Leo Wallner veräußert Casino Austria Aktien

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Leo Wallner veräußert Casino Austria Aktien

Martin Hill, 24. Juli 2015, Wirtschaft

Ein Leben gewidmet der Casino Austria Gruppe. Leo Wallner war knapp 40 Jahre lang in einer Führungsposition. Jetzt hat er, im Alter von 79 Jahren, seine restlichen Anteile verkauft. Diese wurden zwischenzeitlich in der Privatstiftung LFW zwischengelagert. Nutznießer dieser Entscheidung ist Epic, ein Konsortium welches von Peter Goldschneider geführt wird.

Jedes Bisschen Wettbewerbsvorteil zählt. Denn Epic liefert sich einen Kampf mit Casag aus Tschechien um die Anteile der Casino Austria Gruppe. Allerdings scheint der Gewinn nicht große zu sein. Denn die Aktienanteile von Wallner beliefen sich lediglich auf 0,41 Prozent des Glücksspielkonzerns.

Leo Wallner: Sein Leben und Casino Austria

Als Sohn einer Familie von Holzhändlern wählte Leo Wallner für sein Studium eine Hochschule der Wirtschaftswissenschaften. Bereits 1957 war er zum Vorsitzenden der Österreichischen Hochschülerschaft erhoben worden. Mit Diplom konnte er das Studium 1958 abschließen und promovierte 1961.

Josef Klaus, ehemaliger Bundeskanzler, stellte Wallner 1964 als Berater für Wirtschaft und Politik ein. Weitere vier Jahre danach, im Jahre 1968, kam der Österreicher zur Casino Austria. In seiner Rolle als Generaldirektor macht er den Konzern zu dem was er heute ist. Bis 2007 blieb er in seiner Funktion und erreicht sein Pensionsalter.

Karl Stoss übernahm sein Amt. Aber Wallner blieb als Vizepräsident dem Aufsichtsrat treu. Mit dem Verkauf seiner restlichen Aktien kappt der eine weitere Verbindung.

Der Weg von Wallners Aktien

Natürlich hat Leo Wallner nicht nur diese 0,41 Prozent der Aktien von Casino Austria besessen. Er begann mit drei Prozent und hat diese langsam abgetragen. Der schlussendliche Verkauf ist nur ein kleiner Teil. Dieser reicht für Interessenten jedoch aus, um seine Fühler zur Casino Austria Gruppe auszustrecken.

Die Stiftung von Wallner und das Bieterkonsortium haben den Vertrag schon unterschrieben. Der Verkauf ist trotzdem noch nicht abgeschlossen. Denn zunächst müssen die Anteile den Personen und Gruppen mit Vorkaufsrecht angeboten werden. Am gestrigen Mittwoch ging dementsprechend ein Schreiben raus. Die Entscheidungsfrist läuft über drei Monate.

Warum soll an Goldschreiber verkauft werden?

Es hätte andere Interessenten gegeben, Wallner verkauft seine restlichen Anteile nach eigenem Wusch am liebsten an Goldschreiber. Seine beiden Söhne klären auf, warum dies sein Anliegen ist. Denn der Vater hat dem Unterhaltungssektor immer den Vorzug vor dem Glücksspiel gegeben. Es wird von „persönlichem Vertrauen“ gesprochen, welches in Goldschreiber gesetzt wird.

Grundsätzlich sieht Wallner seine eigene Vision, ein weltweit agierendes Unternehmen mit Zentrale in Wien zu errichten, am ehesten bei Goldschreiber verwirklicht. Daher soll der Zuschlag an Epic gegangen sein.

Leo Wallner veräußert Casino Austria Aktien 300 200 2016-09-23 15:58:29 Online-Casino.de

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