dass die Tschechen einen höheren Betrag geboten haben. Die Novomatic AG hat demzufolge ein niedrigeres Angebot hinterlegt. An einer Mehreinnahme scheint aktuell niemand interessiert. Eine interne Lösung innerhalb von Österreich wird wohl vorgezogen.

Dabei wurde von Smejc und Komarek praktisch eine Garantie für den Standort ausgebracht. Es war die Rede von einem zentraleuropäischen Zentrum für Technologie und Kompetenz. Das Networking von Novomatic ist vor Ort jedoch überlegen. Das Unternehmen aus Gumpoldskirchen engagiert sich auch in Politik und Wirtschaft.

Wie wird die Bundeswettbewerbsbehörde entscheiden?

Die Bundeswettbewerbsbehörde stellt im Casino Streit auch den Spielerschutz und den Erhalt von Arbeitsplätzen für wichtig. Diese Aussage scheint ein wenig in Richtung Novomatic zu tendieren. Aber auch hier ist noch keine Entscheidung gefallen.

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