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Erlaubt PayPal bald Bitcoin-Zahlungen im Online-Casino?

Dieter Maroshi, 20. Juli 2020, Technik

Erlaubt PayPal künftig Bitcoin-Zahlungen? / Shuttstock.com

PayPal ist als virtuelle Geldbörse unlängst bekannt. Ob fürs Online-Shopping oder im Glücksspiel, der Bezahlgigant gehört in Deutschland zu den beliebtesten Zahlungsmethoden. Allerdings macht derzeit ein Gerücht die Runde. PayPal soll das Bezahlen via Bitcoin erlauben. Angeblich laufen die Planungen diesbezüglich auf Hochtouren. Der Bitcoin selber ist durch seine ungemein schnellen Peer-to-Peer Transaktionen bekannt geworden. Er lässt Zahlungen auf der ganzen Welt zu und erhebt dabei meist nur geringe Gebühren. Doch lassen sich die Konzepte von Online-Casinos, PayPal und Bitcoin wirklich auf einen Nenner bringen?

Aktuell sind die Zahlungsmethoden nicht das größte Hindernis. Schwieriger gestaltet sich die Lage mit den deutschen Gesetzen. Denn Online-Casinos sind in der Bundesrepublik offiziell noch immer verboten. Daher hat PayPal als Bezahlmethode hier einen Rückzieher gemacht. Allerdings steht der Dienst noch immer für Sportwetten offen. Obendrein soll zum Sommer des Jahres 2021 eine Reform des Glücksspielgesetzes greifen, welche dann ebenfalls die Online-Casinos umfasst. Sind diese in Deutschland erst legal, würde PayPal sicherlich das Bezahlen dorthin wieder gestatten.

PayPal will den Bitcoin integrieren: Ein Win-Win-Geschäft?

Das Bitcoin-Magazin Coindesk hat die Gerüchte befeuert, dass PayPal die virtuelle Währung ins Portfolio aufnehmen könnte. Bislang ist die Faktenlage jedoch äußert unklar. Denn dort ist von einer anonymen Quelle die Rede. Doch die Art der Umsetzung ist erstaunlich konkret. So soll die Kryptowährung via Paxos Brokerage Einzug erhalten. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Online Broker, bei dem der Bitcoin gehandelt wird. Tatsächlich ist sogar die Rede davon, dass das Bezahlen mit anderen Kryptowährungen dann ebenfalls möglich sein könnte. Sogar der Termin der offiziellen Verkündung ist überraschend konkret genannt. Noch im Laufe der aktuellen Woche soll von PayPal eine entsprechende Ankündigung kommen. Paxos dient folglich als Schnittstelle, um die Verwendung von Kryptowährungen für Unternehmen zu ermöglichen. Ziel ist die sogenannte „Compliance“ – also die Regelbefolgung der Landesgesetze. Schlussendlich muss auch via Bitcoin-Zahlung Geldwäsche unterbunden werden.

Zudem ist in der Nachricht von einer Integration von Coinbase die Rede. Auch dort ist der Kauf und Verkauf von Bitcoins, aber auch von Ethereum und weiteren Kryptowährungen möglich. Auch zu Bitstamp kommen immer wieder Gerüchte im Zusammenhang mit PayPal auf. Ganz genau wissen wir es wohl erst, wenn der Zahlungsdienst die Integration verkündet. Dann könnten 277 Millionen Kunden auf der ganzen Welt via Kryptowährung bezahlen. Für den Bitcoin wäre es in jedem Fall ein großer Image-Gewinn. Denn viele User beäugen diese Art des Bezahlens nach wie vor mit Skepsis und verbuchen solche Transaktionen eher im Milieu der Unterwelt. Andererseits ist der Bitcoin dafür bekannt, ohne Vermittler Zahlungen durchführen zu können. Von diesem Konzept würde dann anscheinend abgewichen.

Profitiert der Bitcoin-Kurs von einer Partnerschaft? Aktuell steht der Bitcoin-Kurs auf 8.020,61 Euro. Im Dezember 2017 hatte er mal mehr als doppelt so viel. 2018 war er aber auch mal wieder unter 3.000 Euro je Coin gerutscht. Die Schwankungsbreite ist hier sehr groß.

Kommt das Bezahlen mit Bitcoin via PayPal ins Online-Casino?

Gerücht: Bitcoin auf PayPal! / Shutterstock.com

Nein. Selbst wenn PayPal den Bitcoin und weitere Kryptowährungen noch in dieser Woche auf seiner Plattform integrieren würde, wären die Online-Casinos aus dieser Geschichte raus. Dass kannst du selber ganz leicht überprüfen. Steuerst du Betway oder Bet-at-Home an, so ist der Bezahldienst dort zwar verfügbar, aber eben nicht für das Online-Casino. Hier machen die Gesetze dem Dienst einen Strich durch die Rechnung. Und PayPal ist bezüglich der Einhaltung selbiger bekannt. Daher haben sie sich vorsorglich von den Online-Spielbanken zurückgezogen. Allerdings ist klar, dass eine Rückkehr – sollten die Online-Casinos in Deutschland auch vor dem neuen Gesetz (Stichtag: 1. Juli 2021) legal sein – als wahrscheinlich gilt. Bis dahin müssen die PayPal-Kunden jedoch auf das Bezahlen hin zum virtuellen Spielbank verzichten.

Anders mag es jedoch bei den Online-Buchmachern aussehen. Diverse Wettanbieter haben PayPal im Angebot. Dort ist das Bezahlen, weil Sportwetten in Deutschland vor dem Gesetz auch bei privaten Anbietern legal sind, auf diesem Wege erlaubt. Was dann wiederum nicht geht, ist das Überspielen des Geldes von den Wett-Tipps hin zur Casinoseite. PayPal und der Bitcoin – das könnte passen! Denn der Gründer von PayPal, Peter Thiel, hat eine gute Meinung von dieser Art des Bezahlens. Und natürlich wären Transaktionen auf diese Art nicht nur beim Online-Glücksspiel möglich. Überall wo du mit PayPal, derzeit über eine Verbindung zum Bankkonto oder der Kreditkarte, bezahlen kannst, könntest du dann ebenso die Kryptowährung verwenden. Allein 2019 erwirtschaftete PayPal einen Umsatz in Höhe von 17,7 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2020 soll der Gewinn bei 84 Millionen US-Dollar gelegen haben. Wenn die Kryptos zu PayPal kommen, so ist der Weg zum Mutterkonzern Ebay vermutlich ebenfalls nicht weit. Näheres ist auch im BTC Echo nachzulesen.

PayPal stellt Forderungen an die EU: Bezüglich der Kryptowährungen ist ausgerechnet PayPal an die Europäische Union herangetreten. In der Erklärung schwingt der Wunsch nach einer Lizenzierung und Regulierung mit. Mit einer solchen sollen nämlich die Grauzonen und Schlupflöcher ausgeräumt werden. Der Schutz für die Verbraucher, für Kunden und letztlich auch für Investoren wurde als Argument angeführt.

Erlaubt PayPal bald Bitcoin-Zahlungen im Online-Casino? 1200 1000 2020-07-20 16:16:03 Online-Casino.de

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