Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Novomatic mit Anmeldung zur Übernahme

Martin Hill, 28. Dezember 2015, Wirtschaft

Seit vielen Wochen und Monaten findet ein Tauziehen um die Anteile der Casino Austria statt. Die verzweigten Eigentümerverhältnisse haben den Deal schon mehrfach erschwert. Neben Novomatic ist ein tschechisches Konsortium rund um die Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc an den Anteilen interessiert.

Die Tschechen haben wegen des nicht zugestandenen Vorkaufsrechts unlängst geklagt. Jetzt hat das Unternehmen aus Gumpoldskirchen, bekannt durch die Stargames Casinos, die Übernahme offiziell bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Dieser Vorgang wurde am vergangenen Mittwoch offiziell durchgeführt.

Tschechisches Konsortium vs. Novomatic

Die Tschechen haben Aktienanteile übernommen. Dies war der ÖBIB-Chefin Oberndorfer ein Dorn im Auge. Denn eigentlich war geplant die Eigentümerverhältnisse der Casino Austria AG zu vereinfachen. Durch eine Übernahme der Aktienanteile durch das Konsortium wäre das Gegenteil der Fall gewesen.

Dementsprechend wurde der Einstieg der Tschechen „aus wichtigen Gründen“ abgelehnt. Die Milliardäre Komarek und Smejc haben darauf mit einer Anfechtungsklage reagiert. Sie wollen den Vorzug vor Novomatic erhalten. Dabei argumentieren sie mit einem Vorkaufsrecht, welches durch die Übernahme anderer Anteile erworben wurde. Hierbei handelt es sich um die Aktien von der Donau Versicherung. Diese wiederum sagte den Tschechen zu, dass ein Vorkaufsrecht auf weitere Anteile bestehe.

Aber nicht nur der Einstieg der Tschechen wird kritisch beäugt. Bei Novomatic hat die Bundeswettbewerbsbehörde unlängst geäußert, dass die Übernahme der Anteile zu einer Art Monopol in Österreich führen könnte. Zu einem anderen Zeitpunkt wurde jedoch eine schnelle Klärung gefordert.

Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung ausfallen wird.

Vorgespräche und Fristen

Die Anfechtungsklage des tschechischen Konsortiums richtet sich gegen die Medial. Diese wiederum hält aktuell 38,3 Prozent der Casag AG. Novomatic hat seinen Anspruch bei der BWB angemeldet. Aber auch die Tschechen führten Vorgespräche. Somit ist der Wettbewerbsbehörde der Standpunkt beider Seiten vertraut.

Es läuft jedoch eine Frist zur Stellung eines Antrags. Um den Zusammenschluss zu prüfen muss bis zum 03. Februar 2016 reagiert worden sein. Medial Geschäftsführer Gerald Neuber schaut der Klage ruhig entgegen. Er verweist auf die Klärung bei unterschiedlichen Ansichten und spricht in diesem Zusammenhang von Grundsatzfragen.

Die Medial hält aktuell den größten Anteil an der Casino Austria AG. Direkt darauf folgt die ÖBIB mit 33,24 Prozent. Die Tschechen, welche weiterhin auf ihr Vorkaufsrecht pochen, halten aktuell gut 11,3 Prozent der Anteile. Novomatic hat schnell reagiert. Dennoch ist anzunehmen, dass die Wettbewerbsbehörde auch die Anfechtungsklage des tschechischen Konsortiums abwarten wird.

Besteht tatsächlich ein Vorkaufsrecht, so wären die Tschechen in einer aussichtsreichen Lage. Ansonsten hat Novomatic wahrscheinlich die Nase vorne.

Novomatic mit Anmeldung zur Übernahme 300 200 2016-09-23 17:35:13 Online-Casino.de

Weitere Casino News