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Casino Austria: Hat Novomatic die Mehrheit?

Martin Hill, 6. Oktober 2015, Wirtschaft

Schritt für Schritt nähert sich Novomatic der Übernahme von Casino Austria an. Allerdings hat sich ein Gegenpol gebildet. Die Milliardäre Karl Komarek und Jiri Smejc aus Tschechien haben sich in eine Zwischenholding eingekauft. Von diesem Standpunkt aus, können weitere Anteile der Casag erworben werden.

Eine Entscheidung wurde am gestrigen Montag gefällt. Novomatic hat sich durchgesetzt und stellt nun den größten Anteilseigner dar.

Warum zieht sich die Übernahme der Casag so lange hin?

Die Situation war und ist schwierig: Eine gewöhnliche Transaktion wird in diesem Fall erschwert, da von mehreren Seiten Vorkaufsrechte zu berücksichtigen sind. Zudem bedürfen bestimmte Entscheidungen der Zustimmung. Eine gesetzlich gesicherte Umsetzung erschwert die Übernahme in diesem Fall.

Aber auch so waren die Anteile vor der Hauptversammlung interessant verteilt. Die Medial GmbH, welche im Besitz der Raiffeisen und des Bankhauses Schelhammer & Schattera sind gehören 38 Prozent. Ein Drittel geht an die Republik und weiterhin ist die MTB-Stiftung von Maria Theresia Bablik beteiligt.

Der Einstieg der Tschechen, welche sich via Anteile in die Vienna Insurance Group der Medial GmbH eingekauft haben, erschwert die Sachlage. Sie spekulieren jetzt auf ein Vorkaufsrecht der Raiffeisen-Anteile, sollte Novomatic sein Angebot legen. Hier liegen jedoch differenzierte Aussagen vor. Andere Aktionäre bestreiten, dass die Milliardäre dazu eine rechtliche Befugnis haben.

Aus Medienkreisen ist zudem von einer spekulativen 90 Prozent Zustimmungsquote zu hören, sollte ein Syndikatsvertrag zustande kommen. Damit könnten die Großaktionäre eine Übernahme jederzeit unterbinden. Bei der Medial scheint keine Einigkeit zu herrschen. Vielleicht fallen diese aus der Abstimmung raus.

Dürfen die Anteile der Bablik-Stiftung an Novomatic veräußert werden oder profitiert das Bankhaus? Von Seiten der Salzburger Nachrichten wird gar eine Zusammenarbeit zwischen Novomatic und Schelhammer und Schattera ins Spiel gebracht. Hier würden die Tschechen aber weiterhin den Gegenpol bilden.

Finanzminister Schellings Einfluss

Jörg Schelling hat als Österreichischer Finanzminister für eine Lösung plädiert, welche im Land bleibt. Der Einstieg der Tschechen war ihm ein Dorn im Auge. Die Meinung zur Person Schelling geht ebenfalls auseinander. Er hat der ganzen Bewegung einen Schwung versetzt, der aus Sicht vieler bislang nur ins Chaos führt.

Die gestrige Hauptversammlung ist nun beendet. Novomatic steht jetzt mit 16,8 Prozent an den Casinos dar. Der Medial GmbH gehören 38,2 Prozent und die Staatsholding hält weiterhin ihre 33,24 Prozent.

Dennoch führt Novomatic die Liste an. Denn die Leipnik-Lundenburger und die Uniqa haben ihre Anteile an der Medial abgetreten. Damit steigert sich Novomatics Anteil um 22,8 auf 39,5 Prozent. Die Tschechen halten hingegen 11,3 Prozent und pochen jetzt auf die MTB-Anteile, die Novomatic ebenfalls in Aussicht hat.

Casino Austria: Hat Novomatic die Mehrheit? 300 200 2016-09-23 17:22:25 Online-Casino.de

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