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Sheldon Adelson ist tot: Casino-Mogul wurde 87 Jahre alt

Dieter Maroshi, 13. Januar 2021, Wirtschaft

Sheldon Adelson verstarb im Alter von 87 Jahren. Bild: Shutterstock.com

Sheldon Adelson konnte durchaus als Sinnbild für den amerikanischen Traum herangezogen werden. Sein Vater war Taxifahrer. Er selbst wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Doch mauserte sich Adelson nicht nur zum Casino-Mogul, sondern ebenfalls zu einem der reichsten Menschen auf der Welt. Montagnacht verstarb Adelson laut Angaben seiner Firma – der Las Vegas Sands Corp. Er erreichte ein Alter von 87 Jahren. Als Todesursache wurde ein Krebsleiden angegeben. Doch Adelson machte nicht nur mit seinen Casinos Schlagzeilen. Über die Jahre trat er immer wieder als Unterstützer der republikanischen Partei und zuletzt auch von Donald Trump auf.

Vom Tellerwäscher zum Millionär – dies ist der Inbegriff des amerikanischen Traums. Diesen Weg ging Sheldon Adelson nicht. Doch seine Basis ist ähnlich. Denn seine Eltern stammten aus der Ukraine und Litauen. Sie sind über Russland in die USA eingewandert. Als Jugendlicher verdiente Sheldon seine ersten Dollar mit dem Austragen von Zeitungen und als Verkäufer. Sein Lebenswerk zeigt, dass es dabei nicht bleiben sollte. Denn die Las Vegas Sands Corp., die 1988 gegründet wurde, bietet aktuell 49.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz und erzielt einen Umsatz von knapp 12,2 Milliarden US-Dollar im Jahr – umgerechnet 10 Milliarden Euro.

Sheldon Adelsons Aufstieg zum Casino-König von Las Vegas

Über seine Anfänge haben wir gesprochen. Doch natürlich bekommst du mit dem Zeitungsaustragen kein Vermögen beisammen, um ein großes Glücksspielunternehmen zu gründen. Der Ursprung seines Reichtums ist die Gründung einer Messe bekannt als Comdex. Über die Jahre entwickelte sich die die Comdex zur wichtigsten Veranstaltung für Computerhersteller. 1995 veränderte sich Adelson. Er bekam ein Angebot über 800 Millionen US-Dollar für seine Messe. Folglich verkaufte er die Comdex an eine japanische Investmentgesellschaft (Softbank). Seit 2004 fand die Messe nicht mehr statt. Doch dachte Sheldon Adelson gar nicht daran sich mit seinem neu gewonnenen Reichtum zufriedenzugeben. Er investierte sein Geld in Las Vegas – genauer gesagt im Casino-Geschäft. Später dehnte er sein Einzugsgebiet noch nach Macau aus – das Las Vegas des Ostens. Weitere Resorts stehen in China und Singapur. Am bekanntesten sind wohl das „Venetian“ und das „Palazzo“.

Macau war als Casino-Standort ein lohnendes Ziel. Schon 2007 eröffnete das Venetian Macau. Hintergrund war, dass Adelson Folgendes erkannte: Innerhalb von einem maximal drei Stunden andauernden Flug können eine Milliarde Menschen Macau erreichen. Das dicht besiedelte Asien hat Macau inzwischen längst zum neuen Las Vegas werden lassen. Tatsächlich werden dort größere Umsätze erzielt, als in der Ewigen Stadt. Rückschläge gab es natürlich auch – so in der Finanzkrise 2008. Damals verloren die Wertpapiere des Unternehmens 98 Prozent an Wert. Adelson lieh der Sands Corp. eine Milliarde US-Dollar. Ab 2009 kamen dann wieder mehr Spieler. Die Firma kehrte in die Gewinnzone zurück. Nicht Alles was Sheldon Adelson begann endete in einem Erfolg. So scheiterte er bei einem Zeitungsprojekt in Israel, sowie beim Bau eines Eurovegas in Spanien.

Geschäftsidee auf Hochzeitsreise: Im Jahr 1991 war Sheldon Adelson mit seiner Frau auf Hochzeitsreise in Venedig. Damals kam ihm die Idee zur Errichtung eines Hotel-Komplexes. 1,5 Milliarden US-Dollar ließ er sich das Venetian Resort Hotel in Las Vegas kosten. Es stricht im Gegenzug einige Architekturpreise ein.

Nähe zur republikanischen Partei: Adelson spendete an Trump und Co

The Venetian Hotel und Casino. Bild: Shutterstock.com

Doch begann die Unterstützung der republikanischen Partei durch Adelson nicht erst mit Trump. Er war schon als Großspender bei der Wiederwahlkampagne von George W. Bush tätig. Damals überwies er den Republikanern eine Summe in Höhe von 250.000 US-Dollar. Auch Newt Gingrich wurde für seine Bewerbung auf die Kandidatur zur Präsidentschaft von Adelson mit 15 Millionen US-Dollar unterstützt. Und so lässt sich die Liste fortführen. Im Jahr 2012 war es Mitt Romney, welcher die Unterstützung des Casino-Moguls erfuhr. Adelson verkündete, dass er bis zu 100 Millionen US-Dollar seines privaten Vermögens dafür aufwenden werde, damit der Demokrat Barack Obama nicht erneut gewählt wird. Eine zweite Amtszeit des Demokraten, der bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten war, ließ sich aber auch durch Spendengelder an die Republikaner nicht verhindern. Erst am 20. Januar 2017 kam Donald Trump an die Macht.

Auch für Trump öffnete Adelson die Schatulle. Erst im vergangenen November spendete er nochmals knapp 220 Millionen US-Dollar. Nach offiziellen Angaben flossen knapp 500 Millionen Dollar von Adelson in die Kasse der Republikaner. Allein auf das Jahr 2020 sollen 90 Millionen für Trump geflossen sein. Weiterhin machte der Casino-Magnat 5 Millionen für die Feier zur Amtseinführung Trumps locker. Jetzt ist Sheldon Adelson im Alter von 87 Jahren verstorben. Nach einer Trauerfeier in Las Vegas soll Adelson in Israel beigesetzt werden. Adelson galt mit einem Privatvermögen von 33 Milliarden US-Dollar als einer der reichsten Menschen auf dem Planeten (weltweit auf Platz 38; in Amerika auf Rang 20). In Israel unterstützte Adelson übrigens Ministerpräsident Netanjahu.

Soziales Engagement: Adelson spendete für den Bau einer High-School (25 Mio.) und für Yad Vashem – eine Holocaust-Gedenkstätte (25 Mio.). Eine Familienstiftung, die 2007 ins Leben gerufen wurde, unterstützt das Jugendprojekt Birthright Israel mit 140 Millionen Dollar. Obendrein hat Adelson mit seiner Frau ein Forschungsprogramm zur neurologischen Rehabilitation mit 7,5 Millionen gestützt.

Sheldon Adelson ist tot: Casino-Mogul wurde 87 Jahre alt 1200 1000 2021-01-13 10:14:33 Online-Casino.de

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