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Schweizer Behörde: Zahlung mit Bitcoins

Martin Hill, 19. Mai 2016, Technik

Behörden und Verwaltungen sind nicht gerade für ihren Innovationsgeist bekannt. Viele „Beamten-Witze“ drehen sich sogar um die Langsamkeit, mit welcher Tätigkeiten ausgeführt werden. Wer jedoch in den vergangenen Jahren einen Blick in die öffentlichen Einrichtungen und dort auch hinter die Kulissen geworfen hat, erkennt ein gewandeltes Bild.

Produktivität und ein auf Ergebnisse ausgerichtetes Image haben Einzug erhalten. In der Schweiz geht die Stadt Zug neue Wege. Die digitale Währung Bitcoins soll im Rahmen eines Pilotprojekts als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Es handelt sich jedoch um ein befristetes Modell, welches bei Erfolg aber ausgeweitet werden soll, so berichtet der Spiegel.

Setzen sich die Bitcoins als Zahlungsmittel durch?

Eben diese Frage möchte die Stadt Zug beantwortet wissen. Vorerst gilt der Service für das Zahlen ohne Bargeld exklusiv im Einwohneramt. Dort dürfen Rechnung in Höhe von maximal 200 Franken, hierbei handelt es sich um 180 Euro, mit der digitalen Währung beglichen werden.

Die Befristung des Projekts läuft bis zum Ende des Jahres. Nach diesem Zeitraum gilt es zu entscheiden, ob die Regelung beibehalten, aufgehoben oder sogar ausgeweitet wird. Es ist durchaus im Gespräch die Bitcoins auch für andere Dienstleistungen einzusetzen.

Dolfi Müller hat gegenüber der Neuen Züricher berichtet, dass es sich um ein Zeichen für die digitale Finanzbranche handeln soll. Die Entscheidung pro Bitcoin kommt nicht von ungefähr. Über die letzten drei Jahre haben sich 15 Unternehmen aus dem Finanzsektor, mit Bezug zu digitalen Dienstleistungen, in der Umgebung angesiedelt. Bitcoin Suisse AG ist eine dieser Firmen.

Die Schweizer Region wird bisweilen schon als europäisches Silicon Valley bezeichnet. Hierbei wird auf die Ansiedlung von Unternehmen aus der Technikbranche verwiesen. Die Einführung der Bitcoins scheint daher ins Gesamtbild zu passen.

Kritik an der Kryptowährung

Das Zahlen ohne Bargeld, hier auch als Kryptowährung bezeichnet, stößt aber auch in der Schweiz auf Kritik. Die Schweizer Volkspartei verweist darauf, dass das nationale Zahlungsmittel die Franken sind. Es handelt sich nicht um eine Wahl, welche getroffen werden kann, sondern ist gesetzlich festgeschrieben. Es wird zudem auf Risiken für den Steuerzahler hingewiesen, gerade in Hinblick auf den Wechselkurs. Wertschwankungen hat das digitale Zahlungsmittel bereits in größerer Anzahl durchgemacht.

Auch in Zusammenhang mit Geldwäsche und bei der Hinterziehung von Steuern sind die Bitcoins immer wieder ein Thema. Zahlungen können hier anonym vorgenommen werden. Aber nicht nur im Internet findet diese Zahlungsmethode Anklang, obwohl hier auch Casinos diesen Schritt erwägen oder bereits gegangen sind. Einige Unternehmen haben ebenfalls das moderne, aber nicht unumstrittene Zahlungsmittel, akzeptiert.

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