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Wettbetrug: Tenniswetten erneut unter Verdacht

Martin Hill, 12. September 2016, Sport & Spiel

Tennis Sponsoring im Blickpunkt (Bildquelle)

Bei der US-Open ist schon in der ersten Runde ein verdächtiges Match gemeldet worden. Die Begegnung der Russin Witalia Diatschenko gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky endete mit 6:1 und 6:1 nach zwei Sätzen. Ein Buchmacher aus Russland wurde jedoch hellhörig, weil zehnfach so viele Wetten wie üblich gesetzt worden sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass im Tennis von Verzerrungen die Rede ist. Schon zu Beginn der Grand-Slam Saison in Melbourne wurden Anschuldigungen laut, wie auch aus einem Bericht der Neuen Züricher Zeitung hervorgeht.

Korruption im Tennis: Wer Spiele verschoben?

Buzzfeed, ein amerikanischer News-Kanal und der Sender BBC haben schon im Frühjahr einen Stein ins Rollen gebracht. Sie erhoben Vorwürfe, dass Tennis-Matches auf höchstem Niveau verschoben würden. Diesbezüglich sollen ihnen vertrauliche Unterlagen zugespielt worden sein.

Nach einer Verlautbarung der ATP und des Ethikausschusses im Tennis, wurden sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen. Doch die Nachrichtenkanäle wollen von 16 Spielern aus den Top-50 gewusst haben, die Spiele verschoben haben. Es ist sogar die Rede davon, dass Grand-Slam Sieger an dem Betrug beteiligt gewesen sein sollen.

US-Open: Wird die Untersuchung fortgeführt?

Da es schon öfters Verdachtsfälle im Tennis gegeben hat, aber nie ein Resultat erzielt wurde, ist diese Frage angebracht. Diatschenko ist die Gewinnerin des Erstrundenduells. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich auf dem Platz 677 der Weltrangliste. Ihre Kontrahentin war die klare Favoritin, auch weil die Russin im selben Jahr erst zwei Durchgänge (0:6 und 2:6) gewonnen hatte. Dennoch ist ihr unmöglich eine Schuld nachzuweisen. Zumal es ihre Aufgabe ist „absichtlich“ zu gewinnen.

Aber wie sieht es bei der Schweizerin Bacsinszky aus? Sie verlor, trotz ihrer Favoritenrolle, recht deutlich. Auch hier wird bezweifelt, dass ein Ergebnis erzielt wird. Die Ethikkommission wird den Fall aufnehmen, vielleicht auch untersuchen, aber wie in der Vergangenheit wohl keinen Beweis vorlegen können.

Ist Wettbetrug im Tennis besonders lukrativ?

Auch beim Wettbetrug liegt der Fußball vorne. Denn durch die generell hohen Einsätze, ist hier mehr Raum vorhanden. Aber generell ist ein Tennisspiel einfacher zu manipulieren. Die Schiedsrichter beim Fußball können eine Partie nicht zwingend zugunsten eines Vereins beeinflussen. Einzelne Spieler gehen bisweilen in der Masse unter. Beim Tennis muss nur eine Spielerin finanziell „überzeugt“ werden.

Wie es im Tennis mit Wetten auch positiv geht, zeigt US-Open Gewinnerin Kerber. Sie schließt regelmäßig mit ihrem Trainer skurrile Wetten ab. Zuletzt wurde sich darauf verständigt, dass Trainer Torben Beltz sich am Sonntag letztmalig rasieren darf. Anschließend muss er sich bis Ende Oktober einen Schnauzbart wachsen lassen und darf sich diesen nicht vorzeitig abrasieren.

Bildquelle: Fotolia/BillionPhotos.com (Bild-ID:#86616923)

Wettbetrug: Tenniswetten erneut unter Verdacht 300 250 2016-09-12 16:26:11 Online-Casino.de

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