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Cosmopolitan Übernahme: Schluckt MGM die nächste Konkurrenz?

Dieter Maroshi, 26. April 2019, Wirtschaft

Der Strip von Las Vegas/Nevada (Bildquelle)

Das Cosmopolitan sucht einen Abnehmer. Es ist nicht so, dass ein anderes Unternehmen aktiv die Übernahme eingeleitet hat. Vielmehr handelt es sich um einen geplanten Verkauf. Demzufolge ist bislang nur zu hundert Prozent sicher, dass ein Käufer gesucht wird. Dabei sind die MGM Resorts International eigentlich die logische Wahl. Denn schließlich könnte so der Einfluss in der Spielerstadt Las Vegas erheblich vergrößert werden. Außerdem fiel MGM in der jüngeren Vergangenheit schon mit dem einen oder anderen Aufkauf auf.

Wir haben mit dem Cosmopolitan Hotel und Casino also ein Objekt, welches zum Verkauf steht. Mit den MGM Resorts steht ein potentieller Käufer bereit. Allerdings sind weitere Parteien, sogar aus Deutschland, am Geschäft beteiligt. Einerseits hat das Private-Equity-Unternehmen Blackstone den Verkauf beauftragt. Andererseits wurde eben dieser Auftrag unter anderem an die Deutsche Bank weitergereicht. Dies geht aus Informationen der Finanzszene hervor, wie das Handelsblatt berichtet.

Deutsche Bank verkauft mit Cosmopolitan seinen ehemaligen Besitz

Das Cosmopolitan und die Deutsche Bank haben eine Vorgeschichte. Denn ein Immobilienentwickler konnte seine Kredite nicht abbezahlen. So sicherte sich das Geldinstitut das Hotel und Casino. Allerdings war es kein gutes Geschäft. Denn nachdem das Hotel erneuert und viel Geld in die Clubs und Restaurants gesteckt wurden, konnte eine Veräußerung an Blackstone nur 1,7 Milliarden US-Dollar einbringen. Zum heutigen Stand wäre das Resort sicherlich das Doppelte wert, wie auch Experten schätzen. Ein Zimmer kostet dort pro Nacht im Durchschnitt 330 US-Dollar. Nicht wenige Finanzprofis sprechen sogar davon, dass ein Verkauf in der Größenordnung von vier Milliarden Dollar möglich ist. Bisher wird angenommen, dass sich Abnehmer für eine Übernahme finden. Immerhin geschieht es erstmalig nach über zehn Jahren wieder, dass ein Spielcasino am Strip von Las Vegas veräußert wird.

Und noch ein Argument wiegt schwer: Der Name! Schließlich handelt es sich um das Cosmopolitan. Dieses Hotel und Casino Komplex ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Allerdings wird der Name auch mit einer berühmten Zeitschrift und einem prominenten Cocktail verbunden. Doch jetzt hat die Suche nach einem Abnehmer begonnen. Das Cosmopolitan soll verkauft werden. Blackstone sucht einen Käufer und wendet sich dabei an die Deutsche Bank. Diese mag, nach der eher verlustreichen Veräußerung vor Jahren, ein eigenes Interesse daran haben, an einem Deal zu verdienen. Allerdings wird es kein Alleingang der Deutschen. Denn mit im Boot sitzt noch die Investmentbank PJT Partners. Tatsächlich ist eine Übernahme des Cosmopolitan vielleicht nicht die einzige Option. Zumindest sollen die Banken gegebenenfalls weitere strategische Maßnahmen ausloten.

Bauwerk mit Vergangenheit: Das Cosmopolitan ist aus Las Vegas nicht wegzudenken. Neben dem Hotel (2.995 Zimmer) und Casino (9.300 m²), finden sich dort diverse Bars, ein Spa- und Fitnesscenter, Swimmingpools, Konferenzräume, ein Theater (1.800 Sitzplätze), sowie Handelsflächen. Baubeginn war 2005. Die Eröffnung fand 2010 statt.

Wer kauft das Cosmopolitan? Ist MGM bereits dran?

Glücksspiel in Las Vegas (Bildquelle)

Käufer gesucht. In der Glücksspielbranche sind einige Interessenten naheliegend. Dazu zählen beispielsweise die Wynn Resorts. Doch von dieser Seite wurde ein Kaufinteresse bereits abgestritten. Doch der naheliegende Abnehmer sind die MGM Resorts. Zu einer Stellungnahme hat sich das Unternehmen bislang nicht hinreißen lassen. Allerdings spricht die Lage des Cosmopolitan für eine Übernahme. Denn das Hotel und Casino liegt genau in der Mitte zwischen zwei MGM Marken – dem CityCenter und dem Bellagio. Eine Liste mit Interessenten soll es laut dem Immobilienexperten John Knott nicht geben. Wer an einer Übernehme Interesse zeigt, der muss zunächst die finanziellen Mittel vorweisen.

Knott bringt mit Penn National und Boyd weitere potentielle Käufer ins Spiel. Herauszustellen ist jedoch, dass es sich bislang nur um Gerüchte handelt. Noch hat keine Firma offiziell seinen Kaufwillen bekundet. Dennoch ist es naheliegend, dass sich ein Abnehmer finden wird. Denn die Markstellung am Strip von Las Vegas auszubauen oder gegebenenfalls dort fußzufassen, ist mitunter ein lohnendes Ziel. So könnte auch die Genting Gruppe aus Malaysia oder andere Unternehmen aus dem Sektor Spiel- und Unterhaltung einen Einstieg wagen. Experten sehen sogar einen Verkauf des Mirage oder Mandalay Bay von MGM als Option an, um den Aufkauf des Cosmopolitan aufbringen zu können.

Was spricht gegen eine Übernahme von MGM? Der Hotel- und Casino-Komplex hat erst kürzlich das Rocksino geschluckt und im Zuge dessen seinen Aktionären zugesichert, dass neue Investitionen zunächst einmal hinten anstehen sollen.

Für wen ist das Cosmopolitan ein lohnendes Geschäft?

Die Deutsche Bank verkaufte damals für 1,7 Milliarden Dollar. Dabei wurden damals knapp vier Milliarden in den Umbau und die Renovierung gesteckt. Ein Verlustgeschäft. Heute könnte das Casino für eben diese vier Milliarden über den „Ladentisch“ gehen. Blackstone ist derzeit der Besitzer und hätte damit einen guten Deal gemacht. Wobei ebenso zu erwähnen ist, dass das Komplex seit 2010 Verluste eingefahren hat. Doch könnte sich auch die Übernahme lohnen. Denn das Cosmopolitan ist eines der teuersten Resorts am Strip und wird dennoch besucht. Außerdem ist es möglich Kosten zu sparen, wenn das Casino und Hotel in eine bestehende Kette eingegliedert wird.

Cosmopolitan Übernahme: Schluckt MGM die nächste Konkurrenz? 1200 1000 2019-04-26 09:42:05 Online-Casino.de

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