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Wettbetrug im Fußball und Tennis: Eigene Niederlage angespielt!

Thema Glücksspiel: Recht und Gesetz (Bildquelle)

Wettbetrug im Sport ist ein Problem, mit dem sich die jeweiligen Verbände konfrontiert sehen. Der gewöhnliche Spieler daheim sieht die Sportwette als sein Hobby an. Er setzt auf eine Partie und erfreut sich einer höheren Spannung. Bisweilen können dabei Gewinne mitgenommen werden. Von einer Manipulation ist die Rede, wenn eine der Parteien wissentlich das Ergebnis verfälscht. Dies kann aus eigenem Antrieb geschehen oder weil zuvor eine Bestechung oder gar Drohung stattgefunden hat. Zwei Fälle erschüttern derzeit die Sportwelt.

Hier sind zunächst die Alexejenko-Zwillinge zu nennen, welche über die vergangenen Jahre im Tennis-Zirkus mitgemischt haben. Für weitaus größere Aufmerksamkeit hat jedoch der Sieg von Paris Saint-Germain gegen Roter Stern Belgrad gesorgt. Bislang steht dieses Spiel allerdings erst unter Manipulationsverdacht. Ob hier ein Wettbetrug vorlag, muss sich erst noch erweisen. Einige Anzeichen sprechen dafür.

Tennis-Zwillinge lebenslang gesperrt: Absichtlich verloren

Wadim und Gleb Alexejenko wurden mit einer lebenslangen Sperre für den Profi-Tennis belegt. Die Vorwürfe haben sich verdichtet. Beide Spieler verloren absichtlich Duelle und setzten dabei ihre Wetten auf die Gegenseite. Jeder Verlust auf dem Platz hat sich für die Zwillinge in barer Münze mehr gelohnt. Eine große Aufmerksamkeit hat dieser Fall bislang nicht erfahren. Denn die Profis kamen in der Weltrangliste nie sonderlich hoch hinaus. Wadim schafft seinen Bestwert 2014, wo er bis auf den Platz 497 kletterte. Sein Bruder Gleb rangierte 2011 auf dem Höchststand von 609. Die Sportwetten wurden nur auf unterklassigen Turnieren gesetzt. Als Zeitraum ist der Juni 2015 bis Januar 2016 genannt worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Sportler unlängst gemerkt, dass es für sie nicht bis zur Weltspitze reichen wird. Der Wettbetrug war eine Möglichkeit, schneller mehr Geld zu verdienen. Jetzt ist der Schwindel jedoch aufgeflogen. Die Anti-Korruptionsbehörde Integrity Unit (TIU) hat den Fall aufgedeckt. Ein Bußgeld von 250.000 US-Dollar müssen die Zwillinge jeweils zahlen.

Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Dass im Tennissport Spiele verschoben werden, ist ein offenes Geheimnis. Wie die BBC im Rahmen der Australien Open bereits im Jahr 2016 berichtete, waren zu diesem Zeitpunkt bereits 16 Sportler aus den Top 50 der Weltrangliste (hinsichtlich der vergangenen zehn Jahre) in einen Wettbetrug verwickelt. Dazu zählte sogar ein Grand-Slam-Gewinner im Doppel. Patricio Heras und Nicolas Kicker, beide aus Argentinien, sind ebenfalls schon für ihr Leben vom Tennissport ausgeschlossen, weil sie Spiele verschoben hatten. Vor kurzem sind zudem drei Schiedsrichter aus Thailand ausgeschlossen wurden. Sie haben die Ergebnisse auf die ITF-Future-Tour mit Absicht falsch eingetragen.

In Deutschland manipuliert: Wadim und Gleb haben bei Turnieren in der Bundesrepublik, der Türkei, in Rumänien und Russland absichtlich Niederlagen eingesteckt und auf die Gegenseite getippt.

Wettbetrug in der Champions League: War die Niederlage abgesprochen?

Manipuliert wird häufiger als angenommen (Bildquelle)

Innerhalb der Königsklasse des Fußballs erwarten die Fans ein sauberes Spiel. Dies gilt auf dem Platz, aber auch hinter den Kulissen. Jetzt gibt es jedoch Vorwürfe, dass die Partie zwischen Paris Saint-Germain und Roter Stern Belgrad manipuliert wurde. Lag hier ein Wettbetrug vor? In jedem Fall haben die Serben mit 1:6 verloren. Daraufhin haben Behörden in Frankreich Ermittlungen eingeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein hochrangiges Mitglied von Roter Stern Belgrad selber eine hohe Summe auf die eigene Niederlage gesetzt haben. Ausschlaggebend für den Wetterfolg soll hierbei die Pleite mit exakt fünf Toren Unterschied gewesen sein. Die Spieler von Paris, sowie der deutsche Trainer Thomas Tuchel, haben von der angeblichen Manipulation laut eigener Aussage nix gewusst.

Auch im Fußball wird der Wettbetrug zu gerne unter den Tisch gekehrt. Dabei kam es in Belgiens Eliteliga erst kürzlich zu einer großangelegten Manipulation. Die Verschiebung fand dort mit Wissen diverser Spielerberater, einiger Klubmanager, sowie durch Trainer und Schiedsrichter statt. Im Mittelpunkt stand der Club KV Mechelen. Am 10. Oktober 2018 wurde eine Razzia durchgeführt, bei der das Vereinsgelände von zehn Erstligisten untersucht wurde. Anschließend wurden drei Spielerberater vorübergehend verhaftet. Ebenso erging es einem Schiedsrichter und einem Anwalt. Die Namen der Berater sind bekannt. Es handelt sich um Mogi Bayat, Karim Mejjati und Dejan Velikovic. Die Schiedsrichter Dragan Siljanoski und Bart Verten sind bereits suspendiert. Selbst von einem finanziellen Betrug bei den Transfers der Spieler ist die Rede.

Schmutziges Geschäft: Den belgische Fußball-Profi Vincent Kompany überraschen diese Enthüllungen scheinbar nicht. Er beklagt insbesondere die große Intransparent im Geschäft.

Ermittlungen gegen Wettbetrug: Tuen die Verbände genug?

Beim Tennis wird der ITF immer wieder vorgeworfen, nicht genügend Einsatz im Kampf gegen einen eventuellen Wettbetrug zu zeigen. Denn Vorwürfe und Verdachtsmomente soll es genügend geben. Doch sind Tennisspiele, wo in der Regel nur ein Spieler falschspielen muss, leichter zu verfälschen. Beim Fußball sind zwei Parteien, mindestens 22 Spieler auf dem Platz, vier Schiedsrichter (im Profifußball) und gegebenenfalls die Trainer einzubeziehen. Dennoch kommt es regelmäßig zu Manipulationen. Belgien ist kein Einzelfall. Auch in Skandinavien und sogar in Deutschland wurden schon Begegnungen verschoben. Unlängst hat die FIFA diesbezüglich eine Vereinbarung mit Sportradar geschlossen, welche das Monitoring von Spielen und den Austausch von Nachrichten betrifft.

Wettbetrug im Fußball und Tennis: Eigene Niederlage angespielt! 1200 1000 2018-10-19 09:23:03 Online-Casino.de

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