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Spieleklassiker Tetris als Anti-Sucht-Mittel

Martin Hill, 2. Oktober 2015, Unterhaltung

Im Zuge eines Experiments an der Plymouth University in England wurde herausgefunden, dass das Spielen von Tetris ein gutes Mittel zur Suchtbekämpfung darstellt. In einem ersten Versuch wurde der Spieleklassiker gegen das Verlangen nach Zigaretten, Alkohol und Junk Food eingesetzt – mit Erfolg.

Für Alle, die es nicht wissen, wird Tetris nachfolgend erklärt, bevor weitergehend auf die Funktionsweise der Suchtbekämpfung eingegangen wird.

Was ist Tetris überhaupt?

Alexei Paschitnow ist der Erfinder von Tetris. Die erste Version erschien bereits 1984 auf einem Elektronika-60-Rechner. Das Minispiel hat sich über 100 Millionen Mal verkauft und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen überhäuft. Dabei ist eine Umsetzung inzwischen auf praktisch allen Systemen erfolgt. Besonders auf dem Gameboy wurde das Spiel lange Zeit genutzt.

Vom Prinzip her ist Tetris ein Puzzle-Spiel. Sieben unterschiedliche Formen fallen vom Himmel und müssen auf dem Boden so eingefügt werden, dass eine gerade Fläche entsteht. Ist diese von links nach rechts durchgehend vorhanden, so verschwinden die entsprechenden Bausteine. Der Spieler kann die Bausteine drehen, während sie fallen.

Es ist zufällig bedingt, welche Spielsteine als nächstes erscheinen. Der Spieler wird jedoch vorzeitig informiert. Das Spielfeld ist nach oben hin begrenzt. Erreichen die Bausteine die Decke, so hat der Spieler verloren. Tetris nimmt an Schwierigkeit zu. Wenn der Spieler eine bestimmte Punktzahl erreicht hat, steigert sich die Geschwindigkeit des Herabfallens.

Warum Tetris erfolgreich gegen Süchte hilft?

Der erste Test wurde an 31 Studenten durchgeführt. Tetris als Heilmittel gegen eine Sucht einzusetzen ist ein innovativer Ansatz. Die Lust auf Alkohol, Junk Food und Rauchen wurde von 70 auf 56 Prozent, durch das Tetris-Spiel, gesenkt.

Die Forscher haben auch eine Begründung parat: Für das Game wird die optische Vorstellungskraft benötigt. Die lebhafte und somit bildliche Vorstellung des Konsums der Suchtmittel rückt in den Hintergrund. Es ist nicht möglich, sich auf beides zu konzentrieren, Tetris und die jeweilige Sucht. Durch das aktive Spiel wird der Konsum in den Hintergrund verdrängt.

Das bisherige Forschungsergebnis besagt, dass Tetris dazu geeignet ist, die Spieler eine gesamte Woche von ihren Süchten abzulenken. Der Wunsch auf Alkohol, Rauchen oder Fast Food wurde geringer. Diese Tatsache nehmen die Forscher zum Anlass das Experiment zu erweitern. Weitere Suchtmittel, wie Drogen, sollen in das Experiment einbezogen werden.

Ob die Spielsucht ebenfalls damit bekämpft werden kann, ist noch nicht erforscht. Einerseits scheint es paradox die Sucht am Spielen mit einem Spiel zu bekämpfen. Andererseits ist die Idee auch wieder naheliegend das eigentliche Verlangen zu befriedigen und sich gleichzeitig abzulenken.

Spieleklassiker Tetris als Anti-Sucht-Mittel 300 200 2016-09-05 16:12:27 Online-Casino.de

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