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Casinos Austria: Schmälert ein Rauchverbot den Umsatz?

Dieter Maroshi, 8. November 2019, Recht & Gesetze

Logo der Casinos Austria aus Österreich

Rauchen ist nach wie vor für viele Menschen ein Lebensgefühl. Ein Rauchverbot mag in einigen Branchen daher kritisch aufgefasst werden. Die Casinos Austria fürchten dadurch einen Einbruch des Umsatzes um zehn bis 30 Prozent. Diese Zahlen spiegeln Erfahrungswerte anderer Länder wieder. Dabei lief es in den vergangenen Wochen für das österreichische Glücksspielunternehmen recht gut. Im Aufsichtsrat ist Ruhe eingekehrt. Und die Geschäftsfelder entwickeln sich größtenteils sehr positiv. Doch ein Verbot in den Spielcasinos zu rauchen, könnte für Unruhe sorgen.

Was sich in deutschen Häusern etabliert hat – nämlich mit seiner Zigarette nach draußen zu gehen – wird in einigen Etablissements eher kritisch beäugt. Im Restaurant haben sich die Raucher mit eigenen Raucherbereichen abgefunden. Doch in einer Bar wird gerne argumentiert, wüssten die Besucher, worauf sie sich einlassen. Wie steht es im Casino? Geht die Tendenz eher in Richtung Akzeptanz oder folgt daraus wirklich ein Rückgang der Kundschaft?

Drohendes Rauchverbot könnte Umsatz um 30 Prozent schmälern

Das operative Geschäft floriert. Dies gilt sogar für die Lotterien, das einstige Sorgenkind. Dennoch ist Bettina Glatz-Kremsner in ihrer Rolle als Chef nicht ganz zufrieden. Natürlich macht sie sich nicht wegen der guten Geschäftszahlen sorgen. Vielmehr befürchtet die starke Frau an der Spitze der Casinos Austria ein Abrutschen dieser Zahlen. Denn nach ihrer eigenen Aussage droht dadurch ein empfindlicher Umsatzrückgang. Sie spricht von Werten zwischen zehn und 30 Prozent und beruft sich dabei auf Erfahrungen aus anderen Ländern. Kurz gesagt könnte das geplante Rauchverbot tatsächlich zu einem Rückgang des Umsatzes um knapp ein Drittel führen. Doch dies ist das Horror-Szenario, welches es natürlich zu vermeiden gilt. Tatsächlich stellt sich die Frage, wie empfindlich ein Verbot im Casino zu rauchen in Österreich aufgenommen wird.

Eine Studie aus dem Jahr 2017, von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben, spricht von einem Raucheranteil innerhalb der Europäischen Union von 26 Prozent. Diese Statistik umfasst alle Raucher ab 15 Jahren. Dabei beriefen sich 53 Prozent der Befragten darauf, noch nie geraucht zu haben. 20 Prozent haben sich das Paffen abgewöhnt. Während die Deutschen in diesen Daten mit 25 Prozent Rauchern knapp unterhalb des Durchschnitts liegen, sehen wir Österreich mit 28 Prozent weiter vorne platziert. Hinzu kommt, dass mehr Männer als Frauen rauchen. Und die Kunden von den Casinos Austria sind ebenfalls in der Mehrzahl männlich. Daher ist die Schlussfolgerung eines Umsatzrückgangs aus Sicht des Glücksspielunternehmens nachzuvollziehen.

Rauchen in Las Vegas: Grundsätzlich hat Amerika sehr strenge Vorschriften bezüglich des Rauchverbotes. Doch in den Casinos in der Ewigen Stadt darf, einige öffentliche Bereiche einmal ausgenommen, fast überall geraucht werden.

Casinos Austria versucht seine Kunden zu halten

Rauchverbot bei den Casinos Austria / Shutterstock.com

Zunächst einmal ist das Rauchverbot durch die Initiative „Don´t Smoke“ zustande gekommen, für die sich neben der Ärztekammer und Krebshilfe auch viele Bürger Österreichs stark gemacht haben. Seit November 2019 ist das Rauchen an öffentlichen Orten verboten, sofern dort Speisen oder Getränke verarbeitet oder konsumiert werden. Zumindest sein Trinken dürfen die Besucher der Casinos praktisch überall mitführen. Tatsächlich umfasst das Verbot nicht nur die Zigaretten und Zigarren, sondern ist ebenfalls auf E-Zigaretten und Shishas ausgeweitet worden. Für die Casinos Austria beginnt damit jetzt der Kampf um die Stammkunden.

Dementsprechend ist bereits die Ankündigung herausgegangen, dass die Spieler „mit speziellen Angeboten“ gehalten werden sollen. Wohin genau die Reise diesbezüglich geht und ob der Kampf gegen den erwarteten Umsatzrückgang gelingt, bleibt abzuwarten. Wer bislang gerne die Casinos Austria besucht und dabei freudig seine Zigarette geraucht hat, der muss zumindest auf den zweiten Part aktuell verzichten. Da Rauchen eine Sucht ist und viele Personen nicht längere Zeit ohne Glimmstängel auskommen, könnten die Anzahl der Besuche und die Dauer der Aufenthalte im Spielcasino zurückgehen. Reichen zusätzliche Anreize, bei der großen Konkurrenz aus dem Internet – sieht auch unseren Casino Test – aus, um die Kundschaft an einer Abwanderung zu hindern?

Peter Sidlo wieder eingesetzt: Die Rede ist von einem Vorstandsmitglied der Casinos Austria. Hier gab es Vorwürfe bezüglich der Vergabe von Posten. Interne Ermittlungen haben die Verdachtsmomente anscheinend nicht bestätigt.

Positive Entwicklung der Casinos Austria: Setzt sich der Trend fort?

Ein Rückblick auf die erste Jahreshälfte 2019 zeigt, dass sich die Casinos Austria prächtig entwickeln. So konnte die Firma seinen Umsatz in diesem Zeitraum um über 6,7 Prozentpunkte anheben. Diese Steigerung führte zu einem Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Positiv herauszustellen sind die Auslandsaktivitäten des Unternehmens. Denn ein Anstieg um 150 Prozent ist kein Pappenstiel. Auch Chefin Glatz-Kremser spricht von schweren Zeiten in der Vergangenheit, blickt aber lieber in die Zukunft und sagt: „Jetzt sind sie wieder eine Perle“. Das Lotto-Geschäft ist stabil und win2day kann hierbei ebenfalls glänzen.

Offen ist derzeit völlig, ob das Rauchverbot bei den Casinos Austrias im befürchteten Umfang zum Rückgang des Umsatzes beiträgt. Da das Verbot erst ab November 2019 in Kraft ist, müssen die Verantwortlichen für zuverlässige Zahlen die nächsten Quartalsberichte abwarten. Somit erfahren wir erst im Jahr 2020, ob oder in welchem Maße ein etwaiger Kunden- und Umsatzrückgang eintritt.

Casinos Austria: Schmälert ein Rauchverbot den Umsatz? 1200 1000 2019-11-08 09:25:34 Online-Casino.de

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