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PokerStars Boykott ohne nennenswerten Erfolg

Martin Hill, 11. Dezember 2015, Sport & Spiel

Mit dem Wechsel des Jahres hat sich die Plattform PokerStars Neujahresvorsätze gefasst, welche von den Spielern nicht gut aufgenommen wurden. Das Treueprogramm wird grundsätzlich überarbeitet. Für den Gelegenheitsspieler ergeben sich kaum nennenswerte Änderungen. Tatsächlich wird ihr Spielerlebnis mit kleinen Motivatoren sogar verbessert.

Die High Roller, welche regelmäßig und höhere Beträge spielen, müssen jedoch zurückstecken. Diverse Vorteile wurden gestrichen oder zumindest verringert. Dies hat die Spieler verärgert und zu einem Streik veranlasst. Wir haben darüber berichtet. Allerdings ist die Aktion nicht wie gewünscht verlaufen.

Warum war der Boykott der High-Roller kein Erfolg?

Wenn eine Gruppe von Spielern eine Plattform bestreikt, so wird erwartet, dass die Besucherzahlen zurückgehen. Tatsächlich ist die Anzahl der Spieler im entsprechenden Zeitraum sogar angestiegen. Dies kann mehrere Gründe haben.

Einige Spieler wollten ihre Vorteile vielleicht ausnutzen, solange diese noch bestehen. Denn die Änderungen greifen erst zum neuen Jahr. Es sind daher nur noch wenige Wochen, in denen das alte Belohnungssystem genutzt werden kann.

Die Anzahl der High Roller ist im Vergleich zu den Gelegenheitsspielern eher gering. Der Streik weniger Personen ist dabei von der Anzahl der Nutzer nicht ins Gewicht gefallen. Das Volumen des Einsatzes kann natürlich trotzdem abgenommen haben. Dazu sind keine Zahlen bekannt.

PokerStars hat aber auch einige Aktionen laufen, die Spieler an die virtuellen Tische gelockt haben. Der Adventskalender und die 1 Millionen Dollar Mileston Hände haben aktiven Spielern einen zusätzlichen Reiz verschafft.

Tatsächlich war der Streik in den Online-Medien auch publik und kann einen gegenteiligen Effekt ausgelöst haben. Diverse Spieler haben sich vielleicht einen Vorteil davon erhofft, dass die Pro-Spieler nicht anwesend sein werden. Dementsprechend ist das Aufkommen vielleicht erst durch den Streik gestiegen.

Am ersten Tag des Streiks sollen die Besucherzahlen um 65 Prozent in die Höhe geschnellt sein. Die beiden folgenden Tage war ein weiteres Wachstum an den Tischen zu vermelden.

Ein Minierfolg kann dennoch vermeldet werden. Denn an den Tischen, welche üblicherweise mit High-Rollern bestückt sind, war weitaus weniger los. Kein Wunder, denn diese Spieler verlieren Boni in Höhe von 10 bis 45 Prozent. Auch auf die 1 Millionen Dollar Freeroll je Quartal für Supernova Elite Player wird verzichtet.

Auch bei Full Tilt gibt es Änderungen

Nicht nur PokerStars, auch Full Tilt ändert sein Programm. Es wird die Spieleplattform verändert. Eine Zusammenarbeit mit Steam wird angestrebt. Die größte Plattform der Welt verfügt derzeit über 125 Millionen Spieler. Damit reagiert Full Tilt frühzeitig auf die Änderungen bei PokerStars. Sie stellen ihr Angebot einer größeren Anzahl von Spielern bereit.

PokerStars Boykott ohne nennenswerten Erfolg 300 200 2016-12-31 16:21:32 Online-Casino.de

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