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NRW-Casinos: Wird WestSpiel privatisiert?

Martin Hill, 6. Mai 2016, Wirtschaft

Westspiel steht unter Beschuss. Es handelt sich um Casinos des Landes Nordrhein-Westfalen. Solange die Glücksspiel-Betriebe eine positive Bilanz aufweisen können, ist das Land zufrieden. Seit längerem werden jedoch rote Zahlen geschrieben. Jetzt steht sogar eine Privatisierung von Westspiel zur Debatte.

In diesem Zusammenhang wird aber auch der grundsätzliche Zusammenhang hinterfragt, warum Casinos den Ländern zugehörig sein sollten oder oben nicht.

Westspiel: Besucher bleiben aus

Die starke Konkurrenz im Umkreis, vor allem aber das erweiterte Online-Angebot, haben die Casinos von Westspiel einen herben Einbruch der Besucherzahlen beschert. Weniger Gäste bedeuten weniger Einnahmen, was wiederum das Gesamtergebnis ins Negative zieht.

Die Koalition aus Rot-Grün sucht nun Wege, wie die negative Bilanz aus der Haushaltsführung verschwindet. Es ist von der Überprüfung diverser Alternativen zur Zukunft von Westspiel die Rede. Dies geht aus einer Aussage von Wirtschaftsminister Garrelt Duin hervor. Er konnte seine Überlegungen zur Privatisierung von Westspiel jedoch nicht durchbringen. Ein Verkauf scheint zunächst vom Tisch.

Derzeit wird Westspiel als Tochter der NRW-Bank geführt. Dementsprechend wird eine Rettungsaktion angestrebt, auch um den 870 Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Von einer geplanten Privatisierung will Finanzminister Norbert Walter-Borjans von der SPD nichts hören. Eine Konsolidierung wird jedoch angestrebt.

Walter-Borjans sieht einen gesetzlichen Auftrag, das Glücksspiel zu regulieren und zu kanalisieren. Dieser soll nicht aus der Hand gegeben werden. Hierzu gehen die Auffassungen jedoch auseinander.

Müssen die Länder das Glücksspiel beaufsichtigen?

In diversen Bundesländern wurden die Spielbanken bereits privatisiert. Diese Variante wird heftig diskutiert. Die Länder sehen sich teilweise verpflichtet die Spieler zu schützen. Oder sind Jugend- und Spielerschutz nur vorgeschoben, um eventuelle Einnahmen zu sichern? Diese bleiben aber bei Westspiel derzeit aus.

Dass die Casinos in Nordrhein-Westfalen finanziell schief liegen, also negative Umsätze erzielen, ist unlängst bekannt. Spätestens die Veräußerung der Warhol-Kunstwerke hat vor Augen geführt, dass es finanziell an allen Ecken mangelt. Die FDP hat unlängst bekunden, dass die Landesbeteiligung den Casinos nicht zuträglich ist.

Westspiel wird aber auch eine schlechte Entwicklung vorgeworfen. Steuergelder sollen verschwendet worden sein. Mitarbeiter haben Missstände offenbart und das Geschäftsergebnis hat sich immer weiter verschlechtert.

Kritiker behaupten es wäre besser eine Privatisierung anzustreben. Der Gedanke das Glücksspiel durch Verstaatlichung zu kontrollieren, entzieht sich dem Verständnis vieler. Denn nach dieser Auffassung müsste die Regierung auch Zigaretten und Alkohol, sowie Drogen verkaufen, um die Konsumenten zu schützen.

Im Besitz von Westspiel und somit des Landes NRW befinden sich aktuell vier Casinos. Diese haben ihre Standorte in Bad Oeynhausen, Aachen, Dortmund und Duisburg.

NRW-Casinos: Wird WestSpiel privatisiert? 420 206 2016-09-08 10:27:59 Online-Casino.de

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