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Sportwetten-Wahnsinn: Heimvorteil ohne Fans nicht existent

Hat der Heimvorteil ausgespielt? / Shutterstock.com

Seit dem 16. Mai 2020 darf in der 1. Bundesliga wieder gespielt werden. Doch seitdem hat sich etwas verändert. Die Spiele finden ohne Zuschauer statt. Auf den Tribünen stehen Pappkameraden. Die Kulisse kommt aus dem Lautsprecher. Auf den ersten Blick denkt der Betrachter am TV-Bildschirm alles sei normal. Doch dem ist nicht so. Was bislang eher graue Theorie war, ist inzwischen zur Gewissheit geworden. Der Fan im Stadion als zwölfter Mann fehlt! Denn seit dem Re-Start der 1. Bundesliga gab es mehr Siege auswärts als daheim.

Wer an den letzten beiden Spieltagen Sportwetten platzieren möchte, sollte diese Abnormität im Auge behalten. Innerhalb der Bundesliga finden diese Spieltage gebündelt – alle neun Partien zur gleichen Zeit – statt. Am Samstag, den 20. Juni 2020, um 15.30 Uhr startet der 33. Spieltag. Das Highlight ist hier das Duell zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund. Exakt eine Woche später steigt das große Finale. Erst dann sind alle Fragen geklärt: Wer kommt in die Champions und Europa League? Wer steigt ab? Der Meister steht hingegen mit dem FC Bayern München unlängst fest.

Auswertung von 64 Spielen: So verschwindet der Heimvorteil

Wer zuhause spielt, der bekommt einen leichten Bonus. Dies galt bezüglich der Sportwetten und natürlich hinsichtlich des Resultats gegen den anreisenden Kontrahenten. Ob es die Reisestrapazen beim gegnerischen Club oder doch die Fans im eigenen Rücken sind, ist lange Zeit umstritten gewesen. Jetzt geben die bislang absolvierten 64 Begegnungen seit Re-Start erstmals mit größerer Sicherheit Aufschluss darüber. Sieben Spieltage sind seit der Zwangspause ausgetragen worden. Damit kommen wir bereits auf 63 Partien. Und dann hatte der SV Werder Bremen noch sein Nachholspiel gegen Eintracht Frankfurt auszutragen. Unsere Datengrundlage beziffert sich auf diese 64 Begegnungen seit dem 16. Mai 2020. Folgende Erkenntnisse haben wir aus unserer Auswertung der Zahlen gewonnen.

Jetzt haltet euch erst einmal fest. Denn seit dem Re-Start gab es nur 16 Heimsiege. Weiterhin gucken wir auf 17 Unentschieden. Damit bleiben 31 Erfolge in der Fremde. Tatsächlich wäre diese Statistik ohne den 32. Spieltag, wo es erstmals seit dem Wiederbeginn ausnahmsweise mehr Heim- als Auswärtssiege gab, noch deutlicher ausgefallen. Der absolute Spitzenwert von am 29. Spieltag mit sechs Auswärtssiegen in neun Begegnungen statt. Auch die Frankfurter Rundschau nahm sich des Themas an. Um fair zu sein muss jedoch erwähnt werden, dass der Vorteil von Heimspielen schon in der gesamten Saison gewackelt hat. Durch das Fehlen der Zuschauer im Stadion hat sich dieser Trend nur weiter verschärft. So gab es beispielsweise am 18. Spieltag schon einmal sechs von neun Partien, welche das Auswärtsteam für sich entschied.

FC Bayern befeuert die Statistik: Es gibt nur einen Club, der seit dem Re-Start die volle Punktzahl geholt hat. Gemeint ist der Rekordmeister aus München. Da die Bayern erst drei Mal zuhause, aber fünf Mal auswärts gespielt haben, treiben sie diese Statistik leicht in die Höhe. Doch der Trend lässt sich nicht auf eine Mannschaft reduzieren.

Welche Lehren lassen sich bezüglich der Sportwetten ziehen?

Ohne Zuschauer sind Clubs auswärts stark / Shutterstock.com

Zuvor eine Statistik: Seit dem Re-Start endeten 48,44 Prozent der Spiele mit einem Auswärtssieg. Da ist es nur naheliegend die Vereine, welche in der Fremde ranmüssen, besonders im Auge zu behalten. Diesbezüglich hat die wohl größte Überraschung am letzten Spieltag stattgefunden. Borussia Dortmund spielte zuhause gegen den 1. FSV Mainz 05. Und die Mainzer waren in diesem Duell in der Lage eine 2:0 Führung nach Hause zu bringen. Nebenbei bemerkt gelang es RB Leipzig ebenfalls nicht, einen Sieg im Heimspiel gegen die Düsseldorfer einzufahren. Trotz 2:0 Führung endete die Begegnung letztlich nur mit einem 2:2.

Natürlich wäre eine weitere Deutung möglich. Der Videoassistent ist jetzt zwar schon etwas länger im Einsatz und in der Saison 18/19 war der Heimvorteil definitiv stärker ausgeprägt, dennoch mag die Weiterentwicklung in diesem Bereich seinen Teil beitragen. Die Schiedsrichter lassen sich nicht mehr unbewusst von den Fans im Stadion leiten. Dass können sie gar nicht. Denn bei einer Fehlentscheidung werden sie vom Kölner Videokeller korrigiert. Doch dieser Randaspekt sollte den Heimvorteil nicht komplett aushebeln. Seit Re-Start ist in der Tat eher von einem Auswärtsvorteil zu sprechen. Doch beziehen sich die statistischen Daten eben nur auf 64 Spiele. Und wir alle hoffen, dass unsere Erhebung schnell zu Ende geht und das Publikum wieder auf die Ränge darf.

Favoriten auswärts konstant: Besonders der FC Bayern München, RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen und trotz der Niederlage unter der Woche Borussia Dortmund sind im fremden Stadion gut in Form gewesen.

Nutzen Sportwetter den Auswärtsvorteil: Blick auf den 33. Spieltag

Die Buchmacher scheinen noch ein Stück weit unschlüssig, wie sie mit diesen neuen Zahlen umgehen sollen. Wir persönlich haben nicht den Eindruck, dass die Auswärtsmannschaften im Durchschnitt jetzt mit niedrigeren Quoten als vorher bedacht werden. Wer für seine Sportwetten also die richtigen Partien und Mannschaften auswählt, profitiert eventuell sogar von dieser Situation. Interessante Wett-Tipps können eventuell auf Borussia Dortmund (2,90), Eintracht Frankfurt (2,41), den FC Augsburg (3,85) oder Union Berlin (5,00) platziert werden. Die Quoten von Bet-at-Home befinden sich im Klammern.

Sportwetten-Wahnsinn: Heimvorteil ohne Fans nicht existent 1200 1000 2020-06-19 15:37:04 Online-Casino.de

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