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Karlsruher Spielhallen: Spielerschutz ab 2016

Martin Hill, 27. Januar 2016, Sport & Spiel

Für manche Menschen ist Glücksspiel eine Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Sucht. Um das Spielerlebnis zu verbessern und gleichzeitig den Spielerschutz zu stärken, werden ab 2016 in Karlsruhe neue Regeln für die Betreiber der Spielhallen greifen.

Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadt vom vergangenen Dienstag zurück. Rechtlich ist dies unproblematisch. Denn zum nächsten Jahr erlöschen die Konzessionen der Spielhallen. Neue Erlaubnisse müssen ausgestellt werden. Diese sollen sich auf das seit 2012 gültige Glücksspielgesetz des Landes stützen.

Welche Änderungen werden in Karlsruhe angestrebt?

Das Landesglücksspielgesetz sieht einige, durchaus weitreichende, Änderungen an den Spielhallen vor. Diese können sogar bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. Mehr Transparenz wird in jedem Fall gefordert.

Tageslicht wird künftig für die Spieler in Karlsruhe dazugehören. Es wird nicht mehr erlaubt sein, die Besucher nur mit künstlichem Licht zu bestrahlen. Durch den Einlass natürlichen Lichts soll ein besseres Zeitgefühl gewährleistet werden. Einige Spieler werden früher nach Hause gehen, wenn sie merken wie spät es bereits ist.

Einsehbarkeit ist ein weiterer Eckpfeiler des Gesetzes. Die Spieler sollen sich beobachtet fühlen. Von außen muss sofort erkannt werden, um was für ein Etablissement es sich bei einer Spielhalle handelt. Es soll ein Blick auf die Suchtgefahr geworfen werden können, wie Ordnungsamtsleiter Björn Weiße bestätigt.

Einlasskontrollen sollen ebenfalls durchgeführt werden. Dies geht mitunter mit einem größeren Personaleinsatz vonstatten. Hierbei ist es unbedingt nötig, dass Jugendliche keinen Eintritt erhalten. Auch bekannte und gesperrte Spieler können ausgeschlossen werden.

Spielhallen in Karlsruhe: Eine Übersicht

Über viele Jahre hat die Anzahl der Spielhallen in Karlsruhe zugenommen. Seit knapp drei Jahren liegt die Zahl gleichbleibend bei 68 Spielhallen an 52 Standorten.

Ab dem 01. Januar 2017 werden die neuen Konzessionen, mit den geänderten Bedingungen ausgestellt. Bislang blieben die Spielhallten vom Glücksspielgesetz des Landes verschont, weil schon vor der Verabschiedung eine Konzession vorlag. Die entsprechenden Etablissements wurden von der Stadt bereits angeschrieben und mit den neuen Bedingungen vertraut gemacht.

Bis Februar wurde eine Frist gesetzt, einen Antrag auf eine neue Konzession zu stellen. Wer diese Frist nicht wahrnimmt, hat seinen Anspruch auf Betrieb einer Spielhalle prinzipiell schon verloren. Es ist zwar noch ein knappes Jahr hin, bis die Bestimmungen umgesetzt werden, aber da Verhandlungen vor Gericht erwartet werden, wurde die Bekanntmachung sehr zeitig wahrgenommen.

Die Ansammlung von Spielhallen am gleichen Ort wird durch das Gesetz ebenfalls vermieden. Denn es darf jeweils nur eine Spielhalle im Abstand von 500 Metern zum nächsten Gebäude dieser Art vorhanden sein.

Karlsruher Spielhallen: Spielerschutz ab 2016 300 200 2016-09-05 13:38:01 Online-Casino.de

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