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Martin Sturc: Warum Poker kein Glücksspiel ist

Martin Hill, 21. Juli 2015, Sport & Spiel

Es scheint eine endlose Diskussion. Ist Poker nun ein Glücksspiel oder nicht. Die einen sagen ja, die anderen nein. Und jeder kann seinen Standpunkt begründen. Manche Aussagen haben jedoch größeres Gewicht als andere. Jetzt meldet sich der Sportwissenschaftler Martin Sturc und veröffentlicht sogar ein Buch. Seine Behauptung: Poker ist kein Glücksspiel.

Das Buch wird unter dem Titel „Skill Beats Luck – Der Geschicklichkeitsfaktor im Pokerspiel“ verkauft. Seine jahrelangen Erfahrungen im Pokerspiel haben Sturc zu der Erkenntnis gebracht, dass Poker am ehesten in die Kategorie Denksport und Geschicklichkeitsspiel einzuordnen ist. Wir widmen uns zunächst den unterschiedlichen Standpunkten, bevor eine nähere Erklärung folgt.

Warum könnte Poker als Glücksspiel bezeichnet werden?

Wenn vom Glücksspiel gesprochen wird, muss immer der Faktor Zufall Beachtung finden. Es ist halt die Frage, wie sehr der Spieler den Ausgang der Partie beeinflussen kann. Bei einem Automatenspiel können die Walzen oftmals angehalten werden, der Nutzer hat jedoch keinen Einfluss über die anschließend erscheinenden Symbole.

Beim Poker werden die Karten vergeben und der Spieler kann sich diese ebenfalls nicht aussuchen. Er muss das Beste aus seinem Blatt machen. Gleichwohl braucht er Glück, dass andere Spieler keine besseren Karten auf der Hand haben. Aber es gibt noch eine andere Sichtweise.

Warum Poker nicht unbedingt als Glücksspiel zu bezeichnen ist!

Wer seine Karten betrachtet, der kann auf sein Blatt noch Einfluss nehmen. Wo ist die Wahrscheinlichkeit am größten noch ein gutes Ergebnis zu erzielen? Wie hoch wird der Einsatz angesetzt. Zudem ist es möglich, durch Bluffen die Gegenspieler zu verunsichern.

Aber wie hoch ist der Einfluss des Spielers und wie viel entscheidet das Glück über den Ausgang einer Partie? Über diese Frage sind sich viele Länder, Gesetze und Experten nicht einig.

Ist das Pokerspiel ein Sport?

Glücksspiel oder Sport? In Österreich wird das Kartenspiel dem Glücksspiel-Gesetz zugeordnet. Andere Länder, Brasilien kann hier als Beispiel genannt werden, definieren Poker als Sport. Dies wäre zulässig, wenn wirklich die Fähigkeiten der Spieler über den Ausgang einer Runde entscheiden können.

Sturc bezieht sich bei seinen Begründungen ebenfalls auf andere Sportarten und dreht den Spieß um. Er würde in diesem Fall auch Fußball als Glücksspiel bezeichnen. Schließlich sind Fehlentscheidungen durch den Referee ein Variable, welche enormen Einfluss auf das Ergebnis haben kann.

Weiterhin führt der Autor aus, dass beim Poker geschickte Spieler im Vorteil sind. Allein aus dieser Begründung ist es kein Glücksspiel mehr. Wenn jemand für seinen Erfolg ausschließlich Glück benötigt, dann ist er kein guter Poker-Spieler.

Martin Sturc: Warum Poker kein Glücksspiel ist 300 200 2016-09-23 15:58:59 Online-Casino.de

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