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Glücksspielverbrechen: China sperrt 18 Mitarbeiter ein

Martin Hill, 20. Oktober 2016, Recht & Gesetze

Kommunistisches China

In China wurden 18 Mitarbeiter der Crown Resorts eingesperrt. Die Anklage lautet auf „Glücksspielverbrechen“. Im kommunistisch regierten Land ist das Casino-Spiel ein Dorn im Auge der Offiziellen. Ein derart striktes Durchgreifen ist jedoch, auch in Anbetracht der Nationalität einiger Verhafteter, durchaus ungewöhnlich.

Die Crown Resorts ist eine Casino- und Hotelkette aus Australien. Da in China das Glücksspiel untersagt ist, wurden Kunden aus Fernost über Reiseangebote nach Down Under gelockt. Um dieser Aktion einen Riegel vorzuschieben, wurden die Mitarbeiter eingesperrt. Neben diversen Chinesen, waren auch drei Australier darunter.

Was bedeutet „Glücksspielverbrechen“ im Detail?

Diese Frage stellt sich, da mit diesem Begriff Menschen in Haft genommen wurden. Zunächst ist festzuhalten, dass Glücksspiel in China untersagt ist. Es handelt sich hierbei nicht um eine neue Gesetzgebung. Dies ist bereits seit 1949 in diesem Sinne geregelt. Das umfassende Verbot zielt hierbei nicht nur auf das Glücksspiel selber, sondern auch auf dessen Bewerbung ab.

Seit 1949 ist die kommunistische Partei an der Macht. Während die Regelungen ausnahmslos für das Festland der Chinesen gelten, gibt es dennoch Sonderverwaltungszonen, wo anderslautende Bestimmungen greifen können. Es sei insbesondere Macau genannt. Die ehemalige Kolonie Portugals gilt als Glücksspielmekka der Chinesen.

Hätten die Angestellten des Crown Ressorts für ein Casino auf dem chinesischen Festland geworben, wäre die Rechtslage eindeutig. In diesem Fall wäre gegen geltendes Recht verstoßen worden. Die Regierung scheint das Vorgehen gegen Casinos jetzt zu verschärfen. Beziehungsweise wird das Anwerben für Touristen aus China für Casinos in Australien bereits als Glücksspielverbrechen ausgelegt.

Chinas Strategie hätte Auswirkungen auf Teile von Asien

Von einer Strategie zu sprechen ist, in Anbetracht des Einzelfalls, etwas früh. Es kann vorab nur spekuliert werden, da noch keine offiziellen Informationen vorliegen. Das strikte Vorgehen von der Regierung gegen Casinos im Ausland, hätte nicht nur auf Australien Auswirkungen.

Die umliegenden Länder von China profitieren direkt vom Verbot des Glücksspiels im Land der aufgehenden Sonne. Es herrscht ein reger Casino-Tourismus in andere Länder. Diverse Glücksspiel-Tempel schreiben nur deshalb schwarze Zahlen, weil die Besucher aus China zu Gast kommen. Südkorea und die Philippinen sind als direkte Profiteure zu nennen.

In Bezug auf den aktuellen Fall hat die Regierung von Australien zugesichert, dass konsularische Beratung für die drei Landsleute geleistet wird. Experten und so wird es auch im Pressetext geschildert, gehen von einer Untersuchung der Maßnahmen von den Crown Resorts aus. Die Regierung möchte erfahren, welche Schritte unternommen werden, um chinesische Spieler für die australischen Casinos zu werben.

Bildquelle: Fotolia/jpldesigns (Bild-ID: #89172684)

Glücksspielverbrechen: China sperrt 18 Mitarbeiter ein 300 250 2016-10-20 15:36:47 Online-Casino.de

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