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Wynn Resorts erhält zweite Klage wegen sexueller Belästigung

Wynn Resorts // Shutterstock.com

Schwere Vorwürfe werden derzeit gegen die Wynn Resorts erhoben. Denn innerhalb von kurzer Zeit kam es jetzt zur zweiten Klage. Jeweils steht der Namensgeber Steve Wynn am Pranger, wenngleich sich die Klageschrift gegen sein Unternehmen richtet. Aktuell sind es neun Frauen, die sich über ihren Boss beschweren. Der Vorwurf lautet, dass ihr Chef Witze über ihr Fehlverhalten gemacht haben. Darauf folgte die zweite Klage in weniger als einer Woche. Auch andere Führungskräfte sollen die weiblichen Angestellten als „Prostituierte“ oder „Schlampen“ bezeichnet haben.

Besonders konkret ist der Vorwurf einer Heilmasseurin namens Brenna Schrader, die von Steve Wynn in den Jahren 2012 bis 2016 gezwungen haben soll, sexuelle Handlungen an ihrem Boss auszuüben. Die Klägerin legte kürzlich noch einen drauf. Denn sie behauptete das schlechte Arbeitsumfeld sorge dafür, dass Frauen sich nicht über die Belästigung in sexueller Hinsicht beschweren. Zumindest bislang.

Steve Wynn: Eine Erfolgsgeschichte mit traurigem Ende?

Tatsächlich hat Steve Wynn in seinem Leben viel erreicht. Der heute 77-jährige beginn seine Karriere im Jahr 1967. Damals wurde er zum Teilbesitzer des Frontier Hotels. 1971 folgte der Kauf des Desert Hotels. Später kamen das Golden Nugget Casino, Treasure Island, das Mirage und Bellagio hinzu. Einige Investitionen wurden weiterverkauft. Dafür konnte im April des Jahres 2005 das Wynn Las Vegas errichtet werden. Zu diesem Zeitpunkt war kein Casino in Las Vegas höher. Weltweit war es mit 2,7 Milliarden US-Dollar der teuerste Komplex dieser Art auf der ganzen Welt. Im Oktober 2006 folgte die Eröffnung des Wynn Macau. Doch auch auf dem Höhepunkt der Karriere ist einem Steve Wynn nicht Alles erlaubt. Aktuell werden schwere Vorwürfe gegen den einstiegen Casino-Mogul erhoben. Diese haben bereits erste Konsequenzen gefordert.

Schon im Jahr 2018 erhoben mehrere Frauen starke Vorwürfe gegen Steve Wynn. Sexuelle Vergehen wurden ihm zur Last gelegt. Daraufhin räumte er seinen Posten als Finanzchef der republikanischen Partei, den er in der Trump-Ära angenommen hatte. Ein Jahr war er in dieser Rolle tätig. Schon im Februar 2018 räumte er ebenso sein Amt als CEO der Wynn Resorts. Und seine Anteile veräußerte er ebenfalls vollständig. Seit 2009 ist Steve Wynn von seiner Frau geschieden. Damals musste er eine Abfindung in Höhe von 741 Millionen US-Dollar zahlen. Auch das Fehlverhalten von Steve Wynn kam dem Unternehmen teuer zu stehen. Die Nevada Gaming Commission verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar. Massachusetts legte nochmals 35 Millionen US-Dollar oben drauf. Dennoch konnten die Wynn Resorts ihre Lizenzen in den Staaten behalten.

Verschleierung der Vorwürfe: Matthew Maddox soll dafür gesorgt haben, dass die Vorwürfe nicht ans Licht kommen. Auch dafür musste die Firma nochmals 500.000 Dollar abdrücken.

Gab es erneut sexuelle Übergriffe in den Wynn Resorts?

Klageschrift an die Wynn Resorts // Shutterstock.com

Fest steht, dass es Bemühungen gab, entsprechende Übergriffe vor den Behörden, Beamten und der Regulierung gemein zu halten. Schlussendlich handelt es sich um ein an der Börse notiertes Unternehmen, welches seinen Wert als gefährdet ansah.  Tatsächlich sollen unterschiedliche Personen sich über dieses Thema in einem privaten Netzwerk ausgetauscht haben, um sexuelle Belästigungen von Steve Wynn zu vertuschen oder diese gar zu ermöglichen. In einer 30-seitigen Anklageschrift die beim Clark County Bezirksgericht vorliegt, werden Jahrzehnte der sexuellen Belästigung von Steve Wynn beschrieben.

Neue Übergriffe gab es allem Anschein nach nicht. Aber die Nachwirkungen des Fehlverhaltens von Steve Wynn sind noch nicht ausgestanden. Denn auf diverse Frauen wurde damals Druck ausgeübt. Wynn Resorts könnte etwas gegen Sie unternehmen, wenn die Wahrheit über Steve Wynn ans Licht kommt. Mit solchen Aussagen wurden die Frauen gefügig gehalten. Die Frauen fordern daher jeweils einen Schadensersatz in Höhe von 50.000 US-Dollar. Ihre Identitäten werden mit der Klage nicht offengelegt, da die Frauen noch immer Vergeltungsmaßnahmen oder aber Unruhe in der eigenen Familie fürchten. Nach der Klageschrift von Brenna Schrader ist es der zweite Vorwurf innerhalb von kurzer Zeit.

Wynn Resorts kümmert sich: Das Unternehmen muss derzeit mit den Altlasten seines ehemaligen CEO jonglieren. In einer Presseerklärung heißt es jedoch, dass sich jeder Belästigungsbeschwerde angenommen wird. Seit der Einführung einer Richtlinie zu diesem Thema sollen keine neuen Beschwerden wegen sexuellen Fehlverhaltens eingegangen sein.

So reagierte der Aktienkurs auf die Enthüllungen

In der Klageschrift ist von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, vorsätzliche Zufügung von emotionalen Stress, Verletzung der Privatsphäre und weiteren Fehlverhalten die Rede. Schon im Januar 2018 wirkte sich die sexuelle Belästigung des CEO auf den Aktienkurs der Wynn Resorts aus – allerdings erst im Nachhinein. Besonders die Zahlungen an die Aufsichtsbehörden sind hier zu nennen. Von seinem Höchstwert in 2018, der mit 195,65 US-Dollar angegeben ist, ging es hinab auf einen Wert von 93,41 US-Dollar im Dezember 2018. Auch vom 12. September 2019, wo der Kurs bei 117,08 US-Dollar stand, zum aktuellen Wert von 109,92 US-Dollar ist ein leichter Abwärtstrend zu erkennen. Eventuell erwarten Anleger weitere Zahlungen wegen Schadensersatz.

Schon bei der Affäre 2018 hätte Lizenzentzug die Folge sein können. Wenn in Massachusetts und Nevada kein Glücksspiel mehr angeboten werden dürfte, wäre dies ein harter Schlag gegen die Wynn Resorts gewesen. Derzeit gibt es aber keine Anzeichen, dass es dazu kommt.

Wynn Resorts erhält zweite Klage wegen sexueller Belästigung 1200 1000 2019-10-02 10:31:46 Online-Casino.de

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