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E-Sport: Mischt der FC Bayern München die VBL auf?

Sabina Kugler, 4. Februar 2019, Sport & Spiel

E-Sport vs. Vereinssport (Bildquelle)

Die Macher des FC Bayern München haben lange Zeit eine negative Haltung gegenüber dem E-Sport eingenommen. Rummenigge sprach hierbei insbesondere die Ballerspiele an. Präsident Uli Hoeneß wollte den Sport weiterhin mit Bewegung verknüpfen. Hier hat die E-Sport-Szene natürlich gute Argumente auf ihrer Seite. Schließlich ist auch Schach als Sportart anerkannt. Und hier beschränkt sich die Bewegung entweder auf die grauen Zellen im Gehirn oder auf das Setzen der Spielfiguren. Körperlich ist der E-Sportler sicherlich mehr in Aktion. Doch deswegen hat beim FC Bayern kein Umdenken stattgefunden. Die Trendwende in der Debatte ist auf wirtschaftliche Gesichtspunkte zurückzuführen.

„Wir haben da jetzt eine offensivere Haltung eingenommen“, so Rummenigge. Als Vorstandsvorsitzender führt er weiterhin aus: „Wir haben eine Analyse vorgenommen, die wir demnächst auch innerhalb des Vorstands diskutieren und besprechen werden, ob wir uns diesem Thema nicht doch nähern, weil es aus wirtschaftlichen Zukunftsgedanken interessant werden könnte.“ Doch wenn die Bayern irgendwo im Sport mitmischen, dann doch sicherlich ganz vorne. Noch ist dies jedoch ein weiter Weg, wie auch der Kicker berichtet.

Prüft der FC Bayern München bereits den Einstieg in die VBL?

Die virtuelle Bundesliga (VBL) läuft längst auf Hochtouren. An der Playstation 4 und Xbox treten die Spieler gegeneinander an. Bis zu neun Punkte können pro Spiel gesichert werden. Nach sieben Spieltagen in der laufenden Saison, steht derzeit die E-Sport-Abteilung des SV Werder Bremen an der Spitze der Tabelle. Doch welche weiteren Vereine spielen aktuell im Konzert der Großen mit? Mit dem VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, Hannover 96, dem FC Augsburg, Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig, dem 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach, dem FC Schalke 04, Hertha BSC, dem VfL Wolfsburg und dem 1. FSV Mainz 05 finden sich doch einige Bundesligisten in der VBL. Die Liga, welche aktuell aus 22 Teams besteht, wird mit Zweitligisten aufgefüllt. Darunter befinden sich auch der 1. FC Köln und der Hamburger SV.

Doch die Meinungen zum Thema gehen auseinander, wie sehr schön am FC Bayern zu erkennen ist. Erst im letzten August polterte Uli Hoeneß gegen den E-Sport: „Ich bin dagegen, stehe aber relativ alleine da. Ich sehe ein großes Problem auf uns zukommen. Das darf auf keinen Fall olympisch werden.“ Er spricht dabei gleich ein heikles Thema an. Denn die E-Sportler streben nicht nur die Akzeptanz als Sportart an, sondern ebenso die Aufnahme als olympischer Wettbewerb. Gerade ein junges Publikum schaut schon jetzt im Internet viel E-Sport. Die VBL wird im Übrigen auf ProSieben Maxx bereits live im Fernsehen übertragen. Andere Wettbewerbe werden in der Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit folgen. Jetzt wittert der FC Bayern München natürlich ein Geschäft. Dahingegend wird der Einstieg in den E-Sport erneut geprüft – dieses Mal weder moralisch, noch hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte. Die Wirtschaft steht im Vordergrund.

E-Sport im Fußball: Mit Ausnahme der Bayern haben nur Borussia Dortmund, die TSG 1899 Hoffenheim, Fortuna Düsseldorf und der SC Freiburg keine E-Sports-Abteilung. Schalke hat sogar acht Millionen Euro für eine Franchise-Lizenz der europäischen Top-Liga für League of Legends erworben.

Wirtschaftsgedanken im Fußball: Lohnt sich E-Sport für den FC Bayern München?

E-Sport als Fanbindung für Vereine (Bildquelle)

Hochrechnungen sind schwierig anzustellen. Allerdings gibt es unterschiedliche Gesichtspunkte, die einen Einstieg in den E-Sport lohnend erscheinen lassen. Das Offensichtlichte sind sicherlich die ansteigenden Preisgelder. So waren bei der Dota II Weltmeisterschaft im Jahr 2012 bereits 1,6 Millionen Dollar vergeben worden. Die Weltmeister aus dem Jahr 2015 kassierten bereits 6,6 Millionen US-Dollar. Und wenn neben dem generellen Interesse am Fußball, auch die VBL an Bekanntheit und Beliebtheit gewinnt, sind hier ebenfalls hohe Summen denkbar. Schon jetzt buhlen die Clubs der Liga um die stärksten Spieler in Fifa 19.

Doch wirtschaftlich muss auch hinsichtlich des Themas Fan-Bindung gedacht werden. Die Jugend von heute wächst mit Computerspielen auf. Es wird immer weniger TV geschaut. Dafür genießen YouTube und Twitch einen guten Ruf. Dort lassen sich diverse E-Sport-Veranstaltungen live erleben. Wenn der FC Bayern München in den E-Sport einsteigt, so ist die Marke auch im diesem Segment vertreten. Eine größere Aufmerksamkeit ist gleichbedeutend mit höherem Interesse der Sponsoren. Apropos: Tipico ist der Premium-Partner des FC Bayern München. Es handelt sich um einen Buchmacher, bei welchem auch auf E-Sport zu setzen ist. Wenngleich dies noch nicht bei der VBL möglich ist, so wird dieser Schritt irgendwann folgen. So ergeben sich wiederum Synergien.

Gewinn des FCB: München vermeldete auf der Jahreshauptversammlung für die abgelaufene Spielzeit 17/18 einen Umsatzrekord in Höhe von 657,4 Millionen Euro. 29,5 Millionen Euro kamen als Gewinn zum Kontostand hinzu. Allerdings wird von den Bayern erwartet, dass sie zur nächsten Saison einen Umbruch vornehmen und dazu tiefer in die Tasche greifen müssen.

E-Sport: Gehört die Jugend nicht doch lieber auf den Trainingsplatz?

Die Gesellschaft befindet sich in einem stetigen Wandel. Die Jugend wächst heute mit neuen Medien auf. Computerspiele gehören praktisch zum Alltag. Tatsächlich kann der Vereinssport dabei helfen, die jungen Leute auch mal von ihren Bildschirmen wegzuholen. Im Verein trifft man sich mit Gleichgesinnten, kommt ins Gespräch und nimmt mehr am sozialen Leben teil. E-Sport ist eine Möglichkeit eine Brücke zwischen der bisweilen anzutreffenden Isolation bei Computerspielen und dem Sport zu schlagen.

E-Sport: Mischt der FC Bayern München die VBL auf? 1200 1000 2019-02-04 11:20:37 Online-Casino.de

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