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Kommt Spielsucht bei Fußballern häufig vor?

Martin Hill, 15. September 2015, Sport & Spiel

Glücksspiel und Fußball findet insbesondere bei den Sportwetten ein Forum. Durch Analyse der Statistiken und Vergleiche der Vereine können die Fans vor den Fernsehbildschirmen Beträge auf eine Mannschaft, ein Ergebnis oder eine bestimmte Anzahl von Toren setzen. Bei einigen Spielern führt dies zum Kontrollverlust. Daher sind Einsätze immer mit Bedacht zu legen. Es darf kein Geld riskiert werden, welches eigentlich gar nicht zur Verfügung steht.

Allerdings sind auch Profisportler nicht gegen das Glücksspiel gefeit. Schlagzeilen machte zuletzt Arturo Vidal, Mittelfeldspieler vom FC Bayern München, der verfrüht von der chilenischen Nationalmannschaft abgereist war. Angeblich hat er die Nacht zuvor in einem Casino verbracht. Bayern hat die Gerüchte nicht dementiert.

Warum sind Profisportler gefährdet?

Ob Sportler mehr gefährdet sind, als andere Spieler, ist nicht wissenschaftlich untermauert. Prominente stehen jedoch im Fokus der Öffentlichkeit. Eine Verfehlung wird schnell aufgedeckt und von den Medien aufgenommen.

Begünstigt wird diese Entwicklung dadurch, dass hohe Einsätze getätigt werden können. Wenn ein beliebiger Spieler 100 Euro verspielt, ist dies keine Erwähnung wert. Bei einem Profisportler geht es um größere Beträge.

Der Verlust von Bargeld kann hier häufig verschmerzt werden, zumindest während der aktiven Karriere. Denn es kommen neue Einnahmen herein. Wird das Spielen jedoch nicht rechtzeitig zurückgefahren, können nach der Zeit als Profisportler Probleme auftreten.

Suchtberater Tony Adems über Fußballspieler

Tony Adams war früher englischer A-Nationalspieler. Heute ist er Suchtberater. Er führt aus, dass es heute nicht mehr der Alkohol ist, dessen Sucht Berufssportler verfallen. Glücksspiel ist insbesondere bei Fußball-Profis, die auf das Gewinnen getrimmt sind, eine Gefahr.

Diese Ausführung machte das Idol des FC Arsenal auf der Soccer EX Messe für Fußball in Manchester. Weiterhin findet Erwähnung, dass sieben von zehn Patienten in der Sporting Chance spielsüchtig sind. Der ehemalige Spieler gründete die genannte Klinik selber. Zuvor hatte er seine Alkoholsucht unter Kontrolle gebracht. Anschließend wollte er Spielern mit ähnlichen Problemen helfen.

Heute ist das Wetten und Spielen unter Profisportlern aber weiter verbreitet als das Trinken. Von den Patienten in der Klinik kommen aktuell 85 Prozent aus dem Fußball. Dies legt durchaus eine erhöhte Gefahr für Profifußballer nahe.

Adams selber hat einen langen Heilungsweg hinter sich. 12 Jahre hat er benötigt, um seine Abhängigkeit zu kontrollieren. Dabei wurden einige Verfehlungen begangen. Eine Fahrt unter dem Einfluss von Alkohol brachte den EX-Spieler einstmals sogar ins Gefängnis. Heute hat er einen Beruf gefunden, anderen vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Aufklärung ist ein Schritt zu mehr Verantwortung beim Spielen. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte das Glücksspiel meiden.

Kommt Spielsucht bei Fußballern häufig vor? 300 200 2016-11-23 14:40:07 Online-Casino.de

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