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Lotto-Wahnsinn: Rekorde, Zwangsausschüttung und Verweigerer

Sabina Kugler, 16. November 2020, Sport & Spiel

Glück im Zahlenspiel? (Bildquelle)

Lotto ist ein reines Glücksspiel. Da sind sich alle einig. Und doch gibt es große Gewinner und in der Regel kleine Verlierer. Aber in dieser Woche gibt es interessante Meldungen im deutschen Lotto. So steht uns eine Zwangsausschüttung für das Spiel 77 bevor. Zu lange hat es hier keinen Gewinner gegeben. Umgekehrt hat ein Mann aus dem Werra-Meißner-Kreis mit nur sechs Richtigen – also ohne Superzahl – knapp acht Millionen Euro abgeräumt. Wahnsinn! Zuletzt läuft bei Lotto Baden-Württemberg demnächst eine Frist von drei Jahren ab. Und damit könnte der höchste Lotto-Jackpot der deutschen Geschichte verfallen. Doch verfällt ein solcher Hauptgewinn wirklich?

Beim Lottospiel erwirbt der Kunde gewissermaßen ein Los. Mit der Ziehung erfährt er, ob sein Los einen Treffer gelandet hat. Dies startet bei den relativ unspektakulären Gewinnklassen mit niedrigen Gewinnen und steigert sich bis zum Millionengewinn. Und immer wenn es um wirklich große Summen geht, sind es interessante Geschichten. Denn wer wäre nicht gerne in der Lage den dicken Jackpot einzusammeln und damit sein ganzes Leben im positiven Sinne auf den Kopf zu stellen.

Der Lotto-Verweigerer aus Baden-Württemberg

Im April des Jahres 2017 fanden 11,3 Millionen Euro ein neues Zuhause in Baden-Württemberg. Denn es ist bekannt, dass die Gewinnzahlen dort auf einem Zettel stehen. Was bislang nicht bekannt ist, ist der Name und die Adresse des Gewinners. Denn dieser hat sich auch nach über 3,5 Jahren noch nicht gemeldet. Bisweilen kommt es durchaus vor, dass sich der Spieler nach einem Hauptgewinn etwas Zeit lässt. Dann flaut das Interesse der Medien ein wenig ab. Und der Gewinner selbst kann sich vorab Gedanken machen, was er mit dem unverhofften Geldsegen anfängt. Doch bei diesem Fall verdichtet sich so langsam der Gedanke, dass der Lotto-Sieger seinen Schein verloren oder vergessen hat. Die Abgabe erfolgte anonym. Nur der Gewinnerschein könnte das Rätsel lösen.

Doch wann läuft die Frist ab? Tatsächlich hat der Spieler noch bis zum Silvestertag 2020 Zeit, um den Jackpot im Wert von 11,3 Millionen Euro einzulösen. Denn ein Jackpot verjährt immer nach drei Jahren und dann noch zum Ende des Kalenderjahres. „In Baden-Württemberg ist es noch nie vorgekommen, dass ein Gewinn im zweistelligen Millionenbereich nicht abgeholt wurde. Auch im Rest der Bundesrepublik ist uns ein vergleichbarer Fall nicht bekannt. Alle paar Jahre passiert es jedoch, dass Millionengewinne im einstelligen Bereich nicht abgeholt werden“, so Georg Wacker in seiner Rolle als Geschäftsführer bei Lotto Baden-Württemberg. Doch wenn der vermeintliche Sieger sich nicht meldet, dann geht das Geld nicht an den Staat. Es fließt in den Topf für Sonderauslosungen und wird auf diesem Wege wieder an die Spieler verteilt.

Die Uhr tickt: Der Gewinner hat noch eineinhalb Monate Zeit um sein Ticket vorzulegen und die Millionen abzuholen.

Zwangsausschüttung bei Spiel 77 steht bevor

Der Lottogewinn: Ein Anlass zur Freude (Bildquelle)

Zwölf Wochen lang ist nun die erste Kategorie im Spiel 77 unbesetzt geblieben. Bei der vergangenen Ziehung gelang es immerhin vier Tippern die ersten sechs Zahlen auf ihrem Schein richtig zu haben. Diese fanden sich in Bremen, Sachsen-Anhalt und zwei Mal in Baden-Württemberg wieder. Und sie freuen sich sicherlich auch so über ihre 77.777 Euro. Doch eine Zahl mehr und es wären acht Millionen Euro gewesen. Eingefleischte Lotto-Fans wissen natürlich was passiert, wenn es zwölf Mal in Serie nicht zu einem Hauptgewinn beim Spiel 77 kommt. Die Zwangsausschüttung steht bevor.

Bei der nächsten Runde fällt der Jackpot in Höhe von acht Millionen Euro also in jedem Fall. Und wenn in der ersten Gewinnklasse niemand die sieben Gewinnzahlen richtig hat, dann findet die Ausschüttung halt mit sechs Richtigen statt. Wenn dann mehrere Spieler das richtige Ergebnis vorzeigen können, so wird der Jackpot aufgeteilt. Die Zwangsausschüttung fällt auf einen Mittwoch. Gemeint ist der 18. November 2020. Wenn wir in den Februar zurückblicken, entdecken wir die letzte Zwangsausschüttung beim Spiel 77. Es ist noch gar nicht so lange her. Damals waren die ersten beiden Gewinnklassen unbesetzt. Daher erhielten 15 Spieler im dritten Rang jeweils 563.701,60 Euro ausgezahlt.

Von links nach rechts: In dieser Reihenfolge müssen die Ziffern beim Spiel 77 korrekt auf dem Schein eingetragen sein.

Hessen vermeldet Rekord-Gewinn für sechs Richtige

Unsere letzte Lotto-Story ist eine Erfolgsgeschichte. Denn in Hessen fällt der höchste Jackpot, der jemals mit sechs Richtigen erzielt wurde. Dies hat etwas mit den geänderten Einsätzen und des neuen Verteilungsschlüssels zu tun. Die Verantwortlichen wollten die Hauptgewinne weiter anschwellen lassen. Offenkundig ist dies sehr schnell gelungen. Und so gab es in Hessen jetzt eine Ausschüttung von 7,980.152,30 Euro. Denn die Superzahl hatte niemand, gemeinsam mit den Ziffern 1, 10, 16, 18, 20 und 37 richtig. Und nur in Hessen gab es einen Spieler, der genau diese Zahlen mit einem Kreuz versehen hatte.

Immerhin setzte der Kunde 35 Euro ein, um diese knapp acht Millionen Euro für sich zu beanspruchen. Und im Gegensatz zum Kollegen aus Baden-Württemberg braucht er sich über den Geldeingang keine Sorgen zu machen. Da er mit Kundenkarte gespielt hat, trudelt der Geldbetrag in Millionenhöhe ganz automatisch auf seinem Bankkonto ein.

Lotto-Wahnsinn: Rekorde, Zwangsausschüttung und Verweigerer 1200 1000 2020-11-16 15:43:32 Online-Casino.de

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