Studie: Glücksspiel bei Jugendlichen

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Studie: Glücksspiel bei Jugendlichen

Martin Hill, 4. August 2016, Sport & Spiel

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Das Glücksspiel löst nicht nur bei Erwachsenen einen großen Reiz aus. Auch Jugendliche werden regelmäßig mit dieser Versuchung konfrontiert. Nicht immer können und wollen die Heranwachsenden widerstehen. Eigentlich ist Glücksspiel natürlich erst ab 18 Jahren erlaubt.

Dennoch ist das Verhalten beim Glücksspiel von Minderjährigen über die letzten Jahre nicht gleich geblieben. Im Zuge der „Schulbus-Studie“, durchgeführt von der Sucht Hamburg gGmbH, hat eine Veränderung stattgefunden. Die Angaben beziehen sich hier ausnahmslos auf das Jahr 2015 und auf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

Wandel beim Glücksspiel Minderjähriger

Wer in seiner Jugend noch mit den Eltern in die Kneipe um die Ecke gegangen ist, wird sicherlich auch als Kind mal den Spielautomaten dort bedient haben. Heute müssen die Wirte hier aufpassen. Denn in diesem Fall können sie eine Anzeige wegen dem Glücksspiel Minderjähriger kassieren.

Befragt wurden Schüler. Hier haben 59,3 Prozent angegeben, bereits Erfahrungen im Glücksspiel gesammelt zu haben. Allerdings ist nicht das klassische Lotto der Spitzenreiter. Ganz vorne stehen die Sofortlotterien. Hier sind es bei Jugendlichen hauptsächlich Rubbellose (44 Prozent), welche Glück bringen sollten. Auf dem zweiten Rang folgt Poker, welches noch immer als Glücksspiel einsortiert ist mit 22 Prozent.

Beim Automatenspiel ist hingegen tatsächlich ein Rückgang zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es noch 17 Prozent der Heranwachsenden, welche schon einmal die Walzen ins Rollen gebracht hatten. Im Jahr 2015 ist diese Statistik auf 13 Prozent abgefallen.

Allerdings sind Sportwetten auch bei Jugendlichen auf einem steilen Kurs nach oben. Im Alter von 14 bis 17 Jahren sind es inzwischen 17 Prozent, die bereits auf ein Sportereignis gewettet hatten.  Drei Jahre zuvor waren es lediglich 14 Prozent.

Spannend ist hier auch die Einteilung der Teilnahme am Glücksspiel nach den Geschlechtern. Bei den Jungen sind es 28 Prozent, die innerhalb der letzten 30 Tage ihr Glück versucht haben. Beim den Mädchen im gleichen Alter waren es lediglich 9 Prozent.

Weitere Informationen der Schulbus-Studie

Die vollständige Schulbus-Studie ist unter dem vorangegangenen Link einzusehen. In diesem 148-seitigen Dokument wurden auch das Essverhalten, die Nutzung des World Wide Webs, Suchtmittel und Computerspiele in Bezug zu Jugendlichen untersucht.

Spannend ist hierbei auch das Freizeitverhalten der Jugendlichen. Ein Großteil von ihnen setzt den Aufenthalt im Internet an die Spitze der eigenen Aktivitäten. Fernsehen oder Herumhängen stehen ebenfalls weit oben auf der Liste. Weniger häufig wird hingegen gelesen oder sich politisch oder sozial engagiert. Hier gibt es aber sogar nach Bundesländern signifikante Unterschiede.

Bildquelle: Fotolia/rosifan19 (Bild-ID: #104081264)

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