Virtual Reality: Reales Online-Poker?

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Virtual Reality: Reales Online-Poker?

Martin Hill, 10. August 2015, Technik

Poker ist mehr als ein Glücksspiel. Professionelle Spieler lassen sich von dieser Theorie nicht abbringen. Da ist es auch wenig verwunderlich, dass Profis häufiger hohe Geldbeträge gewinnen. Aber warum ist Poker kein Glücksspiel? Einmal kann anhand der Karten auf der Hand eine Strategie gewählt werden. Schlussendlich sind es zudem die Reaktionen der Gegenspieler, welche ihn verraten können.

Und hier kommen wir zu einem Nachteile des Online-Pokers. Wo jeder der Spieler zuhause an seinem Computer sitzt, können die Reaktionen, das Zucken der Muskeln, ein Hochziehen der Augenbraue oder das verräterische Zwinkern nicht gesehen werden. Folglich ist Online-Poker mehr Glücksspiel als gewöhnliches Poker. Kann dieses Hindernis mit Virtual Reality umgangen werden?

Wird es ein virtuelles Casino geben?

Ein virtuelles Casino könnte die Bequemlichkeit der Heimvariante, mit der Taktik des ursprünglichen Spiels zusammenbringen. Marco Kobelt ist Gründer des Startups Casino VR. Er möchte beispielsweise das Zucken des Augenliedes in die virtuelle Realität übertragen. Darüber hinaus stehen natürlich noch weitere Features zur Verfügung.

Gesteuert wird in der Poker-Halle mit einer Brille von Oculus Rift, sowie einen herkömmlichen Xbox Controller 360. Es ist möglich sich mit anderen Spielern zu unterhalten und sich an der virtuellen Bar zu treffen.

Schwierigkeiten gibt es derzeit noch bei der Übertragung der Reaktionen in die virtuelle Umgebung. Die Emotionen werden nicht deutlich dargestellt. Hier muss noch nachgebessert werden. Die Technik wird noch einige Zeit brauchen, um eine perfekte Darstellung zu ermöglichen. Aktuell wird aber an einer Variante gearbeitet, welche das Tracken der Auenbewegungen erlaubt.

Virtuelles Poker: Eine Studentenplanung

In der Universität zu St. Gallen kamen Kobelt und fünf weitere Kommilitonen die Idee zum virtuellen Poker. Grundsätzlich wurde die gesamte virtuelle Realität durchdiskutiert. Das Ergebnis war eine Erkenntnis: In diesem Gebiet kann zukünftig etwas gemacht werden. Als Standort wurde Barcelona ausgewählt. Berlin und London sollen in der Auswahl gestanden haben.

Auch auf der Spieleentwicklungsmesse Gamescon in Köln ist die virtuelle Realität ein heißes Thema. Marco Kobelt war ebenfalls auf der Messe anwesend und hat entsprechende 3D-Brillen ausprobiert. Das Startup selber startete bereits 2014. Mit 280.000 Funding-Kapital und einer Idee wurde das Unternehmen gestartet. Es soll jedoch nicht bei der einen Umsetzung bleiben. Weitere Spiele, wie Black Jack oder Roulette sind ebenfalls angedacht.

Beim Thema Geld verdienen gibt es in den beiden Kategorien Spiele und Poker natürlich Möglichkeiten. Weiterhin wird über Product Placement nachgedacht. Denn eine virtuelle Umgebung bietet auch Raum für Werbung. An der Bar könnten beispielsweise bestimmte Bier- oder Wiskey-Sorten aufgereiht sein. Wenn die Technik ausgereift ist, soll ins „Real-Money-Gaming“ eingestiegen werden.

Virtual Reality: Reales Online-Poker? 300 200 2016-09-23 17:09:50 Online-Casino.de

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