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Joker-App dient der Glücksspiel-Prävention

Martin Hill, 19. April 2016, Technik

In jedem Kartenspiel nimmt der Joker eine besondere Rolle ein. Es ist eine wandelbare Karte, welche den Platz anderer Spielkarten einnehmen kann. So kann der Joker die Rolle als Ass oder Zehn übernehmen. Wir berichten jedoch von einem anderen Joker. Es handelt sich um eine Mini-Anwendung, die sich dem Spielerschutz verschrieben hat.

Dieser Joker ist eine Karte, die potentiell gefährdete Spieler oder eigentliche alle Spieler einmal ausspielen sollten. Als App wird sie praktisch jedem Smartphone-Besitzer zur Verfügung stehen. Als ständiger Begleiter ist es das Ziel der Anwendung, sich positiv auf das Spielverhalten auszuwirken.

Zielgruppe und Ziel der Joker App

Das Logo zeigt ein schwarzes Sechseck. Mittendrin sind in Weiß eine Harlekins-Mütze, nach innen gerichtete Augen und ein Mund ausgeschnitten.

Die Zielgruppe wird folgendermaßen definiert: Jung, männlich, ohne berufliche Perspektive. Ein geringer Bildungsstand und ein schlechter Sozialstatus sind ebenfalls typisch. Weiterhin sind Personen mit Migrationshintergrund besonders gefährdet. Diese Angaben stammen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), welche diverse Risikofaktoren zusammengetragen hat.

Ziel der Joker-App, welche von Villa Schöpflin und Lotto Baden-Württemberg entwickelt, mit Unterstützung der DHBW Lörrach, entwickelt wurde, ist ein verringertes Suchtrisiko. Tatsächlich ist „Joker“ nicht nur eine Minianwendung, sondern auch der Name eines Programms, welches in der Berufshilfe bei der Jugend Anwendung finden soll.

Was kann „Joker“ alles?

Die App beinhaltet zahlreiche Unterrichtsmaterialien, welche in Schulungen eingesetzt werden können. Gleichwohl können Smartphone-Besitzer, unabhängig von einer Kurs-Teilnahme, auf die Informationen zugreifen.

Die Anwendung möchte Impulse setzen. So werden Vorschläge gemacht, wie verantwortungsbewusst gespielt wird. Unter anderem ist das Setzen von Einsatzlimits ein Thema. Weiterhin wird Wissen über die gewerbliche Form des Glücksspiels vermittelt. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder bereits beim pathologischen Glücksspiel verfallen ist, der bekommt mit der App eine Chance zur Selbstreflexion.

Peter Eichin ist Geschäftsführer bei Villa Schöpflin. Er äußerte folgendes: „Mit dem Programm und der App haben wir passgenaue Instrumente zur Glücksspiel-Prävention von Jugendlichen entwickelt. Die App und die weiteren Module bringen die zielgruppenspezifische Prävention im Glücksspielbereich voran. Joker ist das einzig uns bekannte Projekt zur Prävention von pathologischem Spielverhalten in Deutschland.“

Nachmals hervorzuheben ist die doppelte Bedeutung der App. Denn sie kann einerseits von den Spielern selber genutzt werden. Auf einer anderen Ebene dienen die Informationen der Anwendung auch Fachkräften, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen oder Wissen an Dritte zu vermitteln. Die Entwicklung ist bereits am Ende angelangt, ein Pilotprojekt wurde bereits im vergangenen Jahr gestartet. Nach erfolgter Modellphase wird die App bundesweit ausgegeben.

Joker-App dient der Glücksspiel-Prävention 900 349 2016-09-05 12:53:56 Online-Casino.de

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