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Spielcasino-Krise in China

Martin Hill, 8. Januar 2016, Wirtschaft

Chinas Aktien-Krise war in der Casino-Branche schon vorab zu spüren. Als ob sich der Absturz von der Küste her ausgebreitet hätte. Die Börsen in New York und Frankfurt haben den Trend notiert. Auf der Glücksspiel-Hochburg Macau, gelegen auf einer Insel vor Hongkong, waren die Auswirkungen als erstes abzulesen.

Rückblickend können die rückläufigen Casino-Einnahmen als Frühindikator für die Krise bezeichnet werden. Die chinesischen Bewohner des Festlandes haben auf die Ankündigung der Regierung Korruption und Schwarzgeld schärfer angehen wollen, reagiert. Es wurde weniger Geld in Glücksspiel investiert. Zurückhaltung wurde geübt.

Börsennotierte Casino-Unternehmen im Tiefflug

Ein Blick auf die Börsenwerte der Unternehmen, welche gelistet sind und gleichzeitig zumindest ein Casino auf Macau betreiben, lässt schlechtes erahnen. Denn die fünf Spielcasino-Firmen haben innerhalb von 24 Monaten über 100 Milliarden Dollar an Unternehmenswert an den Börsen verloren.

Melco Crown gehört dem Australier James Packer. Auch Lawrance Ho ist beteiligt. Der Wert hat im genannten Zeitrahmen um 60 Prozent verloren. Der Vater von Lawrance Ho ist noch schlechter dran. Ihm gehört das Unternehmen SJM. Dieses hat 78 Prozent beim Börsenwert eingebüßt. Steve Wynn betreibt auf Macau das „Wynn Macau“. An den Börsen verlor es 73 Prozentpunkte. Der amerikanische Milliardär Sheldon Adelson kontrolliert das Sands China. Ihm gingen noch immer 58 Prozent an Wert verloren.

Wer die Börsenkurse der Casinos vergleicht, erkennt einen gemeinsamen Abwärtstrend. Dieser wurde von der Politik in China eingeleitet. Bestechung und Geldwäsche sollten bekämpft werden. Gleichwohl ging es mit diesen Regelungen auch dem Glücksspiel an den Kragen. Der Umsatz verringerte sich 2015 um mehr als ein Drittel. Für die Betreiber ist es das zweite Jahr in Folge, in welchem Verluste eingefahren wurden.

Bestes Beispiel für die Politik ist das neue Studio-Casino von Melco Crown, wo nur ein geringer Anteil der geplanten Tische zum Spielen freigegeben wurde.

Casino-Milliardäre planen weitsichtig

Die Flaute wird die Milliardäre nicht freuen. Aber Trübsal blasen sie auch nicht. Auf dem Cotai Streifen sollen weitere Milliarden investiert werden. Ziel ist der Aufbau von Casino Ressorts. Dies bedeutet, dass Familien angelockt werden sollen. Während sich ein Familienmitglied mit den Kindern irgendwo amüsieren kann, bleibt am Abend Zeit zum Spielen.

Das Studio-Casino bietet ebenfalls bereits einige Unterhaltungsbereiche. Der Fokus dieser Anlagen liegt oftmals auf den Übernachtungsmöglichkeiten. Diese Option stellt die Regierung in Peking zufrieden und soll auf lange Sicht wieder für Gewinne sorgen. Denn noch vor knapp drei Jahren wurden auf Macau Umsätze generiert, welche Las Vegas um das Siebenfache überboten haben.

Spielcasino-Krise in China 300 200 2016-09-30 08:44:20 Online-Casino.de

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