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Sind Sportwetten eine bessere Geldanlage als Aktien?

Martin Hill, 13. November 2019, Sport & Spiel

Livewetten künftig mit Einschränkung? / Shutterstock.com

Sportwetten sind ein Glücksspiel. Oder etwa nicht? Wenn wir Roulette spielen kommt die Kugel entweder auf einem roten, einem schwarzen oder dem grünen Feld zum Liegen. Einige Spieler meinen sogar diese Entwicklung absehen zu können. Bei den Wetten ist die eigene Fähigkeit Statistiken lesen und anwenden zu können, jedoch viel greifbarer. Doch reicht es nicht aus, nur das wahrscheinlichste Ergebnis vorauszusagen. Es muss ebenso mit den vorhandenen Quoten in Einklang gebracht werden. Parallelen zur Börsen-Welt gibt es einige. Aber sind Sportwetten wirklich sicherer als der Kauf und Verkauf von Wertpapieren?

Die meisten Leute sagen „Nein“! Michael Monka sagt gegenüber der Welt „Ja“! Natürlich begründet der Statistiker seine Theorie. Tatsächlich lässt sich nicht von der Hand weisen, dass über die Clubs im Profifußball unglaublich viele Informationen zu finden sind. Dieses Wissen lässt sich für die Sportwetten verwenden. Umgekehrt gibt es häufig gar nicht mal so viele Infos und Meldungen zu den Konzernen des DAX oder anderer Indizes.

Diese Vorteile haben Sportwetten gegenüber Wertpapieren

Nach Analyse einer Partie, können wir mit Zahlen belegen, warum wir einen bestimmten Spielausgang erwarten. Tatsächlich lässt sich anhand eines Modells errechnen, wie hoch die Chance ist. Solche Wahrscheinlichkeits-Modelle, die meist selbst kreiert sind, verwenden Mathematiker häufig, um mit Wetten Geld zu verdienen. Schlussendlich ist dies jedoch nur der erste Schritt. Denn nun muss die eigens errechnete Wahrscheinlichkeit noch mit der Wettquote abgeglichen werden. Eine Quote von 2,00 ist nix anderes als eine 50-Prozent-Chance – die Wettsteuer einmal außen vor gelassen. Ergibt die eigens angefertigte Analyse eine Chance von 60 Prozent, so tätigen wir einen Einsatz. Liegt unsere errechnete Wahrscheinlichkeit unter der 50-Prozent-Marke, so lassen wir die Finger von der Sportwette.

Kurz gesagt: Statistiken sind das Werkzeug und gleichzeitig der große Vorteil, den Spieler von Wetten gegenüber der Anlage in Aktien haben. Natürlich lassen sich auch hier Vorhersagen treffen. Wenn Apple sein neues iPhone auf den Markt bringt und hier erneut die Konkurrenz in Sachen Features und Innovation in den Schatten stellt, dann ist mit großen Absatzzahlen zu rechnen. Wer rechtzeitig vorher investiert, kann hier einen Aufschwung nutzen. Doch selbst wenn uns diese Erklärung emotional abholt, lässt sie sich kaum mit Daten und Fakten untermauern. Eventuell kommt das neue Modell bei den Kunden nicht an und wird zum Ladenhüter. Dann geht der Chart vom Wertpapier eventuell nach unten.

Fünf Prozent Rendite bei Sportwetten: Statistiker Monka ist sich sicher, dass mit dem Platzieren von Wetten eine Vermehrung um fünf Prozent realistisch ist.

Soll jetzt das Geld lieber in Sportwetten investiert werden?

Lieber auf 2-Weg-Wetten setzen (Bildquelle)

Diesen Eindruck möchten wir keinesfalls erwecken. Für einige Statistiker scheint es generell möglich, Sportwetten ein Stück weit zu entschlüsseln. Sie setzen auf Wahrscheinlichkeiten und können dies besser, als die Buchmacher. Dadurch haben sie einen statistischen Vorteil und somit die Möglichkeit den Wettanbieter zu schlagen. Aus diesem Wissen und dieser Kompetenz basiert der Erfolg. Doch über 99 Prozent der Sportwetter sind keine gelernten Mathematiker. Viele scheitern vermutlich schon daran, sich ein Formelkonzept auszudenken, um eine statistische Vorhersage zu treffen. Daher ist hier eine Anlage in Aktien die sicherere Alternative. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns bei den Statistikern nicht ein paar Kniffe abschauen können.

So empfiehlt Monko zweierlei. Einmal rät der Experte von Kombinationswetten ab. Da wir es hier mit Wahrscheinlichkeiten zu tun haben, leuchtet dieser Tipp ein. Denn je mehr Spiele wir zu einer Kombination zusammenfügen, desto unwahrscheinlicher ist ein positives Ergebnis. Kurz gesagt: Wer Kombiwetten anspielt, der zockt. Weiterhin empfiehlt Monka nur auf Wetten zu setzen, die nur zwei mögliche Spielausgänge haben. Dazu zählen beispielsweise die Doppelte Chance oder die Under/Over-Tore. Bei den Einsätzen ist ebenfalls Vorsicht angesagt. Es sollen nur zwei bis fünf Prozent der gesamten Bankroll eingesetzt werden. Weitere Faktoren, wie Verletzungen, Trainerentlassungen, Suspendierungen, Sperren, etc. sind immer im Hinterkopf zu halten.

Sportwetten als Investment-Case: Nur für die wenigsten Tipper eignen sich die Wetten, um damit dauerhaft Gewinne zu erzielen. Wer nicht in diese Schublade fällt, sollte unbedingt mit Budgets arbeiten und diese auch einhalten.

Dem Buchmacher eine Nasenlänge voraus sein!

Dass ist gewissermaßen die Quintessenz dieses Beitrages. Doch ist dies nicht zwingend nur über Statistiken und Fakten möglich. So kam es bei einem Drittligaclub in Italien vor einiger Zeit zum Streik. Im Februar 2019 trat Pro Piacenza mit sieben Jugendlichen in der Mannschaft an und verlor mit 0:20. Die Stammkräfte machten so auf den Vorstand Druck. Denn seit Monaten waren keine Gehaltszahlungen eingegangen. Nachdem drei Spiele in Folge abgesagt wurden, musste die vierte Begegnung einfach gespielt werden. Sonst wäre der Club aus dem Wettbewerb ausgeschlossen worden.

Wer über die Medien oder durch Insider-Kenntnisse von diesem Phänomen vor den Buchmachern wusste, der konnte mit Sportwetten ein relativ sicheres Geschäft machen. Doch selbst solche Wettquoten sind nicht absolut sicher. Denn die Buchmacher behalten sich vor, bestimmte Spiele auch nachdem Tipper ihre Wette platziert haben, noch aus dem Angebot zu streichen. In diesem Fall wurden die Gewinne aber ausbezahlt.

Sind Sportwetten eine bessere Geldanlage als Aktien? 1200 1000 2019-11-13 09:00:16 Online-Casino.de

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