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Verbot von Online-Casinos stößt Schwarzmarkt weit auf!

Martin Hill, 11. Dezember 2019, Sport & Spiel

Spieler und Unternehmen vor Manipulationen schützen / Shutterstock.com

Politiker in Deutschland überlegen die Büchse der Pandora zu öffnen. Damit würden sie hiesige Spieler im Online-Casino vor ein Problem stellen. Doch der Reihe nach. Schon jetzt sind Casino-Spiele vom Gesetz her untersagt. Denn laut § 4 Absatz 4 vom Glücksspielstaatsvertrag ist das Veranstalten und Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet verboten. Online-Casinos gehören nicht zu den genannten Ausnahmen. Dennoch ist es, auch über diverse Gerichtsentscheidungen, nie wirklich gelungen dieses Gesetz durchzusetzen. Die Politik bekommt keinen Zugriff auf die Anbieter. Doch zukünftig sollen die großen Namen der Branche über die Sportwetten-Lizenzen bei den Casinos in die Pflicht genommen werden.

Damit könnte die Regierung ein größeres Übel auf die Bevölkerung loslassen. Aktuell mag es keine Regulierung von Online-Casinos geben und daran muss gearbeitet werden. Doch die Spielcasinos im Internet werden von den großen Namen der Branche angeführt. Diese sind auch in anderen Ländern, wo sie eine Konzession halten, aktiv und verfügen über reichlich Erfahrung. Obwohl der Bereich in Deutschland nicht reguliert ist, sind die Kunden dort relativ geschützt. Doch wo gehen die Spieler ihrer Leidenschaft nach, wenn die Casino-Sparten schließen müssen?

Vorwort: Verweis auf Studie für den deutschen Onlineglücksspielmarkt

Online-Glücksspiele sind ein sensibles Thema. Darüber sollte sich jeder Anbieter auf dem Markt und jeder Spieler im Internet im Klaren sein. Vermutlich herrscht Einigkeit darüber, dass es eine Regulierung braucht. Gefördert von den Bundesländern Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Universität Hamburg eine Studie zu den Regulierungsoptionen für den deutschen Onlineglücksspielmarkt veröffentlicht. Der Endbericht erschien im September 2019 und ist damit hochaktuell. Dabei wird im Übrigen auch auf Lootboxen, Pay-to-Win-Spiele und Glücksspiele mit Spielgeld verwiesen. Alles Themen, die bislang gesetzlich praktisch keine Beachtung finden.

Doch liegt unser Fokus auf den Online-Casinos. Und hier ist insbesondere das Fazit zum deutschen Markt zu beachten. Einerseits liegt die Rate der Hochrisikospieler laut Auswertung bei 14,5 Prozent. Diesbezüglich ist von einem „nicht ungefährlichen Produkt“ die Rede. Spielerschutz ist daher zwingend notwendig. Dieser Meinung schließen wir uns an. Doch führt die Studie folgende Erkenntnis an: „Es zeigt sich also nicht, dass Casino- und Automatenspiele deutlich gefährlicher sind als zum Beispiel Wetten.“ Es gibt also ein Risiko-Potential, welches in den Studienergebnissen übrigens höher ausfällt als bei vergleichbaren Ausarbeitungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dies liegt jedoch daran, dass es Unterschiede bei der Methodik und Datenerhebung gibt. Brisant ist jedoch Folgendes: Obwohl die Sportwetten laut der Studie ein ähnliches Suchtpotential zu haben scheinen, wie die Online-Casinos, findet hier ab 2020 eine Lizenzierung statt.

Sportwetten Lizenzen ab 2020: Eineinhalb Jahre Verbot für Online-Casinos?

Wetten 2020, Casinos 2021 lizenziert? / Shutterstock.com

Es sind nur noch wenige Wochen, in denen sich die Glücksspielanbieter für eine Sportwetten Lizenz in Deutschland bewerben können. In diesem Zusammenhang fragten wir vor wenigen Tagen bereits: Verschwinden Online-Casinos 2020 aus Deutschland? Denn wer sich um eine Konzession bewirbt, der unterwirft sich damit dem deutschen Recht. Und wie eingangs bereits erwähnt, sind die Internet-Spielbanken laut Gesetz verboten. Spätestens seit der Lizenzvergabe in Schleswig-Holstein in den Jahren 2011/12 wurden die Casinos geduldet. Doch jetzt scheint die Regierung, eventuell nur für die kurze Phase bis zum Sommer des Jahres 2021, gegen das Spieleangebot vorgehen zu wollen. Einhergehend mit der Sportwetten-Lizenz sollten Live-Wetten reglementiert und ein Einsatzlimit festgelegt werden. Dies mag bereits auf Unwillen bei einigen Buchmachern stoßen. Doch die größte Kritik wirft auf, dass die Casino-Sparte mit Erteilung der Konzession wohl zu schließen wäre.

Bwin, Tipico, Betway oder Bet-at-Home – alles bekannte Namen in der Sportwetten-Welt. Was haben diese Wettanbieter gemeinsam? Es sind inzwischen iGaming-Plattformen. Dort gibst du nicht nur Wetten ab. Du kannst Pokern, am Automaten drehen oder am virtuellen Tisch für eine Runde Blackjack oder Roulette Platz nehmen. Außerdem handelt es sich bei den großen Namen der Branche ausnahmslos um multinationale Unternehmen. Diese verfügen freilich über eine umfassende Rechtsberatung. Aktuell scheinen die Anwälte von einer Bewerbung auf eine Konzession in Deutschland abzuraten. Denn damit würden die Anbieter ihr eigenes Angebot kannibalisieren. Dass hat das Regierungspräsidium in Darmstadt wohl ebenfalls gemerkt. Daher wurde in einem offenen Brief mit einem Untersagungsverfahren gedroht.

Spielen die Glücksspielanbieter auf Zeit? Ab dem 1. Januar 2020 startet die Lizenzierung der Sportwettanbieter. Vom 1. Juli 2021 an greift ein neuer Glücksspielstaatsvertrag. Hier könnten die Online-Casinos wieder legal sein. Eventuell lassen es die Anbieter auf ein Untersagungsverfahren ankommen und gehen vor Gericht. Bis eine Entscheidung gefällt ist, ist der Stichtag für das neue Gesetz nicht mehr fern.

Wie das Regierungspräsidium glaubt Zugriff auf die Anbieter zu bekommen

In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Strategie gezeigt, wie gegen die Glücksspielanbieter vorgegangen wird. Nachdem sich Jahre nichts getan hat und die Unternehmen auf Malta oder Gibraltar nur schwer zu fassen waren, hat die Politik jetzt die Zahlungsanbieter ins Visier genommen. PayPal hat sich schon von den Online-Casinos zurückgezogen. Auch bei den Sportwetten standen sie kurz vor einem Rückzug. Doch mit der geplanten Regulierung sind sie hier bei vielen Anbietern auch weiterhin zu erreichen. Tatsächlich können sich auch andere Zahlungsdienstleister, wie die Paysafecard und die Kreditkarten unter Druck setzen lassen. Betroffen wären alle Methoden, die in Deutschland oder zumindest über die EU greifbare wären.

Doch langfristig ist dies keine Lösung. Die Kunden würden sich Alternativen zum Bezahlen suchen. Schon jetzt gibt es die ersten Krypto-Casinos. Es handelt sich um Spielbanken, wo mittels Kryptowährung eine Einzahlung erfolgen kann. MuchBetter ist ebenfalls ein aufstrebender Zahlungsanbieter mit Regulierung auf Malta, wo das Glücksspiel stark geschützt wird. Auch in Großbritannien ist die Zahlungsweise registriert und reguliert. Im Zweifel wird es immer Dienstleister geben, welche die Transaktion für die Kunden zum Online-Casino übernehmen. Und falls alle Zahlungsmodalitäten aus der EU wegfallen, wird sich ein asiatisches Unternehmen dafür finden. Es wäre also naiv zu glauben, über das Bezahlen langfristig Einfluss nehmen zu können.

Trennung von Sportwetten und Casinos: Hier liegt beim Bezahlungsprozess ebenfalls ein Zwiespalt vor. Einige Unternehmen erlauben tatsächlich nicht, das Guthaben von einer Sparte zur anderen zu schieben. Bei anderen Glücksspielanbietern ist genau das aber möglich.

Stehen die Online-Casinos ab 2020 wieder hoch im Kurs?

Kehren Online-Casinos 2021 zurück? (Bildquelle)

Letztlich gibt es noch keine offizielle Aussage, wie es ab dem 1. Juli 2021 weitergeht. Denn bis zum 30. Juni 2021 gilt noch der alte Glücksspielstaatsvertrag. Es sind nur noch eineinhalb Jahre übrig, dann soll die neue Gesetzgebung erscheinen. Bislang scheinen die Ministerpräsidenten jedoch keine Einigkeit hinsichtlich diverser Themen erreicht zu haben. Insbesondere die Online-Casinos sind immer wieder ein Streitpunkt gewesen. Einige Bundesländer würden die Casino-Spiele gerne weiterhin verbieten und sich lieber mit der Frage befassen, wie ein solches Verbot effektiv durchzusetzen ist. Andere Ministerpräsidenten wollten die Online-Spielbanken, ähnliche wie die Sportwetten, lizenzieren. Dann könnten sich die Unternehmen erneut für eine Lizenz bewerben und wären offiziell für den Spielbetrieb in Deutschland zugelassen.

Aus unserer Sicht geht die Tendenz in Richtung Konzessionierung und Regulierung. Denn einige Bundesländer haben sich hinter den Kulissen wohl dazu entschlossen, sollte keine gemeinsame Lösung gefunden werden, die Möglichkeit der Lizenzvergabe auf Basis des Landesrechtes zu nutzen. Denn Glücksspiel ist, wie Schleswig-Holstein in den Jahren 2011/12 diesbezüglich nachgewiesen hat, Ländersache. Selbst die Politiker mit konservativer Ansicht dürften sich keinen Zustand wie in den letzten Jahren wünschen, wo sich die Anbieter im Zweifel auf einzelne Lizenzen der Bundesländer oder gar auf die europäische Dienstleistungsfreiheit berufen. Außerdem ist es viel leichter eine Regulierung durchzusetzen, wenn es die offizielle Erlaubnis zum Spielen gibt.

Für eine gemeinsame Lösung zu spät? Wenn die Politik sich bezüglich der Ausarbeitung des neuen Glücksspielstaatsvertrages schon festgelegt und eventuell hinsichtlich der Online-Casinos eine Übergangsregel geschaffen hätte, würde jetzt vermutlich ein großer Andrang auf die Sportwetten-Konzessionen herrschen. Derzeit scheint es so, dass hauptsächlich Anbieter wie X-Tip – die kein Online-Casino betreiben – sich ohne zu Zögern bewerben.

Eineinhalb Jahre sollen Spieler auf dem Schwarzmarkt Fuß fassen

Der politische Prozess ist derzeit nur schwer zu verstehen. Nochmal in Kürze: Ab 2020 sollen Konzessionen für Sportwetten-Anbieter vergeben werden. Wer sich für eine Lizenz bewirbt und diese ausgestellt bekommt, der hat sich in Sachen Glücksspiel an geltendes Recht zu halten. Aktuell sind die Casinos jedoch verboten. Daher müsste diese Sparte, die ein Bestandteil fast aller Unternehmen der Branche ist, eingestellt werden. Ab dem 1. Juli 2021 könnten die Online-Casinos plötzlich lizenziert werden. Damit wären sie wieder erlaubt. Kunden dürften zu ihren angestammten Anbietern zurückkehren und den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Wer jedoch kurz innehält und nachdenkt, dem fällt der Fehler in diesem Gedankengang auf.

Was passiert, während der eineinhalb Jahre andauernden Pause? Angenommen die Lizenzen greifen ab dem 1. Januar 2020 und die Casino-Spiele würden tatsächlich zum 1. Juli 2021 freigegeben, dann haben wir 18 Monate in denen die Internet-Casinos offiziell verboten sind. Jetzt wäre es doch fahrlässig anzunehmen, dass die Kunden sich keine Alternative suchen. Gesetze hin oder her. Wie viele Leute bekommen eine Änderung der Gesetzgebung diesbezüglich gar nicht mit? Beziehungsweise sind Online-Casinos aktuell offiziell verboten. Aber über viele Jahre hat das niemanden gekümmert. Es fand praktisch eine Duldung statt. Wie soll hier die Änderung kommuniziert werden? Natürlich ist die Lage klar, wenn die Casino-Sparten bei den großen Namen der Branche schließen. Doch weltweit gibt es über 2.000 Online-Casinos die mit einer Lizenz außerhalb der EU betrieben werden. Wenn die bekannten Namen, die zum großen Teil nach fairen europäischen Richtlinien arbeiten, schließen müssen, wandern die Spieler eventuell in den weniger regulierten, asiatischen Raum ab.

Casino-Lizenzen vs. Steuern: Ab Mitte 2021 hätte die Bundesregierung diese Spieler dann eventuell gerne zurück, um Steuereinnahmen zu generieren und die lange überfällige Regulierung durchzuführen. Doch dann haben sich diverse Kunden schon anderswo registriert und kehren eventuell so schnell nicht zurück.

Lässt sich der Schwarzmarkt bezüglich der Internet-Casinos eindämmen?

Verbote keine Lösung, Regeln schon! / Shutterstock.com

Der größte Schwarzmarkt ist hausgemacht. Online-Casinos sind vom Gesetz her verboten. Wo Kunden Sportwetten spielen dürfen, sind die Casino-Games eigentlich untersagt. Wenige Ausnahmen, die sich auf eine Lizenz von Schleswig-Holstein berufen, hat es über die Jahre gegeben. Es darf jedoch nicht das Ziel sein den Schwarzmarkt trockenzulegen. Denn das scheint derzeit, über die Lizenzvergabe der Sportwetten, zu geschehen. Dann müssten nämlich wiederum die Casinos schließen. In diesem Fall werden sich viele Spieler, die sich ihre Freiheit auf Glücksspiele nicht nehmen lassen, anderswo umschauen. Und in den Weiten des Internets fündig zu werden, ist nicht gerade schwer. Alternativ können sich die Kunden einfach ein VPN einrichten. Dabei handelt es sich um ein Virtuelles Privates Netzwerk. Damit gaukelt man dem Internet einen anderen Standort vor. Dort lässt sich ein anderes deutschsprachiges Land auswählen, in dem Online-Casinos legal sind und schon kann mit nur wenigen Klicks ganz normal gespielt werden.

Doch ob die Spieler nur auf asiatische Anbieter ausweichen oder ein VPN nutzen, wenn es von deutscher Seite aus keine Regulierung gibt, findet auch kein effektiver Spielerschutz statt. Tatsächlich müsste das Thema Online-Casinos in Deutschland von der anderen Seite aus aufgerollt werden. Zunächst gilt es die bestehenden Anbieter aus dem Schwarzmarkt zu holen. Dies ist über eine Legalisierung sprich Lizenzierung möglich. Jetzt hat die Regierung die Steuerung des Glücksspiels nämlich in der Hand. Es können Gesetze erlassen werden, an die sich die Glücksspielfirmen zu halten haben. Auf diesem Weg lassen sich übrigens nicht nur die Spieler schützen. Weiterhin ist es möglich die Geldwäsche einzudämmen.

Verbote oftmals ohne Wirkung: Häufig ist es tatsächlich so, dass ein Verbot erst Recht einen Reiz hervorruft. In der Psychologie nennt sich diese Abwehrreaktion Reaktanz. Dabei wird die genommene Freiheit als immens wichtig empfunden. Die Folge ist eine Suche nach Alternativen.

Weiterer Regulierungsbedarf im Online-Glücksspiel

Was ebenfalls dringend notwendig scheint, ist eine zentrale Regulierung. Derzeit kümmert sich das Regierungspräsidium in Darmstadt für die Pferdewetten und um das Sperrsystem OASIS. Das Hessische Ministerium für Inneres ist für die Sportwetten und Konzessionen zuständig. Niedersachsen übernimmt die gewerbliche Spielvermittlung. Die Bezirksregierung in Düsseldorf ist für die Überwachung der Werbemaßnahmen zuständig. Allerdings gilt dies eigentlich nicht für Online-Casinos, da diese gar nicht erlaubt sind. In Hamburg werden die Lotterien geregelt und das Finanzministerium von Rheinland-Pfalz übernimmt abschließend die Wohlfahrtslotterien.

Hier zumindest hat die Regierung offenkundig gelernt. Die Einrichtung einer zentralen Behörde ist in Planung. Fraglich sind aktuell jedoch weitere Baustellen im Glücksspiel. Obwohl wir von einer Regulierung der Online-Casinos ab Mitte 2021 ausgehen, ist dieser Punkt nicht final geklärt. Und wie sieht es mit anderen Glücksspielen aus? Klarheit scheint nur bei den Sportwetten und den Lotterien zu herrschen. Doch was ist mit Fantasy Sport, virtuellem Sport, Lootboxen, Pay-to-Win-Systemen oder Glücksspielen ohne Echtgeldeinsatz? Die neue Glücksspielgesetzgebung sollte unbedingt einen Schritt weiterdenken als in der Vergangenheit und diese und weitere Entwicklungen bedenken.

Regulierung mit Unterstützung der Anbieter: So muss das Ziel lauten. Nehmen wir aktuell die Sportwetten als Beispiel. Hier wurden Vorgaben gemacht. Jetzt sollen auch die Online-Casinos schließen. Daher ist anzunehmen, dass die Wettanbieter erst einmal abwarten was im neuen Jahr geschieht. Es ist nur sehr schwer möglich, an den Unternehmen vorbei zu regulieren.

Zusammenfassung: Online-Casinos als Scheideweg im deutschen Glücksspiel

PayPal hat sich zurückgezogen / Shutterstock.com

Eine aktuelle Studie der Universität Hamburg sieht die Suchgefahren bei Sportwetten und Casino-Spielen auf einem Level. Umso paradoxer scheint die Planung der Politik die Wetten mit einer Lizenz auszustatten und zugleich die Online-Casinos damit ins Abseits zu stellen. Denn die Anbieter sollen sich mit der Konzessionsvergabe an deutsches Recht halten. Und danach sind Online-Glücksspiele ohne Ausnahmeregelung verboten. Noch verworrener wird die Sache jedoch, sollten die Spielcasinos im Web ab 2021 wieder die Freigabe erhalten. Die Tendenz scheint dahin zu gehen. In diesem Fall macht es keinen Sinn jetzt Verbote durchsetzen zu wollen – auch wenn diese gesetzlich schon seit vielen Jahren bestehen und nie durchgesetzt werden konnten. Über die Zahlungsanbieter mag es tatsächlich möglich sein, vorrübergehend die Zahlungsströme einzudämmen. Langfristig suchen sich die Spieler hier Alternativen wie MuchBetter oder eine Kryptowährung.

Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass eine Regulierung nur dann funktioniert, wenn eine Erlaubnis vorliegt. Ist das Online-Casinospiel legal, so können die Wettbewerber mit Regeln versehen werden. Eine zentrale Regulierungsstelle sorgt für die Einhaltung, womit die Spieler wiederum einen möglichst breiten Schutz erhalten. Vergehen gegen diese Vorschriften werden mit Sanktionen belegt. So sollte es sein und so macht es das Ausland zum großen Teil schon vor. Sollten die Online-Casinos in Deutschland wirklich und sei es nur für eineinhalb Jahre, geschlossen werden, sehen wir deren Kundenstamm am ehesten auf den nicht regulierten Schwarzmarkt ins Ausland abwandern. Daher ein Appell an die Politik: Macht Gesetze für uns Spieler und für die Glücksspielunternehmen und nicht gegen uns.

Verbot von Online-Casinos stößt Schwarzmarkt weit auf! 1200 1000 2019-12-11 12:39:29 Online-Casino.de

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