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Schweizer Casinos machen weniger Profit

Martin Hill, 21. März 2016, Wirtschaft

Die Casinos in der Schweiz kennen es gar nicht mehr anders. Es ist das achte Jahr in Folge, wo ein Rückgang beim Umsatz zu verzeichnen war. Im Vergleich zum Vorjahr 2014 wurden im vergangenen Jahr vier Prozent weniger erwirtschaftet. Der Umsatz betrug immerhin noch 681 Millionen Franken oder 623 Millionen Euro.

Der abfallende Trend ist den Casinos nicht neu. Es gibt jedoch Hoffnung. Aktuell wird an einem Geldspielgesetz gearbeitet, welches eine Wende herbeiführen könnte. Nach aktueller Lage verlieren die inländischen Spielcasinos viele ihrer Besucher an die Konkurrenz.

Wohin verschwinden die Besucher?

Von der Schweiz aus sind mehrere Länder schnell zu erreichen. Je nach Aufenthaltsort können Casinos in anderen Nationen oftmals schneller aufgesucht werden. Weiterhin wird Kundschaft an das Web-Angebot aus dem Ausland verloren. Aber auch die illegalen Spielangebote nehmen der legalen Casino-Branche Besucher weg.

Nach Aussagen des Schweizer Casino Verbandes wird das neue Geldspielgesetz sich dieser Entwicklung annehmen müssen. Noch in diesem Jahr steht eine Verabschiedung bevor. Die Casinos in der Schweiz wollen wieder wettbewerbsfähig werden. Denn seit 2007 sind die Umsätze Rückläufig. Tatsächlich wurden in der Gesamtheit 33 Prozent eingebüßt. Die Abgaben an die Kantone sind sogar um 40 Prozent zurückgegangen.

Im letzten Oktober wurde vom Bundesrat bereits ein Entwurf verabschiedet, welcher von den Casinos der Schweiz gerne umgesetzt gesehen würde. Dennoch sehen auch die Spielstätten noch Nachholbedarf in Sachen Korrekturen. Illegale Online-Spiele aus dem Ausland würden sie gerne verboten sehen. Sie verweisen darauf, dass hier keinerlei Rücksicht auf Spielerschutz genommen wird. Zudem erhalten die Kantone ebenfalls keine Erträge. Die Belastung für die Anbieter soll folglich geringer, was den Wettbewerb für legale Unternehmer erschwert.

Weiterhin möchten die Casino aus Geschicklichkeitsspiele anbieten dürfen. Gleiches fordern sie für Lotterie-Angebote der Marke Swisslos und Romande. Kioske innerhalb der Schweiz dürfen diese Produkte offerieren. Auch Sportwetten würden von einigen Anbietern gerne aufgenommen.

Eine weitere Forderung betrifft den Poker Bereich. Hier sollen Pokerturniere außerhalb der Casinos erlaubt werden. Allerdings möchte man verhindern, dass mit dieser Großzügigkeit Lokale kommerzielle Turniere durchführen. Hier würde nicht die gleiche Kontrolle stattfinden, wie innerhalb der Casinos.

Ein Blick auf das Geschäftsjahr 2015

Nicht alle Casinos der Schweiz haben einen negativen Trend durchlaufen. Die Spielbank in St. Moritz konnte um 19,5 Prozent zulegen. In Zürich war ein Anstieg von 4,7 und in Bad Ragaz um 4,3 Prozent zu vermelden. Davos hatte hingegen einen Rückgang von 24,1 Prozent zu beklagen. Bei Lugano waren es 24 und bei Mendrisio 11,7 Prozent.

Insgesamt beträgt der Rückgang beim Bruttospielertrag des Schweizer Casinos zum letzten Jahr 4,1 Prozent.

Schweizer Casinos machen weniger Profit 900 365 2016-09-30 07:14:37 Online-Casino.de

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