EU hält Regulierung des Bitcoin für unnötig

Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

EU hält Regulierung des Bitcoin für unnötig

Martin Hill, 1. Februar 2016, Recht & Gesetze

Am vergangenen Montag traf sich der Wirtschaftsausschuss zum Thema virtuelle Währung. Experten haben über das Thema referiert. Im Besonderen ging es um die Vorteile, welche das Kryptogeld mit sich bringt. Aber auch die Herausforderungen beim Einsatz und die Risiken für den Staat und Kunden wurden erörtert.

Ziel dieser Veranstaltung ist das Erstellen eines Berichts. Das EU-Parlament möchte diesen ausarbeiten. In diesem Sinne kommt es im April vor einem Ausschuss zur Abstimmung. Vorab müssen sämtliche Fakten auf den Tisch.

Bitcoin: Wird das Bargeld zukünftig verschwinden?

Viele Menschen stehen virtuellen Bezahlwegen noch skeptisch gegenüber. Unternehmen und Nationen sind einer solchen Regelung durchaus zugeneigt. Bitcoins ermöglichen den Transfer von Geld von einem Konto zum Nächsten. Banken und andere, vermittelnde Unternehmen, werden hierbei nicht involviert.

Um für Sicherheit zu sorgen kommt eine Technologie zur Verschlüsselung zum Einsatz. Diese „Blockchain“ sorgt für eine gemeinsame Verwaltung, welche wiederum in einer Datenbank verzeichnet wird. Hier kommt auch die positive Einstellung der Staaten zur Sprache. Wo eine Prüfung durch Dritte nicht möglich ist, kann eine Transaktion dennoch schnell nachvollzogen werden.

Dies ist beim Bargeld kaum möglich. Bitcoins würden damit auch das Einhalten von Gesetzen erleichtern. Der EU-Abgeordnete Jakob Weizsäcker spricht zudem von zahlreichen Investoren, welche in diese Technologie investieren. Er schränkt jedoch ein, dass Regierungen und Gesetzgeber auf diese „revolutionäre Entwicklung“ vorbereitet sein müssen.

Es ist durchaus denkbar und auch erwünscht, dass Bitcoins das Bargeld ablösen. Die Kunden könnten von der erhöhten Sicherheit profitieren. Unternehmen und Staaten freuen sich über eine verbesserte Regulierung.

Herausforderungen und Risiken des Bitcoin

Cyber-Bedrohungen, wie Hacking oder Diebstahl, müssen bedacht werden. Die Preisstabilität ist ein weiterer Gesichtspunkt. Ein häufiger Kritikpunkt, die Geldwäsche, wird jedoch abgeschwächt. Denn dies sei mit Bargeld viel einfacher möglich. Auch die Verbrechensaufklärung wäre mit Bitcoins leichter.

Bei allen Risiken wird dem virtuellen Zahlungsmittel angerechnet, dass es von professionellen Firmen betrieben wird. Diese bemühen sich die an sie gestellten Vorschriften einzuhalten und Vorgaben umzusetzen.

Die Experten haben sich weiterhin bezüglich einer Regulierung von Bitcoins ausgetauscht. Eine Rechtfertigung liegt nicht vor. Für die Reichweite des Zahlungsmittels könnte ein Steuerungselement jedoch förderlich sein. Eine Empfehlung in Bezug auf die Regulierung bezieht sich konkret auf Maßnahmen zur Vermeidung der Geldwäsche und auf den Kampf gegen den Terrorismus.

Weizsäcker spricht in diesem Zusammenhang lieber von „Monitoring“, als von einer Regulierung. Tatsächlich ist jede Transaktion öffentlich einsehbar. Eine Prüfung durch das Bitcoin Netzwerk findet statt. Eine Manipulierung des Kontostandes wird auf diesem Weg ausgeschlossen. Bitcoins kommen bereits bei Casinos zum Einsatz.

EU hält Regulierung des Bitcoin für unnötig 900 187 2016-09-30 08:10:39 Online-Casino.de

Weitere Casino News

Glücksspiel in Japan: Das erste Casino im Jahr 2023?6. Dezember 2016, Recht & Gesetze, Martin Hill

Glücksspiel ist in Japan nicht grundsätzlich verboten. Es gibt spezielle Erlaubnisse für diverse Spiele. Am bekanntesten sind wohl die Pachinko Automaten. Obwohl die Japaner ein spielfreudiges Volk sind, gibt es strikte Einschränkungen was das Glücksspiel betrifft. Tatsächlich ist Spielsucht bereits unter den derzeitigen gesetzlichen Gegebenheiten ein Problem in Fernost. Dennoch wird regelmäßig eine...

Massenschließungen von Spielhallen in Berlin29. November 2016, Recht & Gesetze, Ralf Schneider

Dass es ein neues Spielhallengesetz gibt, das ist sicher keine neue Information. Die Monate bis zum Verstreichen der Übergangsfrist im Juli 2016 sind wie im Fluge vergangen und treffen auch heute noch so manchen Betreiber hart. Dennoch: Eine Rettung der Spielhallenbesitzer, Betreiber und Angestellten ist bis heute nicht in sicht. Es geht sogar noch weiter, denn zumindest im Abgeordnetenhaus in Berlin wurden...

Neuer Erlass für Bingo-Ausspielungen24. November 2016, Recht & Gesetze, Dieter Maroshi

Neuer Erlass Mit dem aktuellen Erlass des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten (hier nachzulesen) nimmt sich der Gesetzgeber des beliebten Bingo Spiels an. Ein Spiel, dass rund um die gesamte Erdkugel verbreitet ist. Kaum ein Altersheim oder eine Wohltätigkeitsveranstaltung, die Bingo nicht ins Programm zur Bereicherung aufnimmt. Nun beschäftigt sich das Innenministerium mit einem vor allem bei...

Kärnten: Schwerpunkt illegalen Glücksspiels?18. November 2016, Recht & Gesetze, Ralf Schneider

Österreichs Bundesland Kärnten - Ein Schwerpunkt illegalen Glücksspiels? Immer wieder gelingen den Kärntner Behörden offenbar Schläge gegen das illegale Glücksspiel. Doch es ist ein mühseliger Kampf, die Betreiber sind trickreich und passen sich schnell und geschickt an. Ein Katz und Maus Spiel zwischen Behörden und Betreiber. Wieder ein Wettlokal nach Razzia geschlossen Wie der ORF, Kärnten berichtet...

Casino-Überfall: Wenn der Postmann zweimal klingelt16. November 2016, Recht & Gesetze, Martin Hill

Ein kurioser Überfall hat sich im Spielcasino in Villach ereignet. Am 14. November kam ein vermeintlicher Postangestellter zur Spielhalle und bekam Einlass. Bewaffnet mit einer Pistole sollte Bargeld erbeutet werden. Der Täter ist noch nicht gefasst. Die Polizei reagierte schnell und suchte die Umgebung sogar mit einem Hubschrauber ab. Der Täter hatte sich bei seinem Überfall verrechnet. Wehrhafte Angestellte...

Nördlingen: Was geschieht mit den Spielhallen?15. November 2016, Recht & Gesetze, Martin Hill

Das Jahr 2017 wird für Spielhallen überall in Deutschland interessant. Strengere Vorschriften, insbesondere der Mindestabstand untereinander und zu Jugendeinrichtungen bedroht viele Unternehmer in ihrer Existenz. Nördlingen ist die größte Stadt des Landkreises Donau-Ries in Bayern. Gleichwohl hat das Städtchen nur knapp über 19.000 Einwohner. Große Städte, große Sorgen. Kleine Städte, kleine Sorgen?...

Hessisches Spielhallengesetz: Wird es Schließungen geben?11. November 2016, Recht & Gesetze, Martin Hill

Nicht nur in Berlin, auch andere Städte Deutschlands gehen aktiv gegen den „Wildwuchs“ an Spielhallen vor. Frankfurt am Main ist ein gutes Beispiel, wo diverse Unternehmer im Glücksspiel-Segment um ihre Existenz fürchten müssen. Knackpunkt ist hier der Mindestabstand zwischen zwei Spielhallen. Die Schonfrist neigt sich dem Ende zu: Ab der zweiten Jahreshälfte 2017 müssen neue Regeln in Hessen eingehalten...

Glücksspielstaatsvertrag 2018: Änderungen möglich11. November 2016, Recht & Gesetze, Dieter Maroshi

Bisher sollte das Glücksspiel privater Sportwettenanbieter stark reguliert werden. Ab 2018 soll sich das ändern. Die Europarechtliche Grundsatzkritik an der in Deutschland gängigen Rechtslage zu diesem Thema ist bisher just einfach ignoriert worden. Nun fordern immer mehr Beteitige eine Regulierung des gesamten Glücksspielmarkts, unter anderem sollen Sportwettenanbieter unbeschränkt zugelassen werden und auch...