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Portugals zweifelhafte Casino-Umstrukturierung

In aller Munde ist derzeit der mögliche Ausstieg von Griechenland aus der EU. Dafür wurde sogar ein eigener Begriff, der „Grexit“, geschaffen. Andere Länder innerhalb der Europäischen Union kämpfen ebenfalls mit ihren Finanzen. Und da der Glücksspielmarkt in den meisten Staaten sehr groß ist, handelt es sich um eine respektable Einnahmequelle.

Portugal ist finanziell ebenfalls nicht auf Rosen gebettet. Jetzt sollen über das Glücksspiel Kosten für die Nation eingespielt werden. Regulierung und Schuldenabbau sollen Hand in Hand gehen. Vor drei Monaten kam es daher zur Unterschrift des Präsidenten Anibal Antonio Cavaco auf dem Gesetz, welches die Lizenzierung und Legalisierung des Glücksspiels regelt.

Vorstellungen über die Regulierung des Glücksspielmarktes

Von Seiten der Regierung gab es klare Ideen, welche innerhalb des Gesetzestextes umgesetzt wurden. Als Ziel wurde die Generierung von 25 Millionen Euro für den finanziell angeschlagenen Staat ausgegeben. Um dieses Ziel zu erreichen wurde das einstige Monopol im Sektor Glücksspiel befreit.

Es ist gerade einmal drei Jahre her, da bekam auch Portugal von der EU ein Geldpaket in Höhe von 78 Milliarden Euro spendiert. Von einer Rezession war die Rede und auch jetzt stehen die Finanzen nicht zum Besten. Über Steuern bei Casino-Games soll die leere Staatskasse gefüllt werden. Neue Lizenznehmer für iGaming kommen günstigstenfalls mit 15 Prozent auf den Markt.

Die Reaktion der Casino- und Glücksspiel-Anbieter

Von vielen Seiten wird die Besteuerung als zu hoch erachtet. Zudem legt das neue Gesetz den Anbietern weitere Steine in den Weg. Für einige Unternehmen resultiert daraus der Rückzug aus Portugal. Hierfür können drei Beispiele angeführt werden.

Zunächst meldete sich das 888 Casino zu Wort. Das iGaming Unternehmen sprach von einem nicht zur Genüge befreiten Markt. Als Konsequenz wurde der Rückzug angekündigt. Bwin wollte sich ebenfalls auf dem Markt etablieren und eine Version ihrer Homepage anbieten. Zudem sollte die Fußball Liga in Portugal im Sponsoring unterstützt werden.

Die Regierung blockte beide Versuche. Auch William Hill zieht sich zurück. Den Anbieter schrecken ebenfalls die hohen Zahlungen. Für ein Unternehmen mit Einnahmen in Höhe von 10 Millionen Euro, können Steuern in Höhe von bis zu 30 Prozent eingezogen werden.

Weitere Länder der EU mit ähnlichen Problemen

Portugal steht nicht alleine da. Auch andere Länder erlassen Gesetze und wollen finanziell vom lukrativen Markt profitieren. Ob Portugal seine Ziele erreichen wird, wenn die großen Anbieter keine Steuern mehr zahlen, da sie sich aktiv zurückgezogen haben, ist zweifelhaft.

Estland ist ein weiteres Beispiel, wo sich William Hill beispielsweise zurückzieht. Die Gründe hierfür sind weniger klar.

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