Museum beleuchtet Poker-Glück

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Museum beleuchtet Poker-Glück

Martin Hill, 13. April 2016, Sport & Spiel

Erneut stellt sich die Frage inwieweit Poker ein Glücksspiel ist und wie viel Können für den Erfolg benötigt wird. das Museum für Angewandte Kunst widmet sich derzeit intensiv dem Thema „Glück“. In diesem Kontext werden das Mutterglück, die Liebe, das Lebensglück, der Rausch, die Freundschaft und der Genuss untersucht.

Um sich dem Pokerspiel näher zu widmen wurde ein Workshop abgehalten. Hierfür konnte der Profispieler Christophe Gross gewonnen werden. Er hat zum Spiel geladen und dabei seine Meinung bezüglich Poker und Glück vertreten.

Poker-Workshop: Gross macht den Dealer

Als Poker-Dealer hatte Christophe Gross beim Workshop im Museum für Angewandte Kunst nichts zu gewinnen oder zu verlieren. Er konnte entspannt in die Runde lächeln, in welcher sich acht Spieler gegenseitig genau beäugten. Das Spiel lautete Texas Hold´em. Mit Grit Weber nahm auch die Kuratorin und stellvertretende Direktorin des Museum am Workshop teil.

Die Kreuz Sechs und Fünf, sowie die Herz Neun liegen auf dem Tisch. Gross deckt weiterhin die Kreuz Drei und Pik Dame auf. Weber geht mit und setzt fünf weitere Chips. Es ist nur noch eine Mitbieterin vorhanden. Diese schlägt mit ein Paar Neunen die Fünfen der Kuratorin. Beide haben einen Bluff gewagt. Denn Drillinge, das Full House, die Straße und der Royal Flush hätten diese Kombination, ebenso wie höhere Zwillinge, schlagen können.

Eine höhere Kombination war auf dem Tisch lediglich nicht vorhanden. War dieses Duell ein Glücksspiel?

Christophe Gross: Poker ist kein Glücksspiel

Der Pokerprofi sieht seine Leidenschaft nicht als Glücksspiel an. Poker ist hier nicht mit Roulette oder einem Spielautomaten zu vergleichen. Strategie und Psychologie erhöhen die Chancen auf einen Sieg.

Gross schränkt jedoch ein: „Wenn zwei gleichgute Spieler gegeneinander antreten, wird es zum Glücksspiel“. Dies hat auf die Teilnehmer des Workshops zugetroffen. Ein Profi wie Gross kann jedoch in den Gesichtern der Kontrahenten lesen, erkennt mögliche Hände und kann diese in Bezug zu den eigenen Karten setzen.

Auch zwischen Anfängern und Profis kann der Beginner mehrfach in Folge gewinnen. Allerdings wird ein Profispieler langfristig die Nase vorne haben. Grit Weber hat zum Tagesende eingesehen, dass Poker kein Glücksspiel ist. Anfänger verbessern sich kontinuierlich, können aber mit dem Profi nicht mithalten.

Gross hat im Jahr 2008 sogar sein Informatik-Studium aufgegeben, um Pokerprofi zu werden. Er spielt im Inland, aber auch jenseits der Landesgrenzen und natürlich im Internet. Dass man als Spieler seinen Lebensunterhalt mit Pokern verdienen kann, sagt schon einiges darüber aus, ob Poker ein Glücksspiel ist.

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